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Test: inZOI – Haben die Sims nun ausgedient? (Early Access)

inZOI (Early Access)

Couch-Koop / Splitscreen

Online Multiplayer

Mikrotransaktionen

Lootboxen

Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs

Releasedatum: 28. März 2025

Genre: Lebenssimulation

USK: Ohne Altersbeschränkung

Publisher: Krafton

Plattformen: PC

 

Das mit Spannung erwartete Lebenssimulationsspiel inZOI startet endlich im Early Access durch und zieht bereits die Aufmerksamkeit vieler Genre-Fans auf sich. Entwickelt vom koreanischen Studio InZoi Studio, bietet das Spiel eine fast lebensechte Welt und beeindruckende Grafik, die auf der Unreal Engine 5 basiert. Im Gegensatz zu einer gewissen anderen Lebenssimulationen, die auf einen stilisierten, cartoonhaften Look setzt, bietet inZOI realistische Charaktere, die sogenannten Zois, und detaillierte Umgebungen. Ursprünglich für eine frühere Veröffentlichung geplant, wurde der Early-Access-Start auf den 28. März 2025 verschoben, um den Entwicklern zusätzliche Zeit für Feinschliff und Optimierungen zu geben. Aber spürt man das auch? 

 

Das sieht richtig hübsch aus

Der große Blickfänger von inZOI ist die beeindruckende Grafik, die durch den Einsatz der Unreal Engine 5 möglich wird. Die detaillierten Texturen, Objektoberflächen, Belichtungen und Umgebungen tragen maßgeblich zur Immersion bei. Die Spielwelt besteht aus verschiedenen Städten, die nahtlos ohne Ladezeiten erkundet werden können, wobei jede Metropole ihre eigene kulturelle Identität besitzt. Dieses nahtlose Erlebnis ohne Ladezeiten trägt zu einem immersiven Spielerlebnis bei. So fühlt es sich nicht an, als würde man sich von Bereich zu Bereich laden, sondern es steigert die Immersion einer echten zusammenhängenden Welt. Aber, so beeindruckend die Grafik und generell die Technik ist, man kann dem Look aber auch eine gewisse Identitätslosigkeit vorwerfen. Es ist nicht so, dass man mir eine Couch zeigt und ich sage könnte “Ah, das ist doch ganz klar inZOI”. Insofern ist die die Unreal Engine 5 Fluch und Segen zugleich. 

inZOI

Was wäre eine Lebenssimulation ohne Liebe!? | Bild: 2025 © Krafton

 

Mein eigenes Ich

Der Charakter-Editor von inZOI bietet umfangreiche Möglichkeiten zur Individualisierung der Zois. Gesichtszüge, Frisuren und Kleidung können detailliert angepasst werden. Zudem besteht die Möglichkeit, eigene Texturen zu erstellen oder Fotos hochzuladen, um daraus wiederum Designs für eure Kleidung zu erstellen. So kann ich eigene Logos als Bilddatei hochladen und sie auf mein T-Shirt drucken. Auch wenn insbesondere die Erstellung von Gesicht und Körper extrem umfangreich und vielseitig ist, fehlten mir bei den Kleidungsstücken noch einige Variationen. Da kann gerne noch etwas dran geschraubt werden, um auch keine Wünsche mehr offen zu lassen. Aber hey, es ist auch die Early Access Version. Da kann noch einiges passieren. 

