AOC U3477PQU – Test zum 21:9 Breitbildmonitor

Jeder, der viel am Computer arbeitet, wird mir sicherlich zustimmen, dass man nie zu viel Screenspace haben kann. Gerade die Laptopnutzer in der “15 Zoll und niedriger”-Klasse werden mit Sicherheit schon mehr als einmal an die Grenzen des Machbaren gestoßen sein, als versucht wurde, die ganzen übereinander liegenden Fenster zu managen. Aber natürlich möchte man auch als Gamer möglichst viel von seinem Spiel sehen können. Für beide Bedürfnisse gibt es eine breite Auswahl an Monitoren und wir haben uns für euch einmal den AOC U3477PQU angeschaut und verraten euch, ob uns der 34 Zöller überzeugen konnte.

 

Die große Box

Der Monitor kommt, wie zu erwarten, in einer entsprechend großen Box. Front und Rückseite ziert dabei ein Produktbild des Monitors und an den Seiten findet ihr Angaben zu den Features etc. Dann machen wir uns mal ans Auspacken. In der Box findet ihr erst mal einige Kabel. Da hätten wir neben dem obligatorischen Netzkabel noch ein VGA-Kabel, ein DVI-Kabel, ein Displayport-Kabel, Audiokabel sowie ein USB-Kabel. Der Monitor selbst kommt dann in drei Teilen aus der Box. Der Fuß und die Standplatte haken sich ineinander und werden dann mit einer Schraube fixiert. Mit einem beherzten Griff kommt dann zuletzt das eigentliche Panel aus dem Karton. Und hier wird die Montage etwas tricky. Es gibt nämlich leider keine Einrastmöglichkeit für den Fuß. Ihr müsst also zwei glatte Flächen aneinander halten und dann die Schrauben versuchen einzuschrauben. Habt ihr diesen Akt hinter euch gebracht, steckt ihr noch das Netzkabel an und das war es dann auch schon.

Die Verpackung gibt euch die Eckdaten des Monitors.

Die Verpackung gibt euch die Eckdaten des Monitors.

 

Machen wir uns an das Setup

Je nachdem über welchen Port euer Computer auch verfügt, der Anschluss ist absolut kein Problem. Und mit diesen wenigen Handgriffen ist das Bild dann auch schon auf dem Monitor zu sehen. Leider allerdings sehr verzerrt, wenn ihr den Monitor spiegelt. Hier wird leider eine erste Schwäche des Monitors deutlich. Egal wie ihr auch im On Screen Menü herumsucht, es gibt keine Möglichkeit das Seitenverhältnis zu ändern. Dadurch ergibt sich auch der Sidebar-Effekt. Zieht ihr ein Fenster so auf, dass es die maximale Höhe ausnutzt und dann die korrekte Breite besitzt, bleibt ein freier Streifen an der Seite. Durch diesen eigentlich negativen Punkt der fehlenden Einstellungsmöglichkeit ergibt sich ein kleiner Bonus für manche Arbeitsbereiche. Wer viel mit Bildbearbeitungs- oder Videoschnittprogrammen arbeitet, kann den zusätzlichen Platz nutzen, um Panels aus dem Arbeitsbereich auszulagern. Damit kann man deutlich besser arbeiten. Wirklich schlimm ist die fehlende Funktion für die Anpassung des Seitenverhältnisses aber in Fällen, wo man gerne den gesamten Bildschirm nutzen möchte. Insbesondere Spiele und Filme sind dadurch sehr eingeschränkt genießbar. Während Spiele oft noch eine Möglichkeit haben die Auflösung anzupassen, muss man bei Filmen mit dem Bild leben, so wie es ist.

Alle gängigen Displayports sind verbaut worden.

Alle gängigen Displayports sind verbaut worden.

 

