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Test: Anthology of Fear

Eine sehr eintönige Anthologie

Anthology of Fear

Online Multiplayer

Couch-Koop / Splitscreen

Mikrotransaktionen

Lootboxen

Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs

[aawp box=“B01BI7XY6A“/]

Releasedatum: 17. März 2023

Genre: Abenteuer, Indie

USK: keine Freigabe

Publisher: 100 GAMES, Gamersky Games

Plattformen: PlayStation 5, Nintendo Switch, PlayStation 4, Xbox One, Microsoft Windows

Anthology of Fear ist ein Horrorspiel, in dem sich alles darum dreht, das Verschwinden des eigenen Bruders aufzuklären. Dabei treten schreckliche Dinge in einer Klinik zutage. Anthology of Fear wurde von OhDeer Studio und 100 GAMES entwickelt.

 

Story und Spielweise von Anthology of Fear

Alles beginnt in einer verlassenen Gasse. Eine unbekannte Informantin hat euch einen Tipp gegeben, wo ihr an Antworten zum Verschwinden eures Bruders Nathan gelangt. Dieser wurde in eine psychiatrische Klinik eingeliefert, in die ihr nun einbrecht. Die Klinik ist bereits geschlossen, doch so ganz alleine scheint ihr nicht zu sein. Vor Ort findet ihr Dokumente und Kassetten, die euch mehr darüber verraten, was hier passiert ist. Einige Patienten klagten über Schlafstörungen, darunter auch Nathan. Er wurde anscheinend mit einer neuen Methode behandelt, doch was genau vorgefallen ist, erfahrt ihr erst, wenn ihr die Videokassette einlegt.

Dann beginnt der gruselige Teil des Spiels und die Anthologie. Ihr taucht ein in unterschiedliche Körper und erlebt in ihren Geschichten, wie es zu Nathans Tod kam. Dafür stehen euch nur wenige Mittel zur Verfügung: In engen Gängen musst ihr umherlaufen und -rennen, um immer wieder Türen und Schubladen zu öffnen und Objekte aufzuheben. Mit diesen Objekten müsst ihr an vorgegebenen Orten interagieren, um beispielsweise eine Tür aufzubrechen oder eine Taschenlampe zu erhalten. Vielmehr als Laufen und Auf- und Ablegen von Gegenständen ist nicht möglich im Spiel. Der Hauptfokus liegt auf der Story und der Atmosphäre.

Anthology of Fear

Bild © 2024 100 GAMES, © Gamersky Games

 

Musik ohne Spannung und Setting ohne Abwechslung

Das ist an sich nichts Schlimmes, schließlich gibt es einige Horrorspiele, in denen nur sporadisch interagiert werden kann. Dennoch sind sie gut umgesetzt und betonen gerade das Setting oder die Atmosphäre. Anthology of Fear gelingt das allerdings nicht. Während ich in anderen gruseligen Spielen bereits zu Beginn hin und wieder Stimmen oder undefinierbare Geräusche höre, setzt dieser Titel besagte akustische Elemente nur dann ein, wenn wirklich etwas passiert. Die Musik und Hintergrundgeräusche können somit keinen Spannungsbogen erzeugen.

Auch das Setting ist trotz der Anthologiethematik auf ähnlich wirkende, enge Räumlichkeiten beschränkt. Es gibt oftmals nur Wände und Gänge, die klar zeigen, wo es lang geht. Zur Verbindung dient immer wieder ein Fahrstuhl. Die wenigen Orte, die für mich im Gedächtnis bleiben, wurden nicht wirklich ausgereizt. Ein Raum mit einem alten Computer, durch den wir mit einem Unbekannten kommunizieren können, bietet nur wenig Interaktionsmöglichkeiten und auch die Textauswahl für die Kommunikation ist stark begrenzt. Ebenso bietet ein idyllisches Familienhaus, das Schauplatz mehrerer Todesfälle wird, nur wenig Abwechslung und Überraschung und wird dann auch wieder kaum bespielt, da es immer sofort in den Keller geht, der wiederum erneut aus engen Gängen besteht.

