A. W. Phoenix Festa – Test zum Dating Action-RPG

Dating Sims, Visual Novels haben auf der Vita ein ständiges Heim gefunden und sind zum überwiegenden Teil auch sehr willkommen. Nun bekommt The Asterisk War ein eigenes Spiel. Ich hab mir den Alltag an der Seidoukan Academy mal angeschaut und verrate euch jetzt, ob ihr auch an der Phoenix Feste teilnehmen solltet.

 

Uninspirierte Welt

In A. W. Phoenix Festa schlüpft ihr in die Haut von einem der zwei Protagonisten. Ayato Amagiri ist dabei in der Geschichte verwurzelt, während der zweite Charakter ein von euch zu erstellender Schüler ist. Das Prinzip ist einfach erklärt. Ihr kommt an eine Schule, in der sich superstarke Studenten darauf vorbereiten in einem Turnier gegenseitig in Zweierteams auf den Deckel zu geben. Im Fokus steht dabei aber die Zuneigung einer der vier Damen zu gewinnen, damit diese bereitwillig an eurer Seite kämpfen möchte. Zur Wahl stehen die etwas mürrische Julis-Alexia von Riessfelt, die schüchterne Kirin, eure Jugendfreundin Saya und die Schülerrätin Claudia. Praktischerweise seid ihr offenbar, egal in welcher der beiden Rollen ihr spielt, einfach unwiderstehlich, sodass alle vier schon ein wenig für schwärmen. Ziel ist es also eine Auserwählte mit Dates und Geschenken für euch zu gewinnen, kräftig zu trainieren und am Ende die Phoenix Festa zu gewinnen. Leider ist ein Sieg auch nicht viel interessanter als eine Niederlage. All die Dates und Geschenke und trotzdem seid ihr am Ende wieder bei einer freundschaftlichen Umarmung angelangt, mit der es dann meistens endet.

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Die Phoenix Festa gilt es zu gewinnen und das geht nur im Team.

 

Wiederholung

Das eben genannte Spielprinzip endet mit verschieden Enden für jede der Damen. Dabei solltet ihr pro Durchgang zwischen drei bis fünf Stunden veranschlagen. Ihr solltet aber einplanen, dass ihr nicht beim ersten Mal erfolgreich die Festa abschließen werdet. Während ihr aber trainiert sammelt ihr Skills mit denen ihn im Verlauf schneller auflevelt und so auch schneller stärker werdet. Zusätzlich könnt ihr zwischen verschiedenen Waffengattungen wählen wie Degen, Schwerter, Gewehre, Speere und einiges mehr. Diese könnt ihr jeweils in zwei Stufen aufwerten, benötigt jedoch Manadite welches ihr hin und wieder für das Bestehen von kleinen Aufgaben oder Kämpfen erhaltet. Im Shop könnt ihr Geschenke für eure Auserwählte kaufen oder Jobs annehmen, um an Geld zu kommen. Über euren Stundenplan könnt ihr neben Rangkämpfen gegen andere Schüler auch Dates planen. Die wichtigste Funktion ist aber das Training. Leider fällt diese Funktion auch sehr ereignislos aus. Im Menü habt ihr die Wahl, welchen der sechs Statuswerte ihr aufleveln wollt. Habt ihr einen gewählt, gibt es eine kleine Charakteranimation zu sehen und das war es dann. Ein paar Punkte werden zu den bisherigen hinzugefügt und es kann weitergehen. Die Kämpfe fallen leider auch nicht wirklich spannender aus. Euer Zweierteam tritt gegen ein weiteres an. Die Kämpfe können dabei auf zwei Arten enden. Sollten die Energiebalken geleert werden, ist das eine Möglichkeit. Für die andere müsst ihr erfolgreiche Konter ausführen. Schafft ihr das, beschädigt ihr damit den Talisman (stachelige lila Kugel). Mit zunehmendem Schaden beginnt dieser zu zerbrechen und ist er dann komplett zerbrochen, ist es ebenfalls dabei. Das gilt, auch wenn der Talisman eures Partners noch intakt ist. Scheitert ihr in der Festa, endet das Spiel und ihr könnt den Charakter für den Battle Mode speichern und beginnt dann wieder von vorn. Man beraubt euch dazu eurer erreichten Statuswerte, einzig die Skills, die euch schneller leveln lassen bleiben erhalten. Dadurch wiederholen sich nur der ganze Prozess aus Leveln und Daten, leider aber auch die exakten Gespräche. Die Zeit, die ihr aber in die Beziehung zu eurer Partnerin investiert lohnt, sich sowieso nicht, denn am Ende für selbst die stärkste Bindung nur zu einer schwachen Umarmung.

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Training ist wichtig sonst scheidet ihr schnell aus im Wettkampf.

 

Genauso unspektakulär wie das Gameplay

So unspektakulär wie das Gameplay präsentiert sich leider auch die optische Leistung. Wiederum sind es die gezeichneten und animierten Bilder der Charaktere, die gut aussehen. Die 3D Modelle in den Kämpfen sehen zwar ordentlich aus, wie auch die Effekte, reißen aber niemanden und vor allem nicht mich vom Hocker. Die Vita ist zu weit mehr fähig. Etwas zur Musik zu sagen ist überraschend schwer, denn diese wird auch nach Stunden nicht den kleinsten Eindruck bei euch hinterlassen.

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Das Menü bietet einen Blick auf alle eure Möglichkeiten.

 

Fazit:

Dating Spiele und Visual Novels sind auf der Vita ja recht zahlreich vertreten. In den meisten Fällen beschränken sich die einzelnen Titel aber auch auf den Hauptaspekt des Genres. A. W. Phoenix Festa erweitert den Dating Sim Anteil um Action RPG Elemente und macht das an sich auch ganz ok. Leider haben die Entwickler es nicht geschafft, beide Teile mit ausreichend Inhalt zu füllen. Der Dating Bereich leidet unter zu viel Wiederholung und der Action RPG Anteil ist extrem flach geraten. Bei den Dates ist es vor allem demotivierend, dass ihr immer wieder die gleichen Dialoge zu sehen bekommt und euer Erfolg bei den Datingversuchen eher zufällig zu sein scheint. Insgesamt kann Phoenix Festa aber dennoch ein für etwas Unterhaltung sorgen. Fans der Vorlage werden aber definitiv mehr Spaß daran haben als Spieler ohne Vorwissen.

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Geschrieben von Marco Schmandt
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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