The Legend of Zelda: Echoes of Wisdom im Überblick
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Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs
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Releasedatum: 26. September 2024
Genre: Action Adventure
USK: ab 6 Jahren freigegeben
Publisher: Nintendo
Plattformen: Nintendo Switch
Nach 38 Jahren ist es endlich soweit, wir dürfen in einem The Legend of Zelda endlich als Prinzessin Zelda höchstpersönlich spielen. Vorbei sind die Zeiten, in denen man Unwissenden erklären muss, dass die Figur, die man da spielt, Link und nicht Zelda heißt. Wir sind ganz tief in The Legend of Zelda: Echoes of Wisdom eingetaucht und wollten genau wissen, was so in Zeldas erstem eigenen Abenteuer steckt.
Alles auf Null
Zelda-Spiele und Story, das ist ja schon so eine Sache. Nur selten wagt sich das Franchise vom üblichen „Link rettet Prinzessin Zelda vor dem fiesen Ganon“-Konzept weg, doch vor allem die 2D-Spiele wie Link’s Awakening, den Oracle-Spielen, Minish Cap und den DS-Ablegern Phantom Hourglass und Spirit Tracks trauten sich, Geschichten abseits der gewohnten Struktur zu erzählen. Neue Bösewichte, die das Gleichgewicht der Welt stören und gestoppt werden müssen. Und bei The Legend of Zelda: Echoes of Wisdom ist dies nicht anders, bitte stempelt dieses Spiel nicht bloß als kleines Spinoff zu den großen Konsolen-Zeldas ab, hier wird tiefste Hyrule-Lore allerbester Güte geboten.
Dies hört nicht nur bei dem Fakt auf, dass Links und Zeldas Rollen hier vertauscht wurden. Wir bekommen mal wieder einen neuen Bösewicht vorgesetzt, diesmal mit dem Namen Nihil. Viel möchten wir hier allerdings nicht spoilern, es warten schon ein paar Wendungen auf euch. Als sich in ganz Hyrule dunkle Risse öffnen, welche die Bewohner*innen verschluckt, macht sich Link auf, um Ganon zu besiegen und Zelda zu retten. Anders als in allen anderen Zelda-Spielen sind dies die ersten Minuten des Spiels. Link rettet Zelda und befreit sie gerade rechtzeitig aus einem Kristall, bevor er selbst von einem Riss verschluckt wird. Nun ist es also Zeldas Aufgabe, Link zu retten und der Ursache der Risse auf den Grund zu gehen. Denn diese sorgen für noch viel größere Probleme, indem sie fiese Monster in die Welt entlassen und wichtige Persönlichkeiten wie den König durch böse Klone ersetzen. Und auch die Ursprungsgeschichte der Götter soll noch eine wichtige Rolle spielen. Ihr merkt schon, hier ist teilweise viel mehr Substanz als in manch einem 3D-Zelda.
ECHO, echo, cho, ho…
Gut, die Grundlagen sind gesetzt, Link wird vermisst und Zelda muss ihn retten. Doch wie soll sie das anstellen? Immerhin ist sie keine geschulte Schwertkämpferin. Glücklicherweise trifft sie auf die kleine Fee Tri, welche ihr einen magischen Stab schenkt. Mit diesem könnt ihr sogenannten Echos von allen möglichen Gegenständen, aber auch von Monstern erschaffen und diese zu eurem Vorteil einsetzen. Das Bett wird dabei euer bester Freund, wenn es darum geht Treppen zu bauen. Aber das ist nur die simpelste Standardvariante, The Legend of Zelda: Echoes of Wisdom bietet nahezu unendlich viele Möglichkeiten, eure Echos clever zu nutzen. Ihr könnt euch in Vasen verstecken, mit Wasserblöcken schwimmbare Brücken bauen, auf fliegenden Bodenplatten surfen, Sandberge mit einer Windturbine weg pusten und vieles mehr. Ein klein wenig wird hier eine ähnliche Experimentierfreude geweckt wie in Tears of the Kingdom, nur alles in etwas kleinerer Dimension. Der Spielspaß bleibt allerdings gleich, das Dopamin kickt richtig rein immer dann, wenn einem „Ach, das hat funktioniert???“ durch den Kopf schießt. Schaut mal auf Youtube,
Genauso verhält es sich mit den Echos von Monstern. Immer wenn ihr ein Monster besiegt, könnt ihr es in eurem Stab speichern und fortan immer an eure Seite rufen, wo es euch im Kampf unterstützt. Da kriegen wir schon leichte Pokémon-Vibes. Es ist in jedem Fall ein Schauspiel, sich die Kämpfe von Monstern mit euren Echos anzuschauen. Außerdem gibt es solch eine große Vielfalt an Monstern, dass ihre besonderen Fähigkeiten euch auch in unterschiedlichster Weise zugute kommen. So entlocken Raben euren Gegnern etwa ein paar zusätzliche Rubine, mit Flammenschleims lassen sich perfekt Fackeln anzünden und Spinnen klettern Wände hoch und erschaffen für euch in Höhlen mit ihrem Faden ein Seil zum heraufklettern. Auch hier gilt also: Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig.
