Those Who Remain – Der Horror-Thriller im Test

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Those Who Remain (Playstation 4) [ ]
  • Your decisions and choices will determine the fate of Edward
  • Choose to help or leave any surviving citizens of Dormont
  • Navigate and survive the encroaching darkness

Releasedatum: 28. Mai 2020

Genre: Horror

USK: ab 16 Jahren freigegeben

Publisher: WIRED Productions

Plattformen: Xbox One, PC, PlayStation 4, Nintendo Switch

Those Who Remain wurde vom Entwicklerteam Camel 101 entwickelt und fällt in die Kategorie Indie-Horror-Thriller. Düstere Stimmung, skurrile Kreaturen und ein dunkles Geheimnis warten auf euch. Ob der Titel was draufhat, erfahrt ihr bei uns im Test!

 

Gebt der Story Zeit!

Da es ein Horror-Spiel ist, möchte ich die Story nur anreißen, um nichts vorwegzunehmen. Alles begann in der Nacht, in der Edward auf dem Weg zum Golden Oak Motel war, um dort mit seiner Affäre Schluss zu machen. Als er dort ankam, war niemand vor Ort, auch von seiner Affäre war keine Spur. Er fand nur einen Zettel auf dem Bett, der ihn in die Stadt Dormont schickte. Zudem kam eine Stimme aus dem Nichts, die ihm sagte, er solle sich im Licht aufhalten, denn in den Schatten lauert der Tod. Und hier beginnt nun Edwards Geschichte. Edward findet im Laufe der Story heraus, dass die Stadt ein dunkles Geheimnis hat, welches er zu ergründen versucht. Dabei braucht die Story eine gewisse Zeit, um wirklich Fahrt aufzunehmen. Besonders am Anfang war ich etwas unterwältigt, da man öfter aus der Atmosphäre gerissen wird und teilweise sinnfreie Dinge erlebt. Jedoch hat mich das Spiel, im Laufe der Zeit, überzeugen können.

 

Du bist der Richter!

Im Laufe des Spiels werdet ihr vor Entscheidungen gestellt, die nicht unbedingt bequem sind. Dabei entscheidet ihr, wem Gnade gewährt wird und wem nicht vergeben werden kann. Dabei müsst ihr Schriftstücke finden, die die Story der Verurteilten erzählt, um am Ende eine Meinung zu bilden. Ein einfaches richtig oder falsch gibt es dabei nicht, wodurch ihr euch genau in die Lage der Menschen versetzen müsst. Dabei hilft es, sich die Dokumente genau anzuschauen und nicht zu überfliegen, damit man mit einem guten Gewissen eine Entscheidung treffen kann. Diese Mechanik hat mir sehr gut gefallen, da sie einen zum Denken anregt und zum anderen die Story spannend gestaltet. Man möchte immer den nächsten Verurteilten finden, um ihm ein gerechtes Urteil zu verpassen.

 

Geh nicht ins Licht, oder doch?

Während des ganzen Spiels müsst ihr euch im Licht aufhalten, denn in der Dunkelheit lauern Schattengestalten, die euch an den Kragen wollen. So müsst ihr sehr oft einen Weg finden, um die Gestalten zu umgehen oder das Licht einzuschalten. Mal reicht aus, einen Lichtschalter zu betätigen oder eine Sicherung für den Generator zu finden, aber manchmal ist das nicht genug. Durch bestimmte Türen gelangt ihr in eine Art parallel Welt, in der ihr Aufgaben lösen müsst, um voranzukommen. Als Beispiel müsst ihr die Scheinwerfer eines Autos einschalten, ihr kommt aber nicht an das Fahrzeug heran, da es von irgendetwas umgeben ist. In der parallelen Welt seht ihr dann, dass das Auto von Sträuchern bewachsen ist. In der Gegend findet ihr Unkrautspray, um die Sträucher zu entfernen. Nun könnt ihr in der realen Welt die Tür des Autos öffnen und die Scheinwerfer einschalten. Aber auch kleinere Rätselaufgaben stellen sich euch in den Weg, die ab und an leider nach dem „Trial and Error“-Prinzip funktionieren. Um das Rätsel zu lösen, muss wild rumprobiert werden, ohne einen Hinweis auf die Lösung zu bekommen.

 

Wesen wie auf einem Drogentrip!

