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Test: Crash Time: Undercover

Ein durchwachsenes Abenteuer auf den deutschen Autobahnen

Bild: 2024 © Synetic GmbH / UniqueGames Publishing GmbH

Crash Time: Undercover im Überblick

Online Multiplayer

Couch-Koop / Splitscreen

Mikrotransaktionen

Lootboxen

Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs

Releasedatum: 25. Juli 2024

Genre: Action, Rennspiele

USK: ab 12 Jahren freigegeben

Publisher: UniqueGames Publishing GmbH

Plattformen: PC via Steam

Crash Time – Undercover wirft die Spieler mitten hinein in schnelle Verfolgungsjagden und Undercover-Missionen auf deutschen Autobahnen. Was in der Ankündigung nach einem actionreichen Erlebnis klang, entpuppt sich im Spielverlauf als ein ziemlich gemischtes Abenteuer – mit Lichtblicken, aber auch vielen Stolpersteinen. In unserem Test schauen wir uns an, was das Spiel gut macht – und wo es so richtig danebenliegt.

 

Wo steckt die Autobahnpolizei eigentlich?

Crash Time – Undercover kam schon am 28. September 2012 für den PC auf den Markt. Damals noch unter dem Namen Alarm für Cobra 11: Undercover. Und genau darauf basiert auch das Spielprinzip. Wir übernehmen die Rolle eines Undercover-Cops, der sich in einen Schmugglerring einschleusen soll. Klingt spannend, aber die Umsetzung lässt leider zu wünschen übrig. Die Story ist ziemlich flach, die Zwischensequenzen eher mau und die Verbindung zwischen den Missionen wirkt oft ziemlich lose. Die Dialoge? Klischee pur – und leider kaum hilfreich dabei, sich mit den Charakteren oder der Handlung zu identifizieren.

Die Missionen drehen sich hauptsächlich um Verfolgungsjagden und das Ausheben von Kriminellen, wobei der narrative Zusammenhang zwischen den Aufgaben eher schwach ist. Die Tatsache, dass die Missionen oft auf ähnlichen Rennen und Verfolgungen basieren, verstärkt das Gefühl der Monotonie. Auch wenn das Setting auf der klassischen TV-Serie Alarm für Cobra 11 basiert, fehlt es der Story an frischen Ideen und einer packenden Erzählweise, um langfristig zu fesseln. Insgesamt stellt die Geschichte also nur ein müdes Beiwerk dar, um die einzelnen Rennen und Aktivitäten zusammenzuhalten.

Crash Time Undercover

Bild 2024 © Synetic GmbH / UniqueGames Publishing GmbH

 

Fahrzeugsteuerung und Fahrverhalten ist ungenau und frustrierend

Die Fahrzeugsteuerung in Crash Time – Undercover ist eine der größten Herausforderungen des Spiels. Die Steuerung wirkt oft ungenau und unpräzise, was zu Schwierigkeiten bei der Lenkkontrolle führt. Besonders bei höheren Geschwindigkeiten oder in engen Kurven haben viele Spieler Probleme, ihre Fahrzeuge präzise zu steuern. Das Fahrverhalten der Autos ist unausgewogen und das Driftverhalten wirkt häufig unvorhersehbar. Dies führt zu frustrierenden Momenten, besonders während hektischer Verfolgungsjagden, wo präzise Steuerung von entscheidender Bedeutung ist.

Das Missionsdesign in Crash Time – Undercover zeigt sowohl Stärken als auch Schwächen. Die Vielfalt der Missionen, die von Verfolgungsjagden über Rennen bis hin zu taktischen Einsätzen reicht, klingt vielversprechend, wird aber schnell durch wiederholende Elemente und mangelnde Variation beeinträchtigt. Viele Missionen bestehen aus Rennen, die sich in ihrer Ausführung stark ähneln und schnell monoton werden. Die wenigen taktischen Missionen, die es gibt, bieten wenig neue Herausforderungen und wiederholen sich häufig. Verfolgungsjagden sind ein zentrales Element des Spiels, doch sie werden durch die ungenaue Steuerung und das fehlende Gefühl von Fortschritt und Herausforderung oft frustrierend. Die Gegner-AI ist entweder zu vorhersehbar oder übertrieben aggressiv, was die Jagden weniger packend macht. Die Missionen scheinen oft wenig innovativ und bieten nicht genug Abwechslung, um das Interesse des Spielers langfristig zu halten.