 

Eine eintönige Anthologie, die gerne nur aus einer Geschichte hätte bestehen können

Optisch und akustisch bietet das Spiel einem also kaum die richtige Atmosphäre, um in ein Empfinden von Angst oder wenigstens Spannung zu gelangen. Auch inhaltlich und sprachlich sieht es ähnlich aus. Eine Anthologie bestehend aus verschiedenen Geschichten und  Personen zu schaffen, um am Ende das Verschwinden des eigenen Bruders aufzuklären, während man zwischendurch immer wieder zurück in die Klinik kehrt, ist eigentlich eine gute Idee. Jedoch ist auch hier einiges wieder schlecht umgesetzt. Es gibt nur zwei Anthologiegeschichten und der Spannungsbogen um das Verschwinden des Bruders ist bereits nach der ersten aufgelöst. Insgesamt wirkt es so, als ob das Spiel einerseits unfertig wäre, da mir zwei Geschichten zu wenig erscheinen. Andererseits ist mir die zweite Geschichte bereits zu langweilig und das Ganze in die Länge ziehend vorgekommen, dass ich darauf hätte verzichten können.

Es ist zwar interessant, im ersten Teil der Anthologie verfolgt zu werden und sich auch wehren zu müssen, während man im zweiten Part vielmehr mit Gräueltaten wie Verstümmelungen konfrontiert wird, dennoch lässt erneut die Umsetzung zu wünschen übrig. Es gab nur in der ersten Geschichte zwei, drei Jumpscares, die auch erschrecken, doch am Ende eine Waffe einzubauen, deren Funktionsweise nicht erklärt wird und die mehr durch Glück als Verstehen eingesetzt wird, hat den Schrecken dann sofort wieder weggenommen. Umgekehrt hat in der zweiten Geschichte, die aus einigen brutalen Szenen wie Augen ausschneiden bestand, die jedoch nicht explizit gezeigt wurden, ein finaler Abschluss gefehlt, der wirklich zu dieser horrormäßigen Grausamkeit gepasst hätte. Das Ende der Geschichte bestand aus einer Familientragödie, die sich nur ganz kurz mit dem eigentlichen Zustand von Nathan befasst hat, was diese Erzählung wiederum noch obsoleter hat wirken lassen. Insgesamt haben mich aber auch die Aussagen im zweiten Teil irritiert. Natürlich geht es hier um unfassbare Ereignisse, die die Psyche des Charakters beeinflussen. Aber muss es wirklich lieblos wiederholte und austauschbare Textzeilen geben wie „Warum hast du uns verlassen“ oder „Das war gemein“? Oder sprachliches Feedback beim Klicken auf den Plattenspieler wie „Ich liebe dich“? Das hat die Situation wieder bedeutungslos bis komisch werden lassen und so gar keine Spannung oder Angst erzeugt.

 

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Fazit zu Anthology of Fear

Für mich hat sich nur selten der Moment der Angst oder gespannten Verfolgung des Ganzen ergeben. Die Szenen, bei denen ich mich kurz erschreckt habe, wurden durch die wenig durchdachte Story, eintönige inhaltliche Anordnung und fehlende musikalische Begleitung wieder kaputt gemacht.Ann-Kathrin Günther (Redakteurin)

Positiv:

Grundidee der Anthologie, die sich um das Verschwinden von Nathan dreht, interessant
Passender Einsatz von Jumpscares

Negativ:

Anthologie zu kurz und inhaltlich nicht passend genug verknüpft
Kein Spannungsbogen
Langweilige Musikbegleitung und eintönige Settings

Ab in die Sammlung?

Wer sich nicht gerne großartig erschrecken will und nach einer kurzweiligen Geschichte sucht, wird hier vielleicht fündig. Große Unterhaltung sollte man allerdings nicht erwarten.

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