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Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs
Releasedatum: 22. Oktober 2025
Genre: Adventure
USK: Ab 18 Jahren freigegeben
Publisher: AdHoc Studio
Plattformen: PC, Playstation 5
Die ersten vier Episoden von Dispatch, dem narrativen Superhelden-Adventure haben wir ja bereits abgehandelt. In diesem kleinen Nachfolgereview werfen wir einen Blick auf die Episoden fünf bis acht und schauen, ob den Entwickler*innen von AdHoc eine Punktlandung gelungen ist.
Die Rückkehr von Mecha-Man
Ich werde zwar nicht explizit Geschehnisse aus der Geschichte verraten, dennoch möchte ich eine kleine Spoilerwarnung aussprechen, wir begutachten hier immerhin das Ende dieses sehr narrativen Spiels. Die Story ist der Kern schlechthin, denn auch in den letzten vier Episoden hält sich der Gameplay-Aspekt sehr zurück. Quicktime Events sind immer noch nur zur Zierde, zumindest größtenteils. Es gibt tatsächlich Abschnitte, in denen etwas ein klein wenig anders passiert, wenn man bestimmte Aktionen verpasst, die allumfassenden Geschehnisse bleiben aber gleich,
Das gilt auch für viele Dialogmöglichkeiten, die uns dargeboten werden. Welche Heldenpose wir einnehmen oder welche Beleidigung wir uns ausdenken, hat keine Auswirkungen auf das große Ganze. Trotzdem fühlt sich der Abschluss am Ende rund an und wir fühlen uns immerhin so, als hätten genau unsere Entscheidungen unseren Protagonisten Robert Robertson an diesen Punkt geführt.

Dem Z-Team stehen einige Herausforderungen bevor, sowohl extern als auch intern. | Bild: 2025 © AdHoc Studios
Was wird aus dem Z-Team?
Während die Narrative größtenteils an einem roten Faden entlang läuft, ist es definitiv nicht so, als hätten eure Aktionen keinerlei Einfluss. Dispatch hat verschiedene Enden im Petto, die sich vor allem auf drei Faktoren beziehen: Welchen Helden habt ihr aus eurem Team entlassen. Mit wem startet ihr eine Romanze? Und wie habt ihr euch Invisigirl gegenüber verhalten. Je nachdem, wie ihr in diesen drei Aspekten gehandelt habt, ist eine Kombination aus verschiedenen Enden möglich. Die Geschichte findet schon ein recht zufriedenstellendes Ende, doch es ist nicht alles perfekt. Es gibt da zum Beispiel einen Storystrang mit einem Doppelagenten, der ein bisschen zu oft hin- und herwechselt und sehr forciert wirkt. Doch abseits dessen Gefällt mir die Auflösung am Ende sehr gut. Ob man nun das Spiel noch einmal durchspielt, um andere Optionen zu sehen, oder sich dann doch eine Compilation auf Youtube ansieht, das bleibt am Ende jedem selbst überlassen. Es gibt da ja aber tatsächlich noch das Dispatch-Minispiel, welches wir ja bereits sehr gelobt haben.
Bitte mehr Dispatch in Dispatch 2
Sollte es je einen Nachfolger geben (was ich doch sehr hoffe), dann wünsche ich mir noch mehr vom namensgebenden Minispiel. Auf einer taktischen Karte die Superhelden zu ihren Einsätzen schicken macht einfach Spaß und es ist schade, dass es nicht eine Art Endlosmodus gibt, in welchem man dieses Spiel länger spielen kann. Ob ihr Missionen schafft oder nicht hat eigentlich auch in den letzten Episoden keinen Einfluss darauf, ob die Geschichte weitergeht oder nicht, aber immerhin ist das Abschneiden bestimmter Helden bei ihren Einsätzen nicht ganz unwichtig, zumindest für eines der Enden.
Dispatch schafft es, die Missionen frisch zu halten, obwohl man im Grunde immer das Gleiche erledigt. Da gibt es dann zum Beispiel einen Stromausfall, sodass man erst bestimmte Gebiete wieder reaktivieren muss. Highlight ist die letzte Mission, in welcher sich Los Angeles in einem Ausnahmezustand befindet und wir nicht nur die fiese Organisation vom Roten Ring besiegen müssen, sondern auch die Stadt beschützen müssen, während fehlgeschlagene Missionen immer mehr zum Fall der Stadt beitragen. Da kommt gegen Ende tatsächlich ein wenig Spannung im Minispiel auf.
Gleiches gilt übrigens für das Hacking-Minispiel, welches auch immer noch neue Elemente mit einbringt. So können wir nun auch Strom transportieren und so Viren besiegen oder neue Pfade öffnen, an anderer Stelle müssen wir mittel einer Radiowelle Ortungen vornehmen.
Titelbild: 2025 © AdHoc Studios
Fazit zu Dispatch
Eigentlich habe ich alles, was es zu Dispatch zu sagen gibt, bereits in meiner ersten Review zu den ersten vier Episoden gesagt. Die letzten vier Episoden erzählen die Geschichte in einer konstant guten Qualität zu Ende, die Sprecher*innen sind natürlich mal wieder positiv hervorzuheben. Am Ende des Gesamtprodukts Dispatch stehen aber auch ein paar Kritikpunkte: Viele Entscheidungen haben rückblickend einfach keinen Unterschied auf den Ablauf der Geschichte gemacht, die Story selbst war mit einem Erzählstrang auch ein wenig überfordert, schaffte aber trotzdem die Landung. Am enttäuschendsten ist jedoch die Tatsache, dass das Dispatch-Minispiel kaum Auswirkungen hatte und die Erfolge und Misserfolge nicht öfter zur Sprache kamen. Aber genug der Meckerei, Dispatch ist insgesamt ein großartiges narratives Adventure mit viel Herz und Humor, einem ansprechenden Look und vielen cleveren Spielkniffen und wir hoffen, dass hier eine neue Ära der erzählerischen Adventures angestoßen werden kann.Maarten Cherek (Redakteur)
Positiv:
Negativ:
Dispatch erhält den NAT-Games Award

Ab in die Sammlung?
Wenn ihr warten wolltet, dass alle Episoden veröffentlicht sind, um zu erfahren, ob sich Dispatch lohnt, dann habt ihr jetzt die Antwort: Ja, es lohnt sich, wenn ihr eine gut erzählte Superheldengeschichte wollt, welches durch spaßiges Management-Gameplay aufgelockert wird.


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