Gut gelungen ist das Gegnerdesign, zumal es sehr abstrakt wirkt und auch etwas willkürlich. Nackte Menschenkörper mit entstellten Gliedmaßen und Scheinwerfern als Gesichter/Münder, wollen euch Tod sehen. Auch schleimige Riesen und Flugmonster finden sich in der parallelen Welt wieder, die direkt aus einem Lovecraft Roman stammen könnten. All diese Wesen können nicht besiegt werden, da hilft also nur verstecken und einen Weg um sie herum finden. Dabei sind die Abschnitte teilweise hektisch und setzen euch unter Druck, und erwarten einen kühlen Kopf von euch. Vorsicht ist hier sehr wichtig, denn die Rücksetzpunkte sind wirklich schlecht gesetzt. Niemand hat Lust, den ganzen Abschnitt noch mal zu machen. Damit kommen wir nun zur technischen Seite.

 

Leider viele technische Fehler zu finden…

Ein Horror-Spiel lebt von der Atmosphäre, die das ganze Spiel aufrecht halten sollte. Hier hat das Spiel leider ein großes Problem, denn durch Ladescreens, die die Abschnitte trennen, wird man komplett rausgerissen. Und die Rücksetzpunkte sind wie schon erwähnt, sehr unfair gesetzt. Teilweise muss man sich ganze Dialoge wieder anhören oder wird wieder an den Anfang des Gebietes zurückgesetzt. Gegenstände müssen neu aufgesammelt werden und Rätsel von vorne begonnen, selbst wenn man kurz vorm Ende des Abschnitts ist. Wenn man rennt, kommt das Spiel nicht hinterher, und man läuft so ab und an in den Tod hinein. Auch die menschlichen Charaktere könnten etwas Politur vertragen, denn die Gesichter sind starr und sehen schrecklich aus. Bei der Sprachausgabe bin ich hin und her gerissen. Das gesamte Spiel ist auf Deutsch vertont, was erst mal ein Pluspunkt ist. Der Protagonist hingegen, hat seine Rolle nicht ganz verstanden. Alle seine Sätze spricht er zu cool und mysteriös aus, wodurch es nicht immer in das Geschehen passt. Von einem kleinen Entwicklerteam darf man nicht zu viel erwarten und muss Abstriche mit einkalkulieren, jedoch muss das Gesamtkonzept weiterhin funktionieren.

Those Who Remain (Playstation 4) [ ]
  • Your decisions and choices will determine the fate of Edward
  • Choose to help or leave any surviving citizens of Dormont
  • Navigate and survive the encroaching darkness

Positiv:

Die Story macht neugierig auf mehr
Das Entscheidungssystem fügt sich gut in das Spiel ein
Gegner sind toll gestaltet
Es gibt viele verschiedene Rätsel, die für Abwechslung sorgen

Negativ:

Menschliche Charaktere nicht gut aus modelliert
Trial and Error machen Rätsel willkürlich
Ladescreens zerstören die Atmosphäre
Rücksetzpunkte wurde unfair verteilt
Hauptsprecher zu "cool" und mysteriös in den Dialogen
  • Those Who Remain
    “Those Who Remain hat mich Story technisch überzeugt, jedoch bei der technischen Umsetzung verloren. Die Rätsel wechseln sich ab und sind meistens fair gestellt, nur selten gibt es ein Paar Ausreißer. Die Entscheidungen und das Spiel mit der Dunkelheit sind gut eingebunden und glaubhaft umgesetzt worden. Dafür gibt es bei der Technik viel Nachholbedarf. Die Ladefenster, Rücksetzpunkte und Gesichter der Charaktere, zerstören die Atmosphäre und damit ein eigentlich gutes Spiel. Hier würde ich mir noch ein paar Patches wünschen. Vielleicht hätte man den Release auch verschieben können. Durch die Pandemie wäre der eine Titel mehr oder weniger nicht aufgefallen. Für unter 20 € kann man sich das Spiel dennoch gönnen und hat sicherlich Spaß, wenn man über die technischen Fehler hinwegsehen kann.”
    Tim Makowski, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Wer auf kleine Horror-Perlen steht, wird seinen Spaß haben, alle anderen bleiben bei Resident Evil und dergleichen.

Tim Makowski
Written by
Glaubt an das Herz der Karten.

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