Airoheart

Test zur Hommage an A Link to the Past

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Nintendo Switch The Legend of Zelda: Link's Awakening
  • Altersempfehlung: ab 6 Jahren.
  • "Für Zelda - Fans"
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 6 Jahren

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Releasedatum: 30. September 2022

Genre: Action Adventure

USK: keine Freigabe

Publisher: Soedesco

Plattformen: PC, Playstation 4, Playstation 5, Xbox One, Xbox Series, Switch

Seit geraumer Zeit blicken Fans von klassischen 2D-Zelda-Spielen ein wenig in die Röhre. Link’s Awakening auf der Switch war ein tolles Remake eines wundervollen Klassikers, aber trotzdem nahezu identisch zum Gameboy-Original. Triforce Heroes war ein Koop-Titel und A Link Between Worlds war mit seinem „Items mieten“-System auch eher unkonventionell. Und während sich Zelda-Fans auf Tears of the Kingdom freuen, gibt es dennoch sicher ein paar Spieler*innen, die der alten 2D-Zelda-Zeit ein wenig nachweinen. Da müssen Indie-Spiele auf den Plan treten, wie etwas das wunderbare Ocean’s Heart. Und nun gibt es das neue Indie-Adventure Airoheart, dessen Entwickler wohl sehr gerne mal A Link to the Past gespielt haben. Wir sagen euch also in unserem Test, ob euer 2D-Zelda-Herz befriedigt wird.

 

Mal was anderes als bloß die Prinzessin retten

Während es in den meisten Zelda-Spielen darum geht, die namensgebende Prinzessin zu retten und irgendeine Version von Ganon zu besiegen, versucht Airoheart mit seiner Story ein wenig tiefer zu gehen. Es geht um zwei Völker, die Elmer und die Bretonen. Als sich die rauen Bretonen vor langer Zeit in das Land der elfenartigen Elmer ansiedeln wollten, wurden sie in eine raue Wüstengegend verbannt. Konflikte und Kriege waren also vorprogrammiert und ein gewisser Bretone schaffte es, mit magischen Runen zu einem mächtigen Zauberer zu werden. Er war am Ende so mächtig, dass seine Seele in mehrere Steinsplitter aufgeteilt werden musste.

In der Gegenwart schlüpfen wir in die Rolle unseres Protagonisten Airoheart, halb Bretone, halb Elmer. Es herrscht Frieden, wenngleich die Spannungen zwischen den beiden Völkern spürbar sind und so durchaus die Möglichkeit eines Friedensbruchs und eines daraus folgenden Krieges besteht. Bei einer Aufklärungsmission entdecken Airoheart und seine Kumpane ein seltsames Amulett, welches zu Airoheart spricht und ihm aufträgt, alle Teile des Amuletts zu finden. Und so beginnt die fast schon typische Jagd nach mystischen Gegenständen in dunklen Verliesen und Tempeln.

Auf den ersten Blick haben wir hier also eine Geschichte, die etwas tiefgehender wirkt als jeder Zelda-Plot. Beim genaueren Hinschauen werden Themen wie Fremdenfeindlichkeit und politische Konsequenzen doch ein wenig plump dargestellt. Manche Dialoge kommen nicht wirklich clever geschrieben daher. Am Ende haben wir also doch nur altbackene Storystränge wie einen bösen Zauberer, magische Gegenstände mit besonderen Kräften und einen verloren geglaubten Bruder, der dem Bösen verfallen ist. Alles also doch ein wenig klischeebelastet.

Es ist aber lohnenswert zu erwähnen, dass vor allem die kleinen Nebengeschichten eine Art Highlight des Storytellings darstellen. So trefft ihr zum Beispiel einen alten Mann, der Zombies in seinem Keller hält und „Die Bestie“ anbetet. Woanders trägt euch eine Fee auf, einem verwunschenen Baum zu helfen… indem ihr in anzündet. Und kurz darauf führt ihr ein Gespräch mit einem Besen, der damit verflucht wurde, ein eigenes Bewusstsein zu entwickeln. Diese Nebenquests sorgen also durchaus mal für die ein oder andere kleine Überraschung.

Airoheart

Der Grafikstil erinnert stark an einen bestimmten SNES-Klassiker.

 

Besser gut geklaut als schlecht neu gemacht

Ihr kennt doch sicher dieses Meme: Darf ich deine Hausaufgaben abschreiben? Ja, aber verändere es ein wenig, damit es nicht auffällt. Das beschreibt Airoheart eigentlich ganz gut und das ist keineswegs despektierlich gemeint. Wie in der Einleitung bereits angesprochen scheinen die Entwickler*innen bei Pixelheart große Fans von A Link to the Past zu sein, denn die Inspiration ist deutlich zu erkennen. Und da rede ich nicht nur vom Pixel-Look, der sehr stark an den SNES-Klassiker erinnert. Es sind die angezeigten und nummerierten Dungeons auf der Weltkarte. Es sind die verschiedenen Monster, welche jene Welt bevölkern. Und es sind so Kleinigkeiten wie die Treppen für einen Ebenenwechsel und brüchige Wände, die man mit Bomben aufsprengen kann.

Aber in einigen Details wurden hier und da Sachen abgeändert, ihr wisst schon, wie bei den Hausaufgaben. Gibt es einen Bogen? Nein, aber eine Armbrust. Einen Enterhaken gibt es auch nicht, dafür könnt ihr euch mit einem Zauber eures Zauberstabs über Abgründe ziehen. Herzteile, die eure Lebensenergie erhöhen, wachsen hier auf kleinen Bäumen und ihr braucht auch nur drei Stück anstatt vier.

