Top of the Decks – Die besten Hearthstone Decks für den Januar 2020

Herzlich Willkommen zur fünften Ausgabe “Top of the Decks – Die besten Hearthstone Decks”! In diesem umfangreichen Format möchten wir von NAT-Games die Hearthstone Puristen unter euch ansprechen und mit aktuellen Informationen rund um die Meta von Blizzards Sammelkartenspiel versorgen. Generell erwartet euch im Folgenden ein monatliches Update zur Meta-Landschaft im Standard Format, gefolgt von jeweils zwei kompetitiven Decklisten für jede der neun Klassen. Wir versuchen dabei jeden Monat einen guten Mix aus den besten und unterhaltsamsten Decks für euch herauszusuchen. Dafür machen wir uns zum einen die Daten von HSReplay zunutze, zum anderen durchforsten wir die Hearthstone Community auf der Suche nach Geheimtipps.

 

Eine ruhelose Meta

Eine neue Erweiterung, zwei Balance-Updates und 35 neue Karten, die kurz vor der Veröffentlichung stehen. Das Entwicklerteam von Team 5 feuert gerade aus allen Rohren und hat es geschafft, die Meta-Landschaft von Hearthstone innerhalb eines Monats dreimal umzukrempeln. Und während sich die Community noch uneins darüber ist, was sie von diesem neuen Tempo zu halten hat, stehen mit “Galakronds Erwachen” bereits 35 neue Karten in den Startlöchern. Ab dem 21. Januar werden diese nach und nach in das Spielgeschehen eingepflegt und höchstwahrscheinlich auch diese Meta durcheinander wirbeln. Nichtsdestotrotz lohnt es sich, die aktuelle Meta genauer unter die Lupe zu nehmen. Schließlich bedeuten 35 neue Karten nicht unbedingt das Ende aller bestehenden Archetypen. Es ist eher zu erwarten, dass sich die Newcomer in bestehende Archetypen eingliedern werden, ohne diese von Grund auf neu zu erfinden. Schauen wir also, was sich seit Dezember auf der Hearthstone-Ladder getan hat. Bevor wir allerdings mit dem gewohnten Programm loslegen, möchte ich auf unsere neue Tier-Liste eingehen, die ihr erstmals in unserem Top of the Decks-Format finden könnt. Mit ihr möchten wir euch die Kräfteverhältnisse der einzelnen Decklisten anschaulicher präsentieren. Unter den “Best-Decks” findet ihr die Crème de la Crème der aktuellen Meta in hierarchischer Reihenfolge. Bei den “Great-Decks” handelt es sich um all jene Decks, die zwar insgesamt schlechter abschneiden, aber immer noch das Potential besitzen, euch durch die Ränge zu begleiten. “Off-Meta Decks” stellen die vermeintlich schlechtesten Decks der Meta-Landschaft dar, auch wenn sie in speziellen Begegnungen überzeugen können.

 

Valeera setzt sich die Krone auf

Die Meta-Landschaft von Hearthstone scheint sich nach den jüngsten Balance-Veränderungen stabilisiert und mit der Schurken-Klasse einen neuen Dominus gefunden zu haben. Der Galakrond-Archetyp der Klasse verbreitete sich in den ersten Tagen nach dem Patch wie ein Lauffeuer und beherrscht mittlerweile einen Großteil der Ladder. Dabei nimmt die Anzahl an Schurken-Decks stetig zu, je weiter ihr in den Rängen aufsteigt – im Reich der Legenden stellt die Schurken-Klasse fast 40 % aller Decks! Das mag bei recht durchschnittlichen Gewinnraten irritieren, denn laut HSReplay schafft es das Deck gerade mal auf 52,2 %. Im Anbetracht des hohen Schwierigkeitsgrades des Galakrond-Schurken ergeben die Zahlen jedoch Sinn. Abseits der zahlreichen Galakrond-Varianten versucht sich eine wachsende Anzahl von Malygos-Schurken einen Platz in der Meta zu erkämpfen, wenn auch noch ohne durchschlagenden Erfolg.

