AOC G2460 PG – Test zum Gaming Monitor

Für Gamer ist ja im Grunde kein Anzeigegerät gut genug. Entweder sind die Farben verfälscht, blass oder haben einen Stich, die Reaktionszeit ist zu hoch und das Schwarz nicht echt genug. Die Bildwiederholrate sorgt für stockende Bewegungen und das Tearing, hier fange ich gar nicht erst an. Bei mindestens einem der Kriterien müssen in der Regel Abstriche gemacht werden. Gibt es den perfekten Monitor überhaupt? Wir haben uns den AOC G2460 PG ins Haus geholt und prüfen nun, ob er Gamer-Augen heller leuchten lässt oder ob wir den Blick lieber abwenden sollten.

 

Schön verpackt

Unser Muster wurde in einem kleinen Karton geliefert, unscheinbar ist allerdings anders. Die Verpackung lässt direkt erraten, um welche Zielgruppe es sich hier handelt, nämlich Gamer. Spielszenen von Assassin’s Creed Black Flag zieren das Papier und selbstverständlich ein Beispielbild des Monitors selbst. Leider fehlt das Spiel und liegt nicht bei. Dazu gibt es die wichtigsten Eigenschaften auf einem Blick. Gespannt öffnen wir den Karton und es begrüßen uns ein gut verpackter Bildschirm und je ein Kabel für die vorhandenen Anschlussmöglichkeiten, eben HDMI, VGA, DVI, USB und selbstverständlich Strom.  Dies fällt positiv auf, da für jeden PC und jede Präferenz etwas dabei ist. Das Styropor landet wieder im Karton und die Schutzhülle wird abgezogen. Also befestigen wir den Standfuß fix am eigentlichen Gerät und stellen ihn sachte auf den Tisch. Erster Eindruck sieht gut aus, satter Umfang und einfach anzuschließen, da die Ports gut erreichbar sind. Aber nun zum Wesentlichen.

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Dies könnte Ihr Blickwinkel sein.

 

Die inneren Werte

Worauf kommt es an? Manche sagen das Aussehen, aber die Technikbegeisterten wissen, was wirklich zählt. Wir kommen durch die Begriffe wie Bildwiederholrate, Kontrastverhältnis, Reaktionszeit und Pixelabstand Herzklopfen. Und wenn wir zu diesem Monitor auch noch spitzenmäßige Werte zu Gesicht bekommen, sind wir kurz davor in Ekstase zu fallen. 144Hz, 80M:1, eine Millisekunde und 0.276 sind die entsprechenden Werte. Darüber begeistert uns die relativ hohe Helligkeit von 350 cd/m², aber wer braucht das schon? Dafür gibt es Rollos. Der stabile Betrachtungswinkel von 170/160 ist ebenfalls ordentlich. Was auffällt sind die Anschlüsse für USB 3.0, denn dieser Bildschirm hat einen eingebauten USB-Hub, für Festplatten, Sticks und Smartphone. Seine Kopfhörer könnte man ebenfalls durch den Monitor schleifen, das ist praktisch bei kurzen Kabeln, aber ein wahrer Gamer hat sicher einen Langen. Tearing, dem Buchstäblichen zerreichen und Verschwimmen des Bildes gab es zum Test nicht und hier konnte der AOC 2460PG überzeugen. Dies liegt an Nvidias G-Sync und ist wohl das Kaufargument für dieses Gerät. Sofern man eine Grafikkarte von Nvidia besitzt. Sonst wird dies nicht funktionieren. Schade, dass er lediglich eine Full-HD (1920×1080) Auflösung mitbringt, da er aber nur 24 Zoll groß ist, fällt dies nicht Mal so sehr auf.

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Der Standfuß ist in der Höhe verstellbar.

 

Sonst noch etwas?