Was hat der Monitor zu bieten

Der AOC U3477PQU besitzt ein 34 Zoll großes IPS-Display mit einer Auflösung von 3440 x 1440 Pixeln. Das Gehäuse beansprucht dabei 82,3 Zentimeter in der Breite 62,4 cm in der Höhe sowie 22,9 cm in der Tiefe. Die Kontrastrate des Panels liegt bei 1000:1 (statisch). Die Blickwinkel sind in beiden Richtungen in einem Bereich von 178 Grad stabil und erkennbar. Neben den Anschlüssen für die beigelegten Kabel verfügt der Monitor zudem noch über zwei USB 3.0 Ports und zwei USB 2.0 Ports für Downstreams, sowie einen 3.0 Port für Upstreams. Was mir bei diesen USB Ports sehr negativ auffiel, war die Position. Gut ist an der Positionierung noch, dass sie seitlich angebracht sind und nicht stur nach hinten rausgehen. Jedoch hat man leider nicht weit genug mitgedacht und so sind alle USB-Ports in einer kleinen Mulde an der Rückseite eingelassen, sodass ihr trotzdem um die rechte Seite des Monitors herumgreifen müsst, um heranzukommen. Das Panel selbst ist dankbarerweise mit einer matten Beschichtung versehen, so müsst ihr nur wenig Spiegelungen in Kauf nehmen. Die Bildrate bleibt weitestgehend stabil. Im Test mit iMovie allerdings hatte der Monitor etwas Probleme mit der flüssigen Wiedergabe des Previewfensters. Zudem besitzt das Bild immer einen kleinen Blaustich. Wer also auf extreme Farbtreue angewiesen ist, sollte das beachten. Trotz des 21:9 Breitbildformats eignet sich der Monitor aber auch leider aus Sicht des Sounds nicht für Film und Spielefans. Grund dafür sind die vorhandenen Lautsprecher. Wenn alles an Sound, dass ihr am Computer zu hören bekommt, auf den Benachrichtigungston des Mailprogrammes beschränkt ist, ok. Solltet ihr doch auch mal beim Arbeiten Musik hören wollen, rate ich davon ab, dies über die integrierten Lautsprecher zu tun. Diese klingen einfach zu blechern und zudem hört man ab einer mittleren Lautstärke bereits die Vibrationen des Gehäuses. Um euch aber wenigstens ergonomisch entgegen zu kommen, könnt ihr das Display nach euren Wünschen neigen, schwenken und in der Höhe verstellen. So sollte jeder eine gute Arbeitsposition finden können.

Die Positionierung der USB-Ports ist recht unvorteilhaft.

Die Positionierung der USB-Ports ist recht unvorteilhaft.

 

Fazit:

Zu aller erst einmal muss man sagen, dass das Bildformat wirklich nicht für alle optimal ist. Dies gilt bei diesem Monitor vor allem deswegen, weil man am Seitenverhältnis nichts ändern kann. Wer jedoch viel mit Videoschnitt oder Bildbearbeitung zu tun hat, wird sich durchaus über den extra Platz auf dem Seitenstreifen freuen. Die Verarbeitung ist brauchbar, allerdings nur Mittelmaß. Dass die USB-Ports kaum erreichbar sind, obwohl sie sich an der Seite befinden, bleibt mir ein Rätsel. Man hätte diese Ports prominenter und zugänglicher platzieren müssen. Positiv ist dennoch im Allgemeinen der Formfaktor. Trotz des internen Netzteils ist der gesamte Monitor recht schlank gehalten. Das Display macht einen anständigen Eindruck und ist dank der matten Oberfläche kein Schminkspiegel. Die beiden negativen Aspekte, wie das Menü und der Blaustich im Display, sind aber zwei Aspekte, die man bei einer Kaufentscheidung berücksichtigen sollte. Insgesamt ist der AOC U3477PQU ein guter Monitor, aber bei Weitem keine Spitzenklasse und nur für bestimmte Nutzergruppen interessant. Man sollte sich bei der Kombination an Features und Mankos überlegen, ob man hier zuschlägt. Die möglichen Nutzergruppen für diesen Monitor scheinen mir sehr eingeschränkt. Vollprofis im Bereich Bildbearbeitung werden sich wohl nach besseren Farbeigenschaften umsehen, für Office Anwendungen gibt es weitaus günstigere Alternativen und Gamer werden vielleicht nach schnelleren Displays suchen.

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Geschrieben von Marco Schmandt
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe
1 Kommentar
  1. Hallo,

    Die blaustichigkeit, auf die im Testlink hingewiesen wird, kann ich nicht nachvollziehen. Bei mir stand der Monitor im Auslieferung Zustand auf “kalt”, hier ist ein leichter blaustichigkeit normal. Auf “warm” umgestellt ist er auch etwas im roten Bereicherung “neutral” passt alles ganz gut. Andere Tests bescheinigen dem Monitor übrigens eine gute Fabraumabdeckung und eine hohe Farbtiefe, wenn er vernünftig konfiguriert ist.

    Gruß
    Tillman

    Antworten

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