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Der Charakter-Editor bietet extrem viele Möglichkeiten, plus eigene Designs durch KI-Nutzung. | Bild: 2025 © Krafton

 

Die Macht der KI

In inZOI kann ich neben meinem eigenen Charakter auch meine eigene Behausung bauen, dekorieren und gestalten. Und Hui, hier gibt es viel Auswahl! Unter verschiedenen Kategorien kann ich auswählen, ob ich Inneneinrichtung für das Bad, Beleuchtung, Teppiche oder Schränke und noch viel mehr platzieren möchte. Die Vielfalt ist jetzt schon enorm groß. Aber ein Feature macht sie noch umfassender. Man kann nämlich eigene Texturen für Dekorationen oder Möbelstücke erstellen und Fotos hochladen, die über einen „3D-Drucker“ des Spiels in Gegenstände transformiert werden. Diese Funktionen nutzen proprietäre, von Krafton entwickelte Modelle, die ausschließlich mit firmeneigenen und urheberrechtlich unbedenklichen Assets und Daten trainiert wurden, um Bedenken hinsichtlich Urheberrechtsverletzungen zu vermeiden. Ich kann also theoretisch ein Foto meines echten und eigenen Fußballs hochladen und dann taucht er auch im Spiel als 3D-Modell auf. Ich kann auch ein Bild meiner Katze hochladen und schwupps gibt es sie als 3D-Modell im Spiel. Leider sind es aber nur statische Objekte. Dass aus einer “Bild-Katze” plötzlich eine echte Katze wird, mit der ich interagieren kann, ist leider nicht möglich. Für die Inneneinrichtung und Deko trotzdem ein unfassbares Feature. Mir ist aber insbesondere im Bau-Modus aufgefallen, dass die Steuerung hier doch etwas zickig ist. Vor allem die Kamera und die Auswahl von Wand- oder Bodenbereichen hat sich nicht ganz so intuitiv angefühlt. Da darf gerne nochmal tiefer nachgebessert werden. 

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Die Interaktion mit anderen Zoi’s ist nicht nur wichtig, sondern auch unterhaltsam. | Bild: 2025 © Krafton

 

Immer schön mitdenken

Ein besonderes Highlight von inZoi ist die Integration von Nvidias Avatar Cloud Engine (ACE), die den NPCs ein menschenähnliches Verhalten verleihen soll. Diese „Smart Zois“ können eigenständig Entscheidungen treffen, basierend auf ihren Erfahrungen und Persönlichkeiten, was die Spielwelt lebendiger und unvorhersehbarer macht. Beispielsweise könnten sie bemerken, wenn eine Person hungrig ist, und eigenständig Essen besorgen. Und tatsächlich funktioniert das auch! Ich habe nur das Gefühl, dass das Feature in der Theorie krasser klingt, als es sich letztlich auswirkt. Ja, die Zoi denken hier und da mit und haben ihren eigenen Charakter. Es fühlt sich trotzdem nicht nach einem Game Changer an, auch wenn es sicherlich eine sehr gelungene Umsetzung ist. Am Ehesten finde ich merkt man das noch in den Dialogen. Hier habe ich verschiedene Optionen, um Gespräche in gewisse Richtungen zu lenken. Die Persönlichkeiten der Zoi reagieren aber auch unterschiedlich auf gewisse Gesprächsthemen. Auch ich kann meinem Zoi einen eigenen Charakter verleihen, in dem ich bei der Erstellung eine gewisse Ausrichtung angebe. Dementsprechend verändern sich vor allem Interaktionen und Karrierepfade. Bedürfnisse wie Schlaf, Hunger oder Hygiene müssen trotzdem gleichermaßen befriedigt werden.

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Verschiedene Spots in der Stadt laden zum Erkunden und Quatschen ein. | Bild: 2025 © Krafton

 

Ab an die Arbeit!

Auch wenn ich zu Beginn etwas Startkapital habe, kostet das Leben Geld. Ein Job muss her! Anfangs sind die Möglichkeiten begrenzt, aber hocharbeiten kann ich mich dennoch. So kann ich mir aussuchen, ob ich einen Voll- oder Teilzeitjob ausführen will. Freizeit vs. Geld. Man kennt es. Zu spät kommen wird, wie im echten Leben auch, bestraft. Bei drei mal zu spät kommen flattert die Kündigung ins Haus. Dann hab ich wieder Freizeit. Aber die kann ich durch die frei erkundbare Welt immerhin auch voll genießen. Auf der Map verteilt gibt es überall interessante Spots, an denen ich etwas unternehmen kann und andere Zoi’s treffe. Wie tiefgreifend aber die Möglichkeiten auch im Late Game sind kann ich noch nicht abschätzen. InZOI benötigt definitiv so etwas wie dynamische Veränderungen oder zusätzliche Inhalte, um langfristig attraktiv zu bleiben. Aber hierzu gibt es auch bereits konkrete Pläne. 

inZoi

Bild: 2025 © Krafton

 

Zukunft in guten Händen?