Die Jäger-Klasse hat in der jungen Meta die besten Antworten gegen die Schurken-Flut gefunden und stellt mit dem Face- und Highlander-Jäger die nächstbesten Decklisten für die Ladder. Dabei befindet sich der Highlander-Jäger aktuell noch in der Optimierungsphase. Zahlreiche Builds nehmen mittlerweile Abstand vom Zul’jin-Paket und setzen ihren Fokus stattdessen auf Eifer- und Drachen-Karten wie Herabstoßender Greif und Urzeitlicher Forscher. Die Geheimnis-Karten scheinen jedoch den meisten Builds erhalten zu bleiben. Insgesamt kann sich der Highlander-Jäger aufgrund seiner bestehenden Einsteigerfreundlichkeit und den ausgewogenen Match-Ups unserer Meinung nach als bestes Deck für den Otto Normal-Hearthstoner durchsetzen.

 

Bäume, Piraten und Drachen

Malfurions Klasse konnte ebenfalls vom Meta-Umschwung profitieren und hat mit dem altbekannten Token-Druiden ein vielversprechendes Deck parat. Besonders auf den unteren Rängen weiß der aggressive Archetyp mit seinen flexiblen Treant-Karten zu überzeugen. Erst ab dem 4. Rang wird es für Token-Druiden schwerer und sie muss sich häufig gegenüber den Ü.B.E.L.-Klassen mit ihren Galakrond-Decks geschlagen geben. Interessanterweise scheinen die Balance-Veränderungen neues Interesse für den Quest-Druiden geweckt zu haben. Mit einigen frischen Karten wie Traumatem und Ysera, die Entfesselte hatten Teile der Community versucht, dem vergessenen Archetypen neues Leben einzuhauchen. Abseits einer passablen Gewinnrate gegen Galakrond-Schurken und einer guten gegen Face-Jäger hat das Deck jedoch nur wenig zu bieten und bleibt somit eines der schlechteren Decks der aktuellen Meta.

Mit Ankarrr und dem Herold der Verwüstung wurden nicht nur zwei Karten, sondern auch zwei Archetypen der Krieger-Klasse generft. Dementsprechend ist die Spielrate der zwei prominentesten Krieger-Decklisten deutlich zurückgegangen. Besonders die Galakrond-Varianten sind nach ihrer kurzen Herrschaft über die Meta seltener geworden, auch wenn sie sich relativ schnell anpassen und einen komfortablen Platz in der Meta zurückerobern konnten. Die Zukunft des Galakrond-Kriegers liegt in seinem Match-Up gegen Galakrond-Schurke. Sollten neue Varianten ihre Gewinnrate in dieser Begegnung verbessern, könnte der Drachen-Archetyp von Garrosh wieder ganz oben mitspielen. Deutlich besser schneidet währenddessen der Piraten-Krieger ab, der sich trotz des Nerfs an Ankarrr nicht verändern musste und somit den Vorteil einer optimierten Deckliste behält. Sobald jedoch die Konkurrenz zur Hochform aufläuft, könnte den Piraten der Wind aus den Segeln genommen werden.

 

Gul’dan ohne Zoo, Jaina ohne Plan

Der Nerf am Teuflischen Ritual hatte Historisches zur Folge: Gul’dan kehrte seinem Evergreen Zoo-Hexenmeister den Rücken zu!  Dank des unberührten Hand-Hexenmeisters und einer neuen Kontroll-Variante kann die Klasse der Hexenmeister aber trotzdem an der Spitze mitmischen. Die Hand-Deckliste hat sich dafür umstrukturiert und wählt anstelle eines kontrollierenden Ansatzes einen aggressiven Ansatz. Mit Hilfe eines Lakaien-Pakets rund um den Dunklen Pharaoh Tekahn versucht der Hand-Hexenmeister, das Spiel weitaus aktiver für sich zu entscheiden und den Gegner mit überdimensionierten Lakaien auszuschalten. Was der Hand-Hexenmeister an Kontrolle verloren hatte, konnte in einer Neuinterpretation des Kontroll-Hexenmeisters vielversprechend aufgegriffen werden. Mit einer der besten Gewinnraten gegenüber Galakrond-Schurke und einem grundsoliden Abschneiden im Vergleich zur verbleibenden Konkurrenz konnte sich der Kontroll-Hexenmeister als eines der vielversprechendsten Decks der aktuellen Hearthstone-Meta hervortun.

