Skigebiet Simulator 2014 – Review zur minimalistischen Simulation

Wir schreiben das Jahr 2014, es ist Winter und was machen die Menschen? Sie gehen Ski-Fahren. Warum damit nicht Geld verdienen, also wird das eigene Skigebiet eröffnet. Die United Independent Entertainment GmbH macht es uns auch in diesem Jahr wieder einfach ahnungslose Ski-Touristen auszunehmen. Ob uns der Skigebiet Simulator 2014 lange an die virtuellen Pisten fesseln kann, lest ihr in unserem Test.

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Ein wundervolles Skigebiet.

 

Grandioser Start

Kaum ist der Download beendet, starten wir direkt den Skigebiet Simulator 2014. Schon begrüßt uns das Menü mit einem netten Bildchen und dem Schriftzug “Skigebiet Simulator 2012”. Kurz die Grafik-Einstellungen korrigiert und schon kann es los gehen. Moment mal? “Skigebiet Simulator 2012”? Naja, davon lassen wir uns mal nicht beirren und starten eine neue Karriere. Der Ladebildschirm bleibt nicht sehr lange und schon sitzen wir in einer Pistenraupe. Der Einstieg ist sehr direkt, kein Tutorial, keine Story und keine Charakter-Erstellung. Aber eine große Story benötigt das Spiel nicht, da wir eh bloß unser eigenes Skigebiet managen möchten. Nach einem klick auf das Fragezeichen am oberen Bildrand, können wir doch eine Einführung genießen. Allerdings nur in Textform. Aber: Wir wissen nun was zu