Neben den überzeugenden inneren Werten spielt die Verarbeitung eine Rolle, aber auch hier gibt es nichts auszusetzen.  Es wurde zwar viel Kunststoff eingesetzt, aber das verringert das Gewicht und ist heutzutage auch keine Besonderheit mehr. Es quietscht aber an keiner Stelle und auch die Spaltmaße sind in einem ordentlichen Bereich und gleichmäßig.  Auch optisch ein Highlight sind die grünen Akzente, die als Streifen an der Vorderseite und an der Kabelführung angebracht wurden. Die Höhenverstellung ermöglicht ein ergonomisches Einstellen und angenehmes Arbeiten bzw. spielen. Die Höhenverstellung arbeitet ohne zu haken, hält den Monitor dabei aber immer in Position. Der Schwerpunkt könnte etwas mehr in den Standfuß verlagert werden, da der Bildschirm bei einem Ausraster und dem damit einhergehenden Hämmern auf den Tisch ganz schön wackelt. Darüber können wir die Anzeige +22° und -5° Neigen, der perfekten Einstellung steht also nichts mehr im Wege, egal wie ich an meinem Tisch sitze. Die Farben kommen natürlich rüber und sind nur in Geringem zu blass, dafür ist die Blickstabilität ausreichend hoch, aber man sollte sowieso immer frontal in den Bildschirm sehen. Im Betrieb verbraucht der AOC G2460PG ca 45W und im Standby etwa 0,5 Watt. Hier gefällt, dass man den Bildschirm über einen Schalter ausschalten kann, so kann man noch weiter Strom sparen. Aber wer schaltet seinen PC überhaupt noch aus?

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Eine Kabelführung ist ebenfalls vorhanden und macht optisch was her.

 

Technische Daten

Allgemeine Merkmale

  • Feldtyp: TN
  • Feldgröße: 24″ / 61 cm
  • Seitenverhältnis: 16:9
  • Helligkeit: 350 cd/m²
  • Kontrastverhältnis, dynamisch: 80M:1
  • Betrachtungswinkel (CR>=10): 170/160
  • Reaktionszeit (Grau/Grau): 1ms
  • Farbe: Schwarz

Abtastfrequenz

  • Abtastfrequenz: 30-160KHz/50-146Hz
  • Pixelfequenz: 330 MHz
  • Bildwiederholrate: max. 144Hz

Auflösung

  • Maximale Auflösung: 1920×1068 @ 144Hz
  • Farben: 16,7 Millionen
  • HDCP Kompatibel: –

Stecker

  • D-Sub: Ja
  • DVI: Ja
  • HDMI: 1x
  • USB: 4x
  • Display Port: 1

Strom

  • Stromquelle: 100 – 240V 50/60Hz
  • Power Switch: Ja

Weitere Merkmale:

  • Plug and Play: Ja
  • Benutzersteuerung: Button
  • Lautsprecher: Ja
  • Headphone Out: Ja
  • Wandbefestigung: 100x100mm
  • Höheneinstellung 130mm
  • Schwenken: Ja
  • Drehen: Ja
  • Tilt: -5/+22

Zubehör

  • VGA-Kabel
  • DVI-Kabel
  • HDMI-Kabel
  • Power Schuko C7 Kabel

Abmessungen

  • Produkt mit Ständer (BxHxT): 551.4×400.4×221 mm
  • Verpackung: 693x435x127 mm
  • Gewicht 6,54 kg ohne Verpackung”

 

 

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Nach vorn und hinten neigbar.

 

Fazit:

Wer gerne zockt und sich über Tearing ärgert hat kann hier getrost zugreifen, sofern er so viel Geld übrig hat. Zum Testzeitpunkt liegt der Preis bei etwa 400€, für die Größe ein stolzer Preis. Die Einstellmöglichkeiten sind wirklich angenehm und ermöglichen eine ergonomische Einstellung, selbst wenn man wie Gollum auf seinem Stuhl kauert. Die Auflösung reicht bei 24 Zoll gerade noch aus, für Gamer wäre 2K oder mehr aber wünschenswert. Aber die Farben könnten etwas echter wirken und der Schwerpunkt verlagert werden. Der gesamte Eindruck und der Umfang konnten aber bestens überzeugen, und haben uns begeistert. Man sollte sich aber eben überlegen, wofür der Monitor gebraucht wird, denn ein Grafiker benötigt echte, satte Farben. Für Gamer aber eine klare Empfehlung.

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Geschrieben von Thomas Solzic
Immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen.

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