Adventures of Mana – Test zum überraschenden JRPG-Remake Release

Heimlich still und leise haben sich in letzter Zeit viele Titel in den Playstation Store geschlichen. Und das betrifft ausgerechnet Titel für die Playstation Vita. Firmen wie Xseed, Atlus und NIS bestätigen immer wieder, wie profitabel diese Plattform für sie ist. Daher ist es umso unverständlicher, warum nach 2K nun auch Square Enix ohne jegliche Mitteilung Adventures of Mana veröffentlicht hat. Das Remake erschien vorher nur in Japan als App und für die Vita. Square erwähnte den Titel aber nie wieder. Ob die Umsetzung für Sony’s Vita überzeugen kann, erfahrt ihr in unserem Test.

 

Manas Rückkehr

Mit Adventures of Mana erlebt ihr ein Remake des Klassikers von 1991 wieder. Damals erschien der Titel für den Game Boy, hierzulande unter dem Namen Mystic Quest. Dem einen oder anderen auch bekannt als Final Fantasy Adventure. Zu Beginn ist euer Held ein Gefangener des dunklen Lords (nein nicht Darth Vader) und dazu verdammt wiederholt in seinem Schloss gegen Monster anzutreten. Eines Tages gelingt es euch jedoch, zu entkommen. Durch den Rat, den euch einer eurer Freunde gab, begebt ihr euch auf die Suche nach dem Ritter Bogard. Dabei trefft ihr auf eine junge Frau, die ebenfalls auf der Suche nach Bogard ist. Zusammen macht ihr euch auf die Suche. Ziel ist den dunklen Lord vom großen Mana Baum fernzuhalten. Dieser verspricht unbegrenzte Macht und könnt in den falschen Händen das Ende der Welt bedeuten.

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Der dunkle Lord will zum Mana Baum und nur ihr könnt ihn daran hindern.

 

Schmerzlich genaues Remake

Das Gameplay in Adventures of Mana ist extrem simpel gehalten für ein JRPG. Die Gegner laufen direkt sichtbar umher und ihr schlagt einfach so lange auf diese ein, bis sie zu Boden gehen. Sobald ihr diese gefunden habt, könnt ihr auch noch Magie als Zweitattacke nutzen. Manche Gegner sind sogar immun gegen eure physischen Angriffe und sind damit ausschließlich mit Magie zu besiegen. Es stehen euch zwei Slots zum Schnellzugriff zur Verfügung. Einer davon ist für eure Hauptwaffe, der zweite kann frei belegt werden mit Items oder Magie. Um die Inhalte der Slots zu wechseln, ruft ihr euer Menü auf, klickt ihr auf eines der Icons erscheint ein Ringmenü mit x Slots. Und auch wenn das Gameplay recht simpel ist, so stößt man hier schon auf ein erstes Problem, auf das ich gleich noch mal eingehe. Habt ihr genug Gegner erledigt, steigt ihr im Level auf und ihr könnt eure Skillwerte verbessern. Vier Rollen bietet euch das Spiel unter anderem Krieger und Zauberer. Jede Rolle wertet unterschiedlich eure Statuswerte auf. Viel Freiheit habt ihr also nicht euren Charakter zu entwickeln. Und nun zu den Problemen. In der Vergangenheit gab es die Möglichkeit Gegner durch scrollen zum nächsten Bildschirm neu spawnen zu lassen oder zu umgehen. Damals war es eine Konsequenz des begrenzten Speichers. Heute sollte das aber kein Problem mehr sein und dennoch passiert genau das. Jemand der Erfahrung hat mit diesem Verhalten, wird klarkommen, wer so alte Titel bisher nie gespielt hat, wird aber so manche unangenehme Situation erleben. Und so komme ich noch mal zurück auf die begrenzten Menüslots. Um Türen zu öffnen, benötigt ihr Schlüssel und geheime Durchgänge legt ihr mit Spitzhacken frei. Beide Gegenstände kommen dabei in Paketen von je 5 bzw. 7 Stück. Wenn ihr einen Dungeon erkundet, solltet ihr aber mehrere davon einpacken denn verlasst ihr einen Bildschirm, sind Türen und Durchgänge plötzlich wieder zu. So müsst ihr erneut die entsprechenden Items verwenden, um diese zu öffnen. Verbraucht ihr aber diese Items, kann es auch passieren, dass ihr euch unwiderruflich einsperrt und das Spiel neu starten müsst. Wer jetzt plant sein Inventar einfach mit Schlüsseln und Spitzhacken zu füllen hat auch kein Glück, denn dann bleibt kaum mehr Platz für wichtige Heilitems und dergleichen. In einem Remake hätte man hier gerne vom Original abweichen dürfen.

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Das Menü ist wirklich nervig auch die drei Shortcuts sind nicht genug.

 

Knuddelig und bunt

Das grafische Update hat dem Titel zwar neues Leben eingehaucht, im Kontext der Plattform hätte man aber sicher etwas mehr machen können. Nichtsdestotrotz sind die Charaktere knuddelig designt und erinnern etwas an die Chibis aus dem kommenden World of Final Fantasy. Die Musik klingt vertraut, kann aber mit Kompositionen aus den späteren Final Fantasy Spielen nicht mithalten. Eine Vertonung gibt es selbstverständlich nicht und auch die generellen Soundeffekte reißen einen nicht vom Hocker. Für eine locker leichte Stimmung ist aber gesorgt.

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Es wäre durchaus etwas mehr drin gewesen bei der Optik.

 

Fazit:

Als großer Fan, der Final Fantasy Reihe und Hardcore Vita Fan bin, ich erst mal froh, dass dieses Remake existiert. Warum Remake in diesem Fall aber bedeuten muss, dass man alle Schwächen des Originals unverändert übernimmt, verstehe ich nicht. Wer das Original kennt, wird alle Schwächen des Titels wiederfinden. Das Menü ist nervig, es ist noch immer möglich sich unwiderruflich einzuschließen und der Speicher beeinflusst das Spawning der Feinde. Warum Square? Adventures of Mana ist ein Klassiker und immer noch spaßig zu spielen und die Story ist auch intakt. Wenn man aber schon ein Remake macht, sollte man auch mehr als nur die Optik überarbeiten. Für den günstigen Preis ist das Remake aber dennoch empfehlenswert, insbesondere für alle, die es damals verpasst haben.

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Geschrieben von Marco Schmandt
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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