Neben den bereits erwähnten Funktionen plant Krafton die Implementierung eines Karma-Systems, welches das Verhalten der Zois beeinflusst. Gute Taten, wie das Aufräumen von Müll oder freundliche Interaktionen, sollen positives Karma erzeugen, während negative Handlungen entsprechend bestraft werden. Dieses System soll die Spieltiefe erhöhen und die Entscheidungen der Spieler stärker gewichten. Zudem ist eine umfassende Modding-Unterstützung in Zusammenarbeit mit CurseForge geplant. Dies soll es der Community ermöglichen, eigene Inhalte zu erstellen und zu teilen, um die Langlebigkeit des Spiels zu erweitern.  

 

Fazit zu inZOI

inZoi präsentiert sich als vielversprechende Lebenssimulation, die mit interessanten Features und toller Technik überzeugt. Die umfangreichen Anpassungsmöglichkeiten, die Integration fortschrittlicher KI und die geplante Modding-Unterstützung bieten ein enormes Potenzial. Dadurch bestehen grundsätzlich extrem viele Möglichkeiten. Doch dabei sollte nicht vernachlässigt werden, dass nicht nur Inhalte entscheidend sind, sondern auch Aktivitäten. Zudem sollte noch an der Steuerung und Kamera gefeilt werden, denn die könnte noch spürbar zugänglicher sein. Was inZOI jedoch jetzt schon herausragend macht, ist es eine immersive Welt zu erschaffen, in der ich meinen Zoi entwickeln kann. Vor allem die KI-Möglichkeiten sind wirklich überraschend gut, um auch sehr persönlichen Inhalt zu erzeugen. Auch technisch läuft die Early Access Version bereits überraschend gut. Ich hatte nur einen Bug, bei  dem ein Zoi minutenlang gegen ein Objekt gelaufen ist. Aber sonst lief es sehr rund und vor allem flüssig, obwohl ich nicht mal einen besonders krassen PC habe. InZOI funktioniert schon heute gut, hat aber auch noch einiges an Arbeit vor der Brust, um sich den eingesessenen Thron des Genres zu krallen. 

Christian Koitka, Redakteur

Positiv:

Grafisch enorm detailliert und beeindruckend
Cleverer Einsatz von KI zur Erstellung von Designs und Objekten
Technisch läuft es überraschenderweise recht rund
Extrem vielseitiger Editor
Haus lässt sich enorm individualisieren
Spielwelt fühlt sich sehr immersiv an, da es keine Begrenzung zwischen eigenem Haus und Rest der Welt gibt
Basics der Lebenssimulation, wie Bedürfnisse, Fähigkeitentraining, Job und Interaktion funktionieren bereits sehr gut
Andere Zoi's können auch mitdenken und bringen eine eigene Persönlichkeit mit

Negativ:

Kamera ist im Baumodus manchmal zickig
Etwas mehr und verschiedene Aktivitäten in der Spielwelt würden gut tun
Kein Mehrspielermodus
Hier und da darf es bei Accessoires oder Dekorationen noch ein paar mehr Optionen geben (ohne KI)
Look ist weniger "charakteristisch" und einzigartig

Ab in die Sammlung?

inZOI ist jetzt schon eine sehr unterhaltsame Lebenssimulation. Perfekt ist sie noch nicht, aber das Potenzial ist enorm. Definitiv eine große Empfehlung für alle jene, die frischen Wind im Genre brauchen!

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