Xenoblade Chronicles 3

Test zum umfangreichen Rollenspielabenteuer

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Releasedatum: 29. Juli 2022

Genre: Action-Rollenspiel

USK: Ab 12 Jahren freigegeben 

Publisher: Nintendo 

Plattformen: Nintendo Switch

Für viele Spielerinnen und Spieler gleichen die Sommermonate einer Durststrecke, was Games angeht. Oftmals erscheinen die lang ersehnten Triple A-Titel erst, wenn das Wetter wieder schlechter und die Tage wieder kürzer werden. In diesem Sommer dürfte allerdings besonders für Rollenspielfans mit Xenoblade Chronicles 3 ein helles Licht am Ende des Tunnels erscheinen. Der dritte Teil der Japano-Rollenspielreihe wurde im Februar dieses Jahres angekündigt und erschien zur Freude vieler Fans bereits am 29. Juli anstatt, wie zunächst geplant, im September. Wir haben Xenoblade Chronicles 3 genauer unter die Lupe genommen und verraten euch, ob das Rollenspiel den hohen Erwartungen gerecht werden konnte oder wir die Konsole in den Sommermonaten getrost links liegen lassen können.

 

Willkommen in Aionios

Kämpfe, um zu leben, und lebe, um zu kämpfen. Das ist das Schicksal für zahlreiche Soldatinnen und Soldaten in der Welt von Aionios. Die Kolonien der Völker Keves und Agnus befinden sich in einem ewig andauernden Krieg. Das Leben vieler ist von Zerstörung und Tod gezeichnet, nur mit dem Ziel, die Lebensenergie des Feindes zu absorbieren. Mit dieser Energie ernähren die Rekruten die sogenannte Flammenuhr, eine mysteriöse Macht, die die Menschen des eigenen Volkes am Leben hält. Den Soldatinnen und Soldaten bleiben insgesamt zehn Jahre, um der Flammenuhr zu dienen und sie mit so viel Energie wie möglich zu versorgen. Für diejenigen, die die zehn Jahre auf dem Schlachtfeld überleben, endet das Leben bei der Heimkehr-Zeremonie. Dort werden sie ins Jenseits entlassen und ihr Kampf ist zu Ende.

Zu Beginn unserer Reise lernen wir Noah, Eunie und Lanz kennen, die für Keves in den Krieg ziehen. Während Noah ein begnadeter Schwertkämpfer ist, hat sich Eunie darauf spezialisiert, verwundete Kameraden zu heilen. Lanz hingegen bildet als Abwehrspezialist ein hervorragendes Schutzschild für seine Mitstreiter. Die drei Freunde bilden seit Beginn ihrer Ausbildung ein starkes Team. Obwohl vor allem Noah vom Krieg nicht besonders angetan zu sein scheint, verfolgen die drei die Befehle ihres Kommandanten und ziehen von einer Schlacht zur nächsten.

Das ändert sich jedoch eines Tages, als die drei mit Mio, Taion und Sena einer Spezialeinheit aus Agnus begegnen. Obwohl sich die verfeindeten Einheiten zunächst gegenseitig bekämpfen, zwingt sie ein mächtiger gemeinsamer Feind dazu, ihre Kräfte zu vereinen. Nach dem Kampf wird ihnen bewusst, dass der wahre Feind im Hintergrund die Strippen zieht und ein ewig andauernder Krieg nicht zwangsläufig nötig sein muss. Mit der Hoffnung auf ein erfülltes und langes Leben schließen sich die einst verfeindeten Gruppen zusammen, um den Geheimnissen dieser Welt auf die Spur zu kommen.

Xenoblade Chronicles 3

Noah und Mio weisen gefallenen Soldaten den Weg ins Jenseits.


 

Simples Kampfsystem mit unendlichen Möglichkeiten

So viel zur Geschichte, kommen wir nun zum Gameplay. Denn auch da hat Xenoblade Chronicles 3 so einiges zu bieten. Wie bereits erwähnt durchstreift ihr als Sechsergruppe die verschiedensten Landschaften in Aionios. Immer mit der aktuellen Quest im Visier, stoßt ihr auf beeindruckende Monster, die euch das ein oder andere Mal zum Kampf herausfordern werden. Das Kampfsystem ist durchaus beeindruckend, denn obwohl es an sich recht simpel ist, bietet es schier unendliche Möglichkeiten.

Zunächst einmal steuert ihr einen der sechs zur Verfügung stehenden Charaktere. Die übrigen fünf werden automatisch gesteuert. Ihr könnt allerdings jederzeit zwischen den Charakteren hin- und herwechseln. Jeder Charakter greift den Gegner, den er anvisiert hat, automatisch an. Dafür müsst ihr nichts weiter tun, als nah genug an ihm dranzustehen. Zusätzlich verfügt jeder Charakter über eine Reihe von Spezialangriffen, von denen ihr vier auswählen und im Kampf einsetzen könnt. Diese haben beispielsweise heilende Effekte, fügen mehr Schaden zu, wenn sie den Gegner aus einer bestimmten Position heraus treffen oder errichten Schutzschilde. Die Abklingzeiten auf diesen Fähigkeiten sorgen dafür, dass ihr euch genau überlegen müsst, wann ihr welche Attacke einsetzen möchtet.

Damit wäre das allgemeine Kampfsystem auch schon zusammengefasst. Doch was macht die Kämpfe in Xenoblade Chronicles 3 so vielseitig, wenn das Grundprinzip so überschaubar ist? Ganz klar: Die Zusatzmechaniken! Und davon gibt es jede Menge. Unter anderem könnt während des Kampfes zwei eurer Kämpfer zu einem mächtigen Krieger namens Ouroboros fusionieren, um über einen bestimmten Zeitraum besonders starke Attacken auszuführen. Ihr könnt ebenfalls die Attacken eurer Kämpfer so timen, dass ihr Combos auslöst und dadurch den Gegner zum Beispiel ins Schwanken bringt oder ihn gar ohnmächtig werden lassen.