Ein weiteres Problem ist das Schadenssystem. Die Kollisionen und die Reaktionen der Fahrzeuge auf Zusammenstöße sind oft inkonsistent. Manchmal wirken Unfälle weniger gravierend als sie tatsächlich sind und manchmal gibt es übertriebene Reaktionen auf Kollisionen. Diese Inkonsistenzen beeinträchtigen das Spielerlebnis und mindern das Gesamtgefühl von Kontrolle und Präzision, das für ein gutes Rennspiel unerlässlich ist.

Crash Time - Undercover

Bild 2024 © Synetic GmbH / UniqueGames Publishing GmbH

 

Offene Welt und Erkundung: Einschränkungen und Frustrationen

Die offenen Karten in Crash Time – Undercover bieten viel Potenzial für interessante Erkundungen, doch das Spiel schränkt die Freiheit der Spieler stark ein. Die Spieler werden gezwungen, auf den vorgegebenen Straßen zu bleiben und das Verlassen der Straße wird automatisch bestraft. Dieses Design wirkt besonders frustrierend, da die offenen Bereiche der Karten kaum genutzt werden können. Die Möglichkeit, abseits der Wege zu fahren oder kürzere Routen zu nehmen, wird durch das Spiel systematisch unterbunden, was das Gefühl von Freiheit und Entdeckung erheblich mindert.

Das Fehlen von wirklicher Exploration und die ständigen Restriktionen tragen zur Enttäuschung bei. Auch die Fahrzeuganpassungen und -spezialfähigkeiten wie das Grappling Hook oder die Roadblocks fühlen sich oft fehl am Platz und wenig integriert an. Diese Features wirken eher wie aufgesetzte Mechaniken, die nicht nahtlos in das Gameplay eingebaut sind.

Grafisch bietet Crash Time – Undercover eine solide, aber nicht besonders beeindruckende Darstellung. Die Umgebungen sind detailliert, aber die visuelle Qualität ist eher durchschnittlich und entspricht nicht den hohen Standards moderner Spiele. Technische Probleme wie gelegentliche Abstürze und Grafikfehler, bei denen der Bildschirm schwarz wird, sind ebenfalls ärgerlich und beeinträchtigen das Spielerlebnis erheblich.

Der Soundtrack des Spiels ist generisch und wiederholt sich schnell, was zu einem monotonen Hörerlebnis führt. Die Soundeffekte, insbesondere die Motorengeräusche und Crash-Sounds, sind jedoch gut umgesetzt. Trotz dieser positiven Aspekte werden die technischen Mängel und die unzureichende Optimierung bei der Gesamtbewertung des Spiels berücksichtigt.

Fazit zu Crash Time – Undercover

Ein gemischtes Ergebnis mit nostalgischen Momenten

Crash Time – Undercover hätte ein spaßiger Action-Racer mit kultigem Serien-Charme sein können. Doch obwohl das Spiel ein paar gute Ansätze hat – wie solide Soundeffekte und einen gewissen Nostalgiefaktor – bleibt unterm Strich eher Ernüchterung zurück. Die Steuerung ist zu ungenau, die Missionen zu ähnlich und die Story zu flach, um wirklich zu fesseln.

Die offene Welt fühlt sich alles andere als offen an und technische Macken wie Grafikfehler oder Abstürze tun ihr Übriges. Wer mit einem gewissen Maß an Toleranz für veraltete Spielmechaniken und mäßige Umsetzung an die Sache herangeht, kann hier vielleicht noch ein paar nette Momente erleben. Alle anderen sollten es sich wirklich gut überlegen, hier auf die Autobahn zu fahren…

Tobias Liesenhoff (Chefredakteur)

Positiv:

Die Verfolgungsjagden sorgen zumindest kurzfristig für ein gewisses Maß an Action und Spannung
Fans der Serie Alarm für Cobra 11 werden einige vertraute Elemente und nostalgische Momente wiedererkennen
Die Soundeffekte, insbesondere bei Motoren und Unfällen, sind gut gelungen und tragen zur Atmosphäre bei

Negativ:

Die Fahrzeugsteuerung ist unpräzise und frustrierend, was das Spielgefühl massiv beeinträchtigt
Das Missionsdesign ist einfallslos, wiederholt sich häufig und bietet kaum spielerische Abwechslung
Die Story ist oberflächlich, klischeehaft und trägt wenig zur Motivation bei
Die offene Spielwelt wirkt eingeschränkt, da freies Erkunden kaum möglich und oft sogar bestraft wird

Ab in die Sammlung?

Crash Time – Undercover eignet sich vor allem für Genre-Fans oder Liebhaber der Serie, die über technische Schwächen und spielerische Wiederholungen hinwegsehen können.

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