Der Magier-Klasse fällt derweil weiterhin nichts ein, um eine signifikante Rolle in der Meta zu spielen. Highlander-Magier bleibt das einzige Deck von Jaina, allerdings versagt dieser Archetyp auch nach zwei Balance-Veränderungen auf ganzer Linie. Magier-Enthusiasten hatten mit zahllosen Deck-Listen einen Weg aus der Belanglosigkeit für ihre Klasse gesucht, jedoch ohne nennenswerten Erfolg. So verbleibt die Magier-Klasse am unteren Ende der Nahrungskette. Ob Der unglaubliche Reno daran etwas ändern kann, bleibt abzuwarten.

 

One Trick Pony’s

Anduin hat im Verlauf der beiden Balance-Veränderungen keine neuen Archetypen etablieren können und ist aktuell einzig in Form des Auferstehungs-Priester anzutreffen. Ein Deck, welches zwar durchaus beliebt und erfolgreich zu sein scheint, aber im Kern nur durchschnittlich ist. Bis zum Legenden-Rang profitiert das Deck maßgeblich von der Unfähigkeit der gemeinen Kontrahenten, sich dem Match-Up anzupassen. Verweigert man dem Priester die Möglichkeit sich früh zu heilen oder auf aktive Züge zu reagieren, kann der Auferstehungs-Priester im Grunde bloß dabei zusehen, wie seine Ressourcen langsam zur Neige gehen. Aktuell hält sich der behäbige Archetyp hauptsächlich durch das ausgesprochen gute Match-Up gegen Face-Jäger über Wasser, die meisten anderen Gegner sind theoretisch in der Lage es auszumanövrieren. Ein Großteil der Hearthstone-Community scheint vergessen zu haben, dass es den Archetypen des Kombo-Priester überhaupt noch gibt und dieser sogar passable Gewinnraten gegenüber Schurken und Kriegern aufweisen kann. Sollte diese Deck-Liste wieder etwas an Aufmerksamkeit gewinnen, hätte Antun eventuell noch ein Ass im Ärmel.

Auch die Paladin-Klasse kann sich aktuell mit nur einem Deck auf der Ladder behaupten, dem Mech-Paladin. Die Experimente rund um das Pure-Konzept sind allesamt fehlgeschlagen und auch sonst sieht es für Uther düster aus. Apropos düster, den Heiligen-Zorn-Paladin kann ich wirklich nur absoluten Masochisten ans Herz legen, da das Deck gemeinsam mit der Schamanen-Klasse in die Unspielbarkeit abgestürzt ist. Selbst der Mech-Archetyp scheint sich aktuell lediglich durch seine polierte Deck-Liste durchsetzen zu können, in einer gefestigten Meta wird es wahrscheinlich auch für Uthers letzte Hoffnung eng.

 

Zwei Kugeln waren zu viel

Die strahlende Zeit für die Schamanen-Klasse hat mit der zweiten Nerf-Welle ein jähes Ende gefunden. Ganze fünf elementare Karten des bis dahin stärksten Decks von Thrall, dem Galakrond-Schamanen, kamen im Laufe eines Monats unter den Nerf-Hammer. Verluste, die der junge Archetyp nicht ausgleichen konnte. Seither befinden sich die Schamanen im freien Fall. Galakrond-Schamane ist nur noch ein Schatten seiner selbst, da die alten Deck-Listen schlichtweg unbrauchbar geworden sind und Neuinterpretationen des Archetyps keine erfolgsversprechende Spielidee finden. Zum Zeitpunkt dieses Artikels sammeln die Fans von Thrall allerdings noch die Scherben ihrer gefallenen Decks auf, ob sich die Klasse in den kommenden Wochen noch einmal aufraffen kann, bleibt abzuwarten. Der Aggro-Schamane, den wir im Dezember noch als heißen Anwärter für eines der besten Decks bewerteten, ist größtenteils gescheitert. Nach dem jüngsten Patch findet sich auch dieser Archetyp auf der Werkbank wieder und versucht sich der neuen Umgebung anzupassen. Mit ca. 0,7% Beliebtheit gehört es jedoch zu einem der am seltensten gespielten Ladder-Decks, sodass die Hoffnung auf Innovation eher vergeblich sein dürfte. Somit scheint Thrall nach Monaten der Dominanz nur noch eine Nebenrolle im aktuellen Geschehen Hearthstones spielen zu können.

