Phoenix Wright: Ace Attorney – Dual Destinies – Review im Gerichtssaal

 

Einspruch! Jeder der diesen Satz schon einmal in einer Gerichtsshow im Fernsehen gesehen hat, wollte diesen Aufruf einmal dem Richter zurufen. Mit Phoenix Wright: Ace Attorney – Dual Destinies habt ihr nun die Chance dazu. Ob das Anwaltsspiel verurteilt wird oder ob wir dagegen Einspruch erheben könnt ihr nun in unserem Test lesen.

 

Bis der Hammer fällt

Phoenix Wright ist nach seinem letzten Auftritt im Jahre 2010 endlich zurück und startet nun mit seiner eigenen Anwaltskanzlei Namens Wright Anything Agency voll durch. Mit dabei sind der aus den Vorgängern bekannte Apollo Justice und die neu hinzugekommene Athena Cykes die mit psychoanalytischen Fähigkeiten ausgestattet ist. Da unser Staranwalt mit der stacheligen Igelfrisur eine längere Auszeit genommen hat, steht er nun wieder wie ein blutiger Anfänger mit Lampenfieber im Gerichtssaal und ist total verunsichert. Aber dank einer kurzen Einweisung, kann es dann in altbewährter Manier losgehen mit der Verteidigung unserer Klienten. Phoenix Wright handelt dabei die Story in fünf spannenden Einzelfällen ab, die durch ein großes Geheimnis miteinander verbunden sind, jedoch wollen wir hier nicht weiter auf die Story eingehen, denn wir möchten euch den Spaß an den Kriminalfällen nicht nehmen.

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Neuling Athena ist keineswegs auf den Kopf gefallen

 

Meineid ist strafbar

Hatten gerade die ersten Teile der Ace Attorney-Reihe auf dem Nintendo DS mit Technikschwächen zu kämpfen – sie waren auch nur ein Game Boy Advance Port – macht Dual Destinies bei Ace Attorney einen riesen Fortschritt. Dieser Teil ist definitiv das grafisch beste Spiel der Serie. Zum ersten Mal sind alle Charaktere im Gerichtssaal komplett in 3D dargestellt und sehen dadurch extrem lebhaft aus. Gerade die Mimik und Gestik lässt sich so gut erkennen und erzeugen das Gefühl, als säße man selber auf der Anklagebank. Außerhalb des Gerichtssaals trumpft das Spiel mit genialen 3D-Effekten auf. Gerade die Tatorte sind sehr detailliert in Szene gesetzt und wirken extrem real. Doch das ist noch nicht alles, die Zwischensequenzen sind eine Art Anime und sehen absolut fantastisch aus.

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Der mächtigste Zeigefinger der Welt!

 

Ich bin Unschuldig

Wer die Vorgänger gespielt hat, wird sich sofort zurechtfinden. Serientypisch steuern wir alles mit dem Stylus, indem wir uns durch die Aussagen unserer Zeugen klicken. Fallen uns Unstimmigkeiten auf, präsentieren wir das Beweisstück indem wir klassisch OBJECTION in das Mikrofon des 3DS brüllen. Außerdem ist auch das klassische TAKE THAT wieder dabei um einen Zeugen unter Druck zu setzen. Die gesammelten Beweise können wir jederzeit einsehen und wie in einem Tagebuch anschauen. An den Tatorten wird Phoenix Wright zu einem klassischen Point´n Click Adventure. So klicken wir einfach auf einen Beweis, um uns diesen genauer anzusehen oder aufzusammeln. Erstmals in der Serie lassen sich die Tatorte in 360° Grad ansehen, was das suchen nach Beweisen um einiges erleichtert. Zurück im Gerichtssaal hören wir uns die Zeugenaussagen wieder an und können nun dank der von uns gesammelten Beweise die Lügengeschichten der Zeugen aufdecken.

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Der Richter braucht keine Perücke, die Frisur hängt unten im Gesicht

 

Sie haben das Recht zu schweigen

Auch beim Sound macht das Anwaltsspiel keine halben Sachen. Stets hören wir immer wieder gute Melodien die echte Ohrwurm-Qualitäten haben. Auch klassische Themen wurden wieder verwendet und gerade Serienkenner werden sich darüber freuen. Gerade im Gerichtssaal erzeugt die Hintergrundmusik eine grandiose Stimmung. So ändert sich diese je nach Situation und wechselt von ruhiger Musik, bis hin zu dramatischen Klängen. Bombastisch gut gelungen ist auch die Synchronisation in den Zwischensequenzen. Die englischen Sprecher haben hier eine Meisterleistung abgeliefert. Wenn wir schon bei englischen Sprechern sind, das ganze Spiel ist nur in Englisch spielbar. Habt ihr allerdings in der Schule gut aufgepasst, sollte dies kaum ein Problem darstellen. Leider sind die Bildschirmtexte im Spiel nicht ganz fehlerfrei, und so kann jemand der keinen Doktortitel in englischer Linguistik hat Probleme bekommen. Hier hätte Capcom nachbessern müssen und mehr Korrektur lesen sollen.

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Alte Bekannte wie Pearl treffen wir häufiger

 

Fazit:

Phoenix Wright hat mich sofort in seinen Bann gezogen, denn die geniale Story überzeugt voll und ganz. Capcom hat es wieder einmal geschafft, mir das Gefühl zu vermitteln, als wäre ich der Anwalt im Gerichtssaal und würde die Falschaussagen aufdecken. Lediglich der fehlende deutsche Bildschirmtext kann störend sein. Jedoch sollte sich jeder diesen Titel einmal anschauen.

 

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Geschrieben von Thomas Solzic
Immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen.

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