Und so vielfältig die Echos auch sind, so sorgen sie doch für ein kleines Problem. Die Ordnung eurer Echos ist nämlich eine kleine Katastrophe. Ihr könnt sie zwar in ein paar wenige Kategorien sortieren wie etwa nach Typ, nach der Anzahl der Einsätze oder nach deren Level, aber wenn ihr mal ein bestimmtes Echo sucht, müsst ihr euch schon eine Weile durch die unübersichtliche Menüleiste suchen. Zur Not könnt ihr zwar ins Lexikon gehen und dort euer Echo wählen, aber grundsätzlich ist diese Option bei einem solch elementaren Gameplayelement schon recht schlecht umgesetzt.
Alles in Einklang
Während das Sammeln und Beschwören von Echos das Kernelement von The Legend of Zelda: Echoes of Wisdom darstellt, hat die Prinzessin von Hyrule auch noch ein paar andere Asse im Ärmel. Tri ermöglicht es ihr zum Beispiel, sich mit Gegenständen und Monstern in Einklang zu bringen. So könnt ihr schwere Objekte bewegen oder Monster hin- und herziehen. Oder ihr wechselt in den umgekehrten Einklang und imitiert so die Bewegungen der jeweiligen Ziele. So könnt ihr an Vögeln hängend umherfliegen, euch an bewegende Plattformen hängen oder mit Spinnen steile Wände emporklettern. Wie bei den Echos gilt auch hier, dass es so viele Möglichkeiten gibt, diese Fähigkeit clever einzusetzen. Zieht doch mal einen Moblin ins Wasser und prüft, ob er schwimmen kann. Oder vielleicht hängt ihr euch an einen Armadillo und lasst euch von ihm durch Hyrule ziehen.
Wenn ihr es lieber frontal und brachial mögt, dann wechselt ihr in den Schwertkämpfer-Modus. So kann Zelda für kurze Zeit Links Fähigkeiten annehmen und höchstpersönlich in den Kampf ziehen. Die dafür nötige Energieleiste müsst ihr aber immer im Blick behalten und immer wieder auffüllen. Mit Kristallen der Stärke, welche ihr in der Spielwelt findet, könnt ihr diese Fähigkeiten dann verstärken. Vor allem in Bosskämpfen ist dieser Modus ein sehr hilfreiches Werkzeug, um an der Seite von euren Echos zu kämpfen.
The Legend of Zelda: Echoes of Wisdom bringt die klassischen Dungeons zurück
Moment, Bosskämpfe. Das ist doch in einem Topf mit Dungeons, oder etwa nicht? Jawohl, völlig richtig. Einer der wohl größten Kritikpunkte von Breath of the Wild und Tears of the Kingdom wurde nun ausgemerzt. Denn während diese Spiele zwar mit ihrer gewaltigen offenen Spielwelt punkteten, so trauerten viele Zelda-Fans den klassischen, strukturellen Zelda-Dungeons ein wenig nach. The Legend of Zelda: Echoes of Wisdom verschafft da endlich Abhilfe, denn die „richtigen“ Dungeons sind wieder zurück. Naja, fast. Denn natürlich ist die übliche Struktur dieser Dungeons in The Legend of Zelda: Echoes of Wisdom gar nicht möglich, da Zelda keine neuen Items findet, welche sie dann in den Dungeons benutzen muss. Somit sind diese Dungeons etwas geradliniger, da viele Rätsel mithilfe all eurer gesammelten Echos gelöst werden können. Aber nichtsdestotrotz sind die Rätsel manchmal knifflig, aber auf jeden Fall clever und mit vielen Lösungsansätzen machbar. Aber das Kernkonzept steht: Rätsel lösen, Schlüssel finden, Türen öffnen und mit dem Großen Schlüssel den Bossraum betreten und den Endgegner besiegen. Thematisch sind die Dungeons immer an die jeweiligen Gebiete angelehnt, in denen sie sich befinden, aber betreten lassen sie sich alle nur durch die Welt im Nichts.
Achso, wir haben ja noch gar nicht über die Welt im Nichts gesprochen. Das ist die mysteriöse, düstere Dimension, welche hinter den dunklen Rissen liegt. Sie erinnert mich stark an die Zerrwelt aus Pokémon Platin, doch während dort das Potential einer auf dem Kopf stehenden Welt etwas verschwendet wurde, wird sie in The Legend of Zelda: Echoes of Wisdom sehr gut zum Einsatz gebracht. Wir müssen uns durch diese bizarren Welten schlagen und Tris Gefährten finden, um die Risse in Hyrule zu schließen. Als Belohnungen erwarten uns ein Level Up für Tris Fähigkeiten und Kristalle der Stärke. Mit jedem neuen Level wird Tri stärker, so dass die beschworenen Echos weniger Kosten oder wir mehr Mana zum Beschwören zur Verfügung haben.
Kleine Ablenkung, gefällig?
Es wird ja immer wieder ein Meme daraus gemacht, dass Link lieber angeln geht, statt die Welt zu retten. Naja, Zelda ist da keinen Deut besser. Denn während sich finstere Risse in Hyrule öffnen, bestreitet sie lieber ein Pferderennen, geht auf Stempeljagd oder sucht nach Eicheln. Sie hilft bei der Mangoernte und meistert die Traumwandelei. In diesem Aspekt ist The Legend of Zelda: Echoes of Wisdom genau so typisch wie alle anderen Zelda-Titel, es gibt einfach so viel zu tun abseits der Hauptmission. Ihr könnt NPCs bei ihren unterschiedlichen Anliegen helfen. Sei es nun eine verlorene Katze oder Pferd zurückzubringen, Leuten Monster-Echos zu zeigen, die sie gerne sehen möchten oder einen Behälter für einen geheimen Schatz finden, es gibt immer etwas zu erledigen.
Und wenn ihr nicht gerade irgendwelche Botengänge erledigen müsst, erkundet ihr das für ein 2D-Zelda sehr weitläufige Hyrule. Gerade weil es sehr einfach ist, Vertikalität zu erreichen, sind kaum irgendwelche Orte unerreichbar. Ihr findet so eine Menge versteckter Höhlen, Monstercamps und vergrabene Schatztruhen mit allerlei Goodies, die euch bei euren Abenteuern helfen. Die Herzteile sind obligatorisch und erhöhen eure Herzleiste, Kristalle der Stärke hatten wir ebenfalls besprochen. Dann gibt es da noch Ausrüstungsgegenstände, die euch einen bestimmten Effekt verleihen. Unser Favorit ist der Froschring, der Zelda höher springen lässt.
Und dann wären da noch die zahllosen Zutaten für Smoothies. Diese halten ein wenig als Erstatz für die Kochrezepte in den 3D-Zeldas her, nur in etwas kleinerem Format. Bei Deku-Händlern könnt ihr aus zwei Zutaten einen Smoothie mit besonderen Effekten zusammenmixen. Immer praktisch, ein paar heilende und nützliche Getränke auf seine Reisen mitzunehmen.
Eine ruckelige Reise durch The Legend of Zelda: Echoes of Wisdom
Und diese Reise führt euch durch ein kleines, aber feines Hyrule, mit all seinen Biomen und Facetten. The Legend of Zelda: Echoes of Wisdom verwendet ja den Grafikstil des Link’s Awakening Remakes und verwendet somit eine Optik, welche die Fangemeinde spaltet. Man muss diesen Spielfiguren-Look schon mögen, ich persönlich finde ihr wirklich knuffig und das Spiel verliert trotz seiner süßen Figuren in keinem Fall den Ernst in den notwendigen Situationen. Außerdem fand ich es wunderschön, mal die Goronen, Zoras und Dekus in diesem Grafikstil zu erleben.
Allgemein bietet The Legend of Zelda: Echoes of Wisdom sehr viele Anspielungen an vergangene Spiele des Franchises. Diese Anspielungen kommen in vielen Formen, seien es abgewandelte Varianten der Lieder aus dem Soundtrack, Ortschaften wie etwa der Osttempel aus A Link to the Past oder der Zorastadt, welche an die Zorahöhle aus Majora’s Mask erinnerte. Und weitere kleine Easter Eggs in Form von kleineren Objekten in den Häusern sind auch immer niedlich.
Zu guter Letzt müssen wir aber noch ein klein wenig meckern. Denn so schön die Spielwelt auch sein mag, es kann nicht die Anforderungen an die Switch bringen, so dass diese immer wieder Frames verliert. Grundsätzlich läuft das Spiel in 60 FPS, vor allem in Höhlen und Dungeons läuft das Spiel superflüssig. Doch gerade in der Oberwelt sind immer wieder Framedrops zu bemerken, teilweise sehr stark, manchmal nur leicht, aber trotzdem merklich. Vor allem in Gebieten mit Schnee- und Sandstürmen oder wenn viele NPCs oder Monster auf dem Bildschirm sind, wird die Switch in ihre Knie gezwungen. Dies ist aber nur eine kleine Auffälligkeit und in Wirklichkeit auch meckern auf hohem Niveau. The Legend of Zelda: Echoes of Wisdom bleibt dennoch ein meisterhafter Eintrag in die Bibliothek der Zelda-Spiele, welches ein Muss für alle Fans der Reihe darstellt.
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Fazit zu The Legend of Zelda: Echoes of Wisdom
Ist The Legend of Zelda: Echoes of Wisdom nur ein kleines 2D-Mini-Zelda, welches uns die Zeit bis zum nächsten 3D-Spiel vertreiben soll? Ich sage nein, dieses Spiel macht teilweise sogar Sachen besser als Breath of the Wild oder Tears of the Kingdom. Sicher, die Spielwelt ist nicht so offen und riesig, doch das muss sie auch nicht sein. Gute 15-20 Spielstunden kann man hier gut und gerne versenken und das Spiel ist dabei so charmant, putzig und steckt erneut voller Kreativität. Das Herumspielen mit den Echos macht extrem viel Spaß und wir rechnen es den Entwickler*innen hoch an, dass entgegen einiger vergangener Aussagen von Zelda-Chef Eiji Aonuma wieder auf ein etwas mehr lineares Konzept gesetzt wurde und auch die klassischen Dungeons zurückgebracht wurden. Die paar wenigen Mankos, die es zu finden gibt wie etwa das etwas unübersichtliche Menü und die leichten Frame-Einbrüche trüben in keinem Fall dieses erste Abenteuer von Prinzessin Zelda.Maarten Cherek (Redakteur)
Positiv:
Negativ:
The Legend of Zelda: Echoes of Wisdom erhält den NAT-Games Award

Ab in die Sammlung?
Dieses Spiel ist ein absolutes Muss für jeden, der eine Switch besitzt. Ein ganz großes Abenteuer getarnt als kleines 2D-Spinoff.








