 

Top of the Decks: Die Klassen

 

Schamane

Nach Monaten der Dominanz ist die Schamanen-Klasse am Boden. Der Galakrond-Schamane hätte den ersten Nerf-Patch Ende Dezember höchstwahrscheinlich überstehen können, doch das jüngste Update hat das Deck auf die Bretter geschickt. Bislang ist der Community keine Möglichkeit eingefallen, die unbrauchbare Hülle des Archetypen zu innovieren, sodass Galakrond-Schamane aktuell eines der schlechtesten Decks für die Ladder darstellt. Einzig eine Quest-Variante des Decks scheint momentan mit Ach und Krach wettbewerbsfähig. Es bleibt abzuwarten, ob sich der Galakrond-Schamane noch einmal aufraffen kann, bislang sieht es allerdings nicht danach aus.

Quest-Galakrond-Schamane

Auch der zweite Schamanen-Archetyp kann sich in der neuen Meta-Landschaft kaum durchsetzten. Obwohl wir im vergangenen Monat sehr viel Potenzial im Aggro-Schamanen sahen, strafte uns die Realität Lügen. Die vermeintlich polierte Deck-Liste konnte in einer Umgebung der Schurken und Jäger nicht mithalten und bislang ist dem Deck noch nichts eingefallen um daran etwas zu ändern. Somit bleibt den Schamanen aktuell nichts anderes übrig, als vom Spielfeldrand aus zuzuschauen und darauf zu warten, dass “Galakronds-Erwachen” der Klasse neues Leben einhaucht.

Aggro-Schamane

 

Paladin

Ohne den Mech-Paladin könnte Uther der angeschlagenen Schamanen-Klasse wohl Gesellschaft leisten. Auch wenn es keine atemberaubenden Gewinnraten aufweisen kann, schlägt es sich wacker in einer Meta, die weitestgehend auf Schweigen-Karten verzichtet. Karten wie Himmelsgreifer oder Gobogleiter können schon früh Druck aufbauen, Beutelmech, Leuchtron und Mirkomumie stellen die magnetische Basis, um riesige Mechs zu basteln. Das große Manko des Archetypen ist aktuell, dass es Schwierigkeiten hat, ein verlorenes Spielfeld zurückzuerobern, denn der Mech-Paladin ist ein “faires” Aggro-Deck vergangener Zeiten. In einer Meta der Aggro-Decks mit unendlichen Ressourcen, wirkt Uthers Deck schon fast naiv. Somit ist intelligentes Ressourcen-Management eine Grundvoraussetzung, um mit dieser Deck-Liste bestehen zu können.

Mech-Paladin

Der Heilige-Zorn-Paladin ist währenddessen so gut wie unspielbar. Mit der Schamanen-Klasse sind die besten Match-Ups des Decks aus der Meta verschwunden und der Aufstieg der Schurken-Klasse hat das Schicksal des Kombo-Decks besiegelt. Dabei ist eine Karte der Schurken ganz besonders ausschlaggebend, Flik Luftdolch. Eine einzige Karte, die ein automatisches Game Over für den Heiliger-Zorn-Paladin zur Folge hat, eine einzige Karte, die sich in beinahe jedem Schurken-Deck wieder findet. Doch auch gegen die verbleibenden Kontrahenten hat der verstaubte Archetyp nicht sonderlich viel zu bieten, sodass er mit einer durchschnittlichen Gewinnrate von 46,21 % im Bodensatz der aktuellen Meta schwimmt.

Heiliger-Zorn-Paladin

 

 

Priester

Kurz nach dem Erscheinen der Erbe der Drachen-Erweiterung sah es ganz danach aus, als würde die Priester-Klasse abgeschlagen den letzten Platz der Nahrungskette belegen. Gestraft mit der schlechtesten Galakrond-Heldenkarte und ohne weitere neue Spielidee musste Anduin auf vergangene Archetypen zurückgreifen, um in der neuen Meta bestehen zu können. In einer überwiegend aggressiv geprägten Landschaft konnte sich insbesondere der Auferstehungs-Priester als gutes Konter-Deck hervortun und hat diese Qualitäten auch nach zwei Balance-Veränderungen nicht verloren. Dabei präsentiert es sich besonders auf den unteren Rängen der Meta als eines der stärksten Decks, da auf diesen Rängen die besonders schnellen und aggressiven Decks beliebter sind. Je weiter ihr jedoch auf der Leiter der Hearthstone-Ränge klettert, desto mehr verliert der kontrollierende Priester-Archetyp an Momentum. Insbesondere im Rang der Legende stellt der Auferstehungs-Priester maximal ein durchschnittliches Deck dar. Bis dahin raubt ihr allerdings den vielen Face-Jägern und unbedarften Schurken-Spielern der Meta-Landschaft den letzen Nerv.

Auferstehungs-Priester

Mit dem Kombo-Priester hat Anduin gleich noch sein zweites Steckenpferd vergangener Tage auf die Erbe der Drachen-Meta losgelassen und obwohl es sich keiner sonderlichen Beleibtheit erfreut ist, es eigentlich das bessere Deck. Insbesondere das großartige Match-Up gegenüber Galakrond-Schurken macht es zu einem kleinen Geheimtipp. Dabei hat es sich seit der Retter von Uldum-Erweiterung keine einzige neue Karte einverleibt. Ein Vorteil, da Kombo-Priester-Veteranen nicht umdenken müssen, ein Nachteil, da es so nicht sonderlich attraktiv erscheint. Nichtsdestotrotz könnt ihr mit der guten alten Kombination aus Inneres Feuer und Göttlicher Wille mehr Siege einfahren als ihr erwarten würdet.

Kombo-Priester

 

 

Schurke

Valeera hat sich als unangefochtener Gewinner der jüngsten Balance-Veränderungen hervorgetan und das obwohl der Archetyp des Todesröchel-Schurken dabei unter die Räder gekommen ist. Mit dem Galakrond-Schurken wurde der generfte Nekriumapotheker mitsamt seiner Todesröchel-Karten kurzerhand aus der Liste gestrichen und durch Galakrond-Synergien ersetzt. Eine Formel, die nicht nur den Archetypen retten konnte, sondern gleichzeitig eines der stärksten, wenn nicht sogar das stärkste Deck der aktuellen Meta hervorgebracht hat. Leeroy, Ausweiden, Lebenssauger und Co. geben dem Deck beachtlichen Schaden direkt von der Hand, während Galakrond, der Alptraum und Meisterdieb Togwaggle diese mit gratis Karten nachfüllen. In Kombination mit den enormen Ressourcen in Form der Lakaien und großartigen Kontroll-Werkzeugen wie Flik Luftdolch oder Kopfnuss hat sich der Archetyp zu einem unfairen Powerhouse entwickelt. Das einzige Manko der Deckliste ist die hohe Anforderung, die es an seinen Piloten stellt. So einfach das Deck im Stream bei den Profis zu sein scheint, so schwierig ist es in euren eigenen Händen. Vorausschauendes Spielen ist das A und O beim Galakrond-Schurken, die Möglichkeit das Spiel zu beenden muss schon mehrere Runden im Voraus erkannt und umgesetzt werden.

Galakrond-Schurke

Wenn ihr eure Gegner ein wenig an der Nase herumführen wollt, dann schaut euch doch einmal den Malygos-Schurken an. In einer Meta der Galakrond- und Highlander-Schurken rechnen die wenigsten mit einem Kombo-Deck, sodass ihr den ein oder anderen Widersacher auf dem falschen Fuß erwischen könnt. Natürlich schneidet es im Vergleich zu seinen großen Brüdern nicht annähernd so gut ab, aber als kleiner Off-Meta Spaß für zwischendurch eignet es sich perfekt.

Malygos-Schurke

 

 

Druiden

Wie erwartet konnte Malfurion von den zahlreichen Nerfs der unterschiedlichen Galakrond-Decks profitieren und mit dem Token-Druiden eines der besten Decks etablieren. Während der Archetyp zuvor insbesondere gegen die Galakrond-Heldenfähigkeit der Schamamen den Kürzeren zog, kann es sich in der Abwesenheit der erfolgsverwöhnten Klasse durchsetzen. Dabei macht sich das aggressive Deck die vielen Treant-Karten zu nutze, die es schon seit der Witchwood-Erweiterung hortet und die jetzt endlich zu zünden scheinen. Karten wie Aeronopik oder Goru der Baumstarke machen die Bäumchen-Armee wettkampffähig und erstaunlich flexibel in den verschiedenen Match-Ups. Goru sorgt zum Beispiel gegen Kontroll-Decks dafür, dass euch in den späteren Phasen einer Partie nicht die Luft ausgeht gegen Aggro-Decks schützt er als 5/10 Spott-Kreatur eure Lebenspunkte. So schafft es das Deck seinen Spielplan erstaunlich verlässlich umzusetzen: Das Board kontrollieren, mit Kreaturen fluten und den Gegner mit einem Wilden Brüllen auf die Bretter schicken.

Token-Druide

Doch Druiden tummeln sich momentan nicht nur in Form des Token-Druiden auf der Ladder, auch Quest-Druiden versuchen sich wieder einen Platz in der Meta zu erkämpfen. Insbesondere dank der vielen Face-Jäger konnte sich der Archetyp in den Tagen nach der Balance-Veränderungen eine formidable Gewinnrate aufbauen, auch wenn er in vielen anderen Match-Ups Probleme hatte. Eine Gewinnrate also, die über die Unzugänglichkeiten des Decks hinwegtäuscht und verschleiert, dass der Quest-Druide auch mit einem Traumatem oder einer Ysera keinen Platz in der aktuellen Meta Hearhtstones hat.

Quest-Druide

 

 

Jäger

Rexxar konnte sich als zweiter Hauptgewinner der jüngsten Balance-Veränderungen hervortun. Auch die Jäger-Klasse sah mit Freude dabei zu, wie die stärksten Galakrond-Decks vom Nerf-Hammer getroffen wurden und lies mit dem Face- und Highlander-Hunter etablierte Deck-Listen auf die instabile Meta los. Dabei passten Jäger die Face-Listen an die neue Landschaft an und trieben die Lebenspunkte der Gegner sogar noch schneller gegen Null. Mit Arkaner Schuss und Schnellfeuer wuchs die Zahl der Möglichkeiten, Schaden direkt aus der Hand auszuteilen. In einer Welt ohne rüstungshortende Krieger und Druiden fühlt sich der Face-Jäger pudelwohl und wird aktuell nur durch den Auferstehungs-Priester in Schach gehalten. Wir können lediglich hoffen, dass sich dieser unintuitive Archetyp wieder einmal eine instabile Meta zu nutze macht und die hohen Spielraten im Laufe der Stabilisierung zurückgehen. Da uns in den nächsten Wochen allerdings eine Meta erwartet, die sich dank der neuen Karten wöchentlich verändern wird, ist davon auszugehen, dass uns der Face-Jäger höchstwahrscheinlich noch erhalten bleibt.