Dabei muss Airoheart gar nicht verheimlichen, dass es hier die Zelda-Formel kopieren will, denn es macht seine Sache relativ gut. Während ihr euch auf die Suche nach den Amulettsplittern begebt, erkundet ihr die vielfältige Welt und entdeckt allerlei Geheimnisse wie versteckte Höhlen, antike Koboldtempel und verloren geglaubte Ruinen. An jeder Ecke erhaltet ihr nützliche Gegenstände, die euch bei eurem Abenteuer weiterhelfen. Und das Highlight sind natürlich die Dungeons, die zunehmend komplizierter und herausfordernder werden und definitiv mit den Dungeons aus den Zelda-Titeln mithalten können.

Ihr kennt die Formel. Ihr erkundet die Verliese, findet kleine Schlüssel für verschlossene Türen, alles auf der Suche nach einem großen Schlüssel für die Bosstür. Hinter dieser verbirgt sich, Überraschung Überraschung, ein mächtiger Bossgegner. Dabei sind die Dungeons schön abwechslungsreich gehalten. Mal erkundet ihr ein altes Kloster, mal das Innere eines Drachenskeletts und mal ein überschwemmtes Tunnelsystem unter einem Dorf. Ganz nach dem Motto „Was nicht kaputt ist, muss auch nicht repariert werden“ hat es das Indiestudio Pixelheart geschafft, eine gute Hommage an klassische 2D-Zeldas zu kreieren.

Airoheart

Mächtige Bossgegner warten am Ende eines jeden Dungeons auf euch.

 

Ein paar Mängel gibt es schon

Es gibt da aber leider auch ein paar kleine Aspekte, die ein wenig negativ auf das Spielerlebnis schlagen. So ist zum Beispiel das Schnellreisesystem nicht optimal. Wir erinnern uns: In A Link to the Past konnten wir überall unsere Okarina spielen und wurden von einem Vogel an einen bereits besuchten Ort gebracht. In Airoheart müssen wir versteckte Gemälde finden. Diese teleportieren uns in einen Raum, von wo wir zu anderen Gemälden reisen können. Wir müssen nicht nur immer zum nächstmöglichen Gemälde latschen, wenn wir woanders hinreisen möchten, wir müssen uns auch merken, wo diese sind. Denn anders als andere wichtige Punkte wie Dungeons und magische Schreine werden diese nicht auf der Karte markiert.

Genauso verhält es sich mit Nebenquests. Diese werden zwar im Tagebuch festgehalten und in manchen Beschreibungen steht auch, wo dieser Charakter auf euch wartet. Manchmal findet ihr aber einen Gegenstand, denkt euch „Ach, den wollte doch dieses Rattenwesen haben“ und sucht dann ellenlang die Höhle, in welcher sich dieses Wesen versteckt hat.

Ebenfalls ein wenig umständlich ist das Menühandling. Gegenstände lassen sich zwar mit einem Tastendruck durchwechseln, aber um einen anderen Zauber für euren Stab zu wählen, müsst ihr jedes Mal das Tagebuch öffnen, eine Seite weiterscrollen und dann den Zauber auswählen. Ja, das war früher auch so, aber man muss sich ja nicht alles bei A Link to the Past abschauen und solche Mechaniken dem modernen Gaming anpassen. Zumal alles in A Link to the Past etwas schneller ging. Auch ist es etwas enttäuschend, dass es in den Dungeons keine Karte zu finden gibt. Orientierung ist also nicht besonders optimal.

Angebot
Nintendo Switch The Legend of Zelda: Link's Awakening
  • Altersempfehlung: ab 6 Jahren.
  • "Für Zelda - Fans"
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 6 Jahren

*Werbung: Die Amazon-Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekommt die Redaktion von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

 

  • Airoheart
    Fazit zu Airoheart

    Airoheart ist durchaus eine Alternative für alle Freund*innen klassischer 2D-Zeldas. Die Welt ist vollgepackt mit Geheimnissen und versteckten Orten, sodass es immer etwas Neues zu entdecken gibt. Die Dungeons können mit denen in den Zelda-Titeln mithalten und auch wenn die Hauptstory etwas plump wirkt, so werden in den Nebenquests tolle kleine Geschichten erzählt, die für den ein oder anderen Schmunzler sorgen. Man muss sich nur bewusst sein, dass es definitiv Mankos in der „Quality of Life“-Abteilung gibt und man sich wirklich überlegen muss, ob man bereit ist, für einen Indie-Titel, auch wenn er recht spaßig ist, den aktuellen Preis von knapp 30 € zu zahlen.

    Maarten Cherek, Redakteur

Positiv:

Die klassische 2D-Zelda-Formel gut umgesetzt
Viele Geheimnisse in der Welt zu entdecken
Unterhaltsame Nebengeschichten
Knifflige Dungeons, ganz Zelda-typisch

Negativ:

Hauptstory nicht das Gelbe vom Ei
Viele Probleme in der Abteilung "Quality of Life" wie z.B. das Teleportieren, Inventarhandling etc.
Mit Orientierungslosigkeit ist zu rechnen

Ab in die Sammlung?

Wenn ihr eure Nostalgie bezüglich Spielen wie A Link to the Past befriedigen wollt, dann ist dieses Spiel auf jeden Fall eine Option. Zumindest so lange man sich der Tatsache bewusst ist, dass es hier nicht die volle Qualität der alten Klassiker erreicht.

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Geschrieben von Maarten Cherek
isst nichts so heiß, wie es gekocht wird!

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