Teenage Mutant Ninja Turtles – Review zu den Kröten

 

Jeder kennt sie aus den früheren Zeiten und jeder liebt sie heute noch. Die vier jugendlichen Schildkröten, die als Ninjas ausgebildet wurden und gleichzeitig das Böse bekämpfen? Ein klarer Fall für die Teenage Mutant Ninja Turtles! Ihr nächster Einsatz findet nach mehr als 40 Videospielen endlich wieder auf der Xbox 360, der Nintendo Wii und dem Nintendo 3DS statt. Wie gut die Turtles ihr neues Abenteuer meistern und ob sie den Kampf gegen die Fießlinge gewinnen, lest ihr jetzt.

Hey jetzt kommen die Hero Turtles

Seit einigen Jahren ist es sehr still um die vier Helden geworden. Raphael, Leonardo, Donatello und Michelangelo sind nun wieder zurück auf den Konsolen und versuchen die Welt vor dem Bösen zu retten. Die Fangemeinde ist wirklich riesig, weshalb man mit der Lizenz eine Menge an Content bieten könnte. Die Betonung liegt auf könnte. Leider nutzen viele Publisher und Entwickler das Vertrauen der Fans aus und schmeißen unfertige und schlecht entwickelte Spiele auf den Markt. Im Fall der Turtles müssen wir dies leider bestätigen. Wer sich schon gewundert hat, dass es keinen Untertitel im Spielnamen gibt, der wird mit seiner Vorahnung Recht behalten. In 15 kleinen Missionen dürfen wir uns, ganz nach der Beat’em’Up-Manier, die Finger an dem Controller wund drücken. Eine richtige Story gibt es in dem neusten Spiel leider nicht. Das Einzige, was wir vor jeder Mission zusehen bekommen, sind kleine Gespräche zwischen den Turtles. Eine gute Synchronisation sieht allerdings mehr als anders aus. Alle Sprecher sind völlig falsch für die Rollen ausgewählt worden und liefern sich ein Duell für die schlechteste Synchronisation in diesem Jahr ab. Hinzu kommt noch, dass die Sätze keinen Zusammenhang bilden und zum Teil völlig überpowered in das Mikrofon gebrüllt wurden. Warum man nicht auf die originalen Sprecher der Serie zurückgegriffen hat, konnten wir uns auch nicht erklären. Selbst die Hintergrundmusik ist nach drei Minuten so nervig, dass wir das Spiel direkt auf stumm geschaltet haben. Durch das ganze Spiel laufen im Hintergrund höchstens zwei bis drei verschiedene Songs. Diese werden dazu mit schlechten und nicht überhörbaren Loops erneut abgespielt. Von den Cutszenes wollen wir gar nicht erst anfangen.

Bei den Kämpfen ist kaum Abwechslung vorhanden

Bei den Kämpfen ist kaum Abwechslung vorhanden

 

Ein Fall für die Abwasserkanäle

Das Gameplay ist relativ einfach aufgebaut und wird in jeder Mission wiederholt. Auf einer kleinen Fläche müssen wir verschiedene dumme Gegner verprügeln und können dabei einige Sammelgegenstände und Punkte einsammeln. Abwechslung gibt es hier fast gar nicht. Ein paar Endgegner, die noch ein klein wenig dümmer sind, als die normalen Gegner, stehen trotzdem ab und an vor eurer Nase. Die Besonderheit in den Bosskämpfen liegt darin, dass die Gegner zwei oder drei verschiedene Aktionen bieten. Diese wiederholen sich zwar ebenfalls, versuchen dadurch ein wenig Abwechslung innerhalb der Bosskämpfe einzubringen. Generell verlaufen diese viel zu lange. Das ist wahrscheinlich auf die zu großen Lebensanzeigen zurückzuführen. Dadurch wirken die Kämpfe einfach zu sehr in die Länge gezogen. Unsere KI unserer Mitstreiter hat es noch schlimmer getroffen. Unsere Freunde stehen einfach sinnlos auf der Plattform herum und schauen genüsslich zu, wie wir uns gegen den Boss schlagen. Das Gameplay wird durch den Vier-Spieler-Koop-Modus um einiges aufgelockert, da man mit drei verschiedenen Mitspielern, lokal an der Xbox 360 sitzen kann. Allerdings macht es das gesamte Spiel nicht wirklich besser. Die Kämpfe sind durch die Mithilfe der Freunde noch um einiges leichter, spaßiger wird das Spiel dadurch nicht. Durch die gesammelten Punkte innerhalb der “Story”, kann man die Charaktere upgraden, um so mehr Kombos und Power zu bekommen. Auch durch die neuen Upgrades verändert sich das Gameplay nicht. Wer nach knapp fünf Spielstunden noch etwas mehr Zeit mit dem Titel verbringen will, kann sich den Wellenmodus genauer anschauen. Dort muss man versuchen, so lange wie möglich mit den Turtles gegen die Gegner durchzuhalten. Nachdem man ein paar Minuten überlebt hat, braucht man erstmal eine kleine Auszeit vom Controller, da die Finger selbst nach dem kurzen Zocken taub werden. Sammelt man innerhalb der Kampagne genügend Gegenstände ein, wird ein zusätzlicher Spielmodus freigeschaltet. Dieser unterscheidet sich nur dadurch, dass man alle Missionen noch einmal auf Zeit spielen kann. Grafisch ist das Spiel ebenfalls keine Meisterleistung und kommt mit Bugs, sowie einer Menge Kantenflimmern daher. Zudem muss man sich immer die gleich Sprüche der Turtles und Gegner anhören. Würde Meister Splinter dieses Abenteuer spielen, würde er sehr traurig sein.

Wo sind unsere Freunde? Die KI macht eine fünfstündige Pause

Wo sind unsere Freunde? Die KI macht eine fünfstündige Pause

 

Fazit:

Dieser Einsatz ist leider nicht so gelungen, wie es sich die Teenage Mutant Ninja Turtles vielleicht erhofft haben. Die schlechte Technik und die nicht vorhandene Abwechslung bringen die Schildkröten leider sehr herzlos ins eigene Wohnzimmer. Das bezahlte Geld kann man sich eher sparen und dafür eine Pizza beim Lieblings-Italiener holen. Beim Essen fühlt man sich dann noch wie ein Hero Turtle, anstatt dieses Spiel zu spielen. Während ich es gespielt habe, dachte ich an einen Beta-Tester, der noch Verbesserungsvorschläge einzureichen hat. Selbst das alte Super Nintendo Spiel der Turtles sieht heute noch besser aus als dieses.

 

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Geschrieben von Tobias Liesenhoff
Chefredakteur für Games, Movies, Hardware seit Juni 2013.

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