Face-Jäger

Der Archetyp des Highlander-Jägers hat im Verlauf der Erbe der Drachen-Erweiterung mit den unterschiedlichsten Versionen experimentiert. Ob Drachen-, Mech- oder Bestien-Synergien, kontrollierende Ansätze oder die gute alte Geheimnis-Variante, jede mögliche Version hatte einen kurzen Auftritt in der umtriebigen Meta, jede mit ihren eigenen Vor- und Nachteilen. Das Rennen um die optimale Deck-Liste machte aber letztlich die altbekannte Geheimnis-Version, die sich mit Karten wie Phasenpirscher und Urzeitlicher Forscher sinnvoll verstärken konnte, ohne den etablierten Kern zu verfälschen. Und was soll man sagen, der Highlander-Jäger schafft es nach wie vor gegen den Großteil der Meta zu bestehen, was es aktuell zu einem der besten und ausgewogensten Decks in Hearthstone macht.

Highlander-Jäger

 

 

Krieger

Garrosh wurde zwar im vergangen Patch gleich zweimal getroffen, doch merkt man das seinen beiden prominentesten Deck-Listen kaum an. Es scheint so, als könnte Galakrond-Krieger den Nerf am Herold der Verwüstung kompensieren. Obwohl es jetzt etwas schwieriger ist, die Karte mit Barista Lynchen zu kombinieren, stellt der Herold der Verwüstung in aktivierter Form nach wie vor eine mächtige Karte dar. Insgesamt hat sich der Fokus des Decks wieder auf das Kombo-Potential gelegt und es versucht, das Spiel mit einer Innere Wut + Leeroy + Blutschwurssöldnerin-Kombination zu beenden, nachdem das Gesicht des Gegners mit der Galakrond-Heldenfähigkeit weich geprügelt wurde. Zwar reicht dieser Ansatz nicht, um den Galakrond-Krieger in der obersten Liga mitspielen zu lassen, aber ein großartiges Decks bleibt es nichtsdestotrotz.

Galakrond-Krieger

Ironischerweise profitiert besonders das zweite Krieger-Deck von den Nerfs am Galakrond-Krieger und dessen sinkender Beliebtheit. Der Piraten-Krieger hatte im direkten Match-Up seine liebe Mühe und freut sich dementsprechend, weniger Galakrond-Kriegern gegenüber stehen zu müssen. Zwar wurde mit Ankarrr auch eine Karte dieses Decks generft, allerdings mit ebenso wenig Erfolg – Piraten-Krieger bleibt eines der besten Aggro-Decks der Meta und somit eines der Besten überhaupt. Einzig das Match-Up gegen Schurken macht uns aktuell noch Sorgen. Zwar ist es insgesamt noch recht ausgeglichen, aber die Profis der Legendenränge zeigen uns wie einseitig der Spielverlauf sein kann, wenn der Schurke weiß, was er tut. Für uns belegt der Piraten-Krieger aber trotzdem den Platz eines der besten Decks Hearthstones, da diese Extreme erst in den hohen Legenden-Rängen relevant werden.

Piraten-Krieger

 

 

Magier

Eine neue Erweiterung und zwei Balance-Veränderungen, bei denen keine einzige Karte Jainas auf Korn genommen wurde, und die Magier-Klasse kämpft immer noch gegen die Bedeutungslosigkeit. Zur Verteidigung der Klasse muss man gestehen, dass der Highlander-Magier bei weitem kein schlechtes Deck ist. Malygos, Aspekt der Magie, Arkanatem, Drachenmagierin und Co. weisen großartige Synergien auf und stellen für sich überaus mächtige Karten dar. Doch leider hilft das alles in der aktuellen Meta nur wenig, da der Archetyp weiterhin Schwierigkeiten mit aggressiven Decks hat. Zwar habt ihr durchaus die Möglichkeit einen Highlander-Magier zu bauen, der eine Chance gegen die Face-Jäger und Piraten-Krieger der Ladder besitzt, das aber auf Kosten der restlichen Match-Ups. Eine ausbalancierte Liste zu erstellen, scheint aktuell ein Ding der Unmöglichkeit zu sein und so tritt Jaina weiter auf der Stelle.