Im Laufe des Spiels lernt ihr außerdem die sogenannten Angriffsketten kennen, bei denen ihr eine Reihe an Angriffe auf den Gegner niederprasseln lasst, ohne dass dieser überhaupt zum Gegenschlag ansetzen kann. Doch damit nicht genug: Eure Charaktere können jederzeit zwischen den insgesamt 23 Klassen hin- und herwechseln, wodurch sich die Gruppendynamik sehr flexibel gestalten lässt. Außerdem beeinflussen unzählige Ausrüstungsgegenstände eure Statuswerte, Fähigkeiten und Effekte, wodurch einem reichlich Raum zum Experimentieren geboten wird. Wir halten fest: Das Kampfsystem in Xenoblade Chronicles 3 ist in seinen Grundzügen recht schnell zu durchschauen, wirkt durch seine unzähligen Zusatzmechaniken jedoch leicht überladen und unnötig kompliziert.

Die Landschaften von Aionios können umwerfend schön sein.


 

Eine Mischung aus Spiel und Film

Abgesehen vom Kämpfen besteht eure Hauptaufgabe darin, die Welt zu erkunden. In Nebenquests macht ihr Besorgungen für NPCs, sammelt seltene Items oder rettet verschollene Kameraden. Folgt ihr dem Questmarker der Hauptaufgabe, werdet ihr in regelmäßigen Abständen auf wirklich schön animierte Zwischensequenzen stoßen. Es gibt beinahe so viele Cutscenes, dass man stellenweise das Gefühl bekommt, einen Xenoblade-Film zu schauen. Versteht mich nicht falsch, die Zwischensequenzen lassen die Geschichte lebendig wirken, sind sehr gut synchronisiert und sehen fantastisch aus. Aber ich habe für meinen Geschmack den Controller das ein oder andere Mal zu oft aus der Hand gelegt.

Das Erkunden der fantastisch aussehenden Spielwelt, die wirklich Höchstleistung von der Nintendo Switch fordert, lohnt sich definitiv. Überall stößt man auf wertvolle Items, neue NPCs und herausfordernde Monsterkämpfe. Ich persönlich hätte mir jedoch eine Spielwelt im Stile von Breath of the Wild gewünscht, bei der wirklich jeder Winkel entdeckt werden kann. Die eher halboffene Welt von Xenoblade wirkt nämlich auf den ersten Blick größer, als sie in Wahrheit ist.

Abschließend gibt es noch gute Nachrichten für all diejenigen, die gar nicht genug von Xenoblade Chronicles 3 bekommen können. Denn für durchaus stolze 29,99 € gab es zum Release bereits den ersten DLC dazu. Dieser versorgt euch bis zum Ende von 2023 mit neuen Inhalten. Welche das sind, haben wir hier für euch zusammengefasst:

  • zum Release gibt es einige Verbrauchs-Items, Ausrüstung und Kleidungsstücke
  • bis zum 31.12.2022 werden weitere Missionen, Kampfprüfungen und eine neue Heldin hinzugefügt
  • bis zum 30.04.2023 kommen weitere Missionen, Kampfprüfungen und Outfits hinzu
  • bis zum 31.12.2023 wird eine komplette neue Handlung in das Spiel eingefügt

 

  • Xenoblade Chronicles 3 – Test zum umfangreichen Rollenspielabenteuer
    Fazit zu Xenoblade Chronicles 3

    Um auf die Frage vom Anfang zurück zu kommen: Ja, Xenoblade Chronicles 3 ist definitiv mein persönliches Sommerhighlight und hat mich vor einem spielefreien Sommer bewahrt. Die Geschichte ist von Sekunde eins an fesselnd und wird in fantastisch aussehenden Zwischensequenzen erzählt. Sowohl das Erkunden der Welt als auch das Kampfsystem haben mir sehr viel Freude bereitet, auch wenn beides nicht perfekt ist. Aionios wirkt auf den ersten Blick größer, als es eigentlich ist, da man in dieser halboffenen Spielwelt doch schneller auf die Grenzen stößt, als man es vielleicht erwartet. Das Kampfsystem wirkt durch seine unzähligen Mechaniken etwas überladen. Dadurch, dass alle Aktionen während eines Kampfes gleichzeitig passieren, kann man außerdem schnell mal den Überblick verlieren. Doch hat man den Bogen aber erst einmal raus, erfreut man sich an den schier unendlichen Möglichkeiten, die einem geboten werden. Alles in allem kann ich Xenoblade Chronicles 3 jedem Rollenspielfan ans Herz legen und auch interessierte Neueinsteiger*innen des Genres dürften mit dem umfangreichen JRPG eine Menge Spaß haben.

    Lukas Runde, Redakteur

Positiv:

Die Story ist fesselnd und wird unterhaltsam dargestellt
Die Zwischensequenzen sind fantastisch synchronisiert und sehen verblüffend gut aus
Das Spiel bietet jede Menge Inhalt und einen optionalen Erweiterungspass
Die Musik passt gerade in emotionalen Momenten besonders gut

Negativ:

Das Kampfsystem wirkt etwas überladen
Die Grafik bringt die Nintendo Switch an ihre Grenzen
Unzählige Tutorials

Ab in die Sammlung?

Rollenspielfans und Liebhaber der ersten beiden Teile dürfen Xenoblade Chronicles 3 nicht verpassen.

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Redaktionsteam-Lukas-Runde-Foto-2021
Geschrieben von Lukas Runde
Egal ob Mario oder Donkey Kong - Hauptsache Hyrule!

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