Highlander-Magier

 

Hexenmeister

Gul’dan schafft es erstmals seit einer gefühlten Ewigkeit, ganz ohne ein Zoo-Deck in der Meta bestehen zu können. Mit dem Hand- und Kontroll-Hexenmeister besinnt sich die Klasse alter Stärken und schafft es, der generften Karte Teuflisches Ritual aus dem Weg zu gehen. Das Konzept des Hand-Hexenmeisters ist dabei so alt wie Hearthstone selbst: Ihr zieht mit eurer Heldenfähigkeit soviel Karten wie möglich, um schon früh Bergriesen und große Zwielichtdrachen auf euren Gegner loszulassen. Da ihr dafür jedoch eine Menge Lebenspunkte investieren müsst, braucht der Archetyp dringend gute Heilkarten, die er mit dem Erbe der Drachen spendiert bekommen hat. Netheratmen erfüllt diese Bedingung auffällig gut und ermöglicht es dem Deck seinen Spielplan zu erfüllen. Nach dem jüngsten Balance-Update hat sich der Archetyp allerdings von dem ursprünglichen Kontroll-Ansatz verabschiedet und setzt voll auf Tempo. Große Minions für das Spielbrett und dank Leeroy, Lebenssauger und Co. beeindruckend viel Schaden von Hand. Eine Formel die in der momentanen Meta Hearthstones wunderbar aufzugehen scheint und Hand-Hexenmeister zu einem der besten Decks macht.

Hand-Hexenmeister

Unter dem Radar der meisten Spieler hat sich mit dem Kontroll-Warlock ein alter Bekannter einen Weg auf die Ladder erkämpft. Statt Galakrond, den Verdammten als Aggro-Werkzeug zu nutzen und das Spielfeld mit Kreaturen-Schwärmen einzunehmen, macht sich dieser Archetyp die vielen kleinen Kreaturen zu Nutze, um das Spiel zu kontrollieren. Stars des Decks sind Karten wie Plage der Flammen oder Opferpakt, die die kleinen Galakrond-Dämonen einen ganz neuen Sinn geben und sie dafür nutzen, Gegner aus dem Weg zu räumen oder Leben zu generieren. Ein Spielplan, der überraschend gut funktioniert und besonders Schurken schwere Probleme bereitet. Allerdings ist auch dieses Deck eine ziemlich harte Nuss und erfordert ein sehr umsichtiges Ressourcen Management. Solltet aber ihr Lust auf eine belohnende Herausforderung haben, ist der Kontroll-Hexenmeister euer Deck!

Kontroll-Hexenmeister

 

 

Keine Kontinuität in Sicht

Mit dem Solo-Abenteuer “Galakronds Erwachen” stehen 35 neue Karten in den Startlöchern, die wöchentlich in kleinen Portionen in das Spiel implementiert werden sollen. Dadurch steht uns eine aufregende Zeit bevor indem sich jede Woche eine kleine Zwischen-Meta etablieren könnte, die Woche für Woche umgeworfen wird. Demnach hört ihr erst wieder von uns wenn alle 35 Karten erschienen sind und final absehbar ist, welchen Einfluss sie auf Hearthstones Standart-Meta haben. Bis dahin könnt ihr euch an die oben aufgeführten Deck-Listen halten, die euch trotz der neuen Karten wohlbehütet durch die Ränge tragen dürften. Denn wie uns die Erfahrung zeigt, können sich etablierte Decks meist gegen Neue durchsetzen, selbst wenn deren Spielidee besser sein sollte. Wie gewohnt würden wir uns natürlich sehr über Kritik, Anmerkungen oder Fragen freuen!

 

Hearthstone: Die besten Gasthaus-Rezepte
  • Chelsea Monroe-Cassel
  • Herausgeber: Panini Verlags GmbH
  • Auflage Nr. 1 (22.01.2018)
  • Gebundene Ausgabe: 112 Seiten

Quellen: hsreplay.com, hearthstonetopdecks.com, reddit.com

Maximilian Apel
Geschrieben von
Unity. Precision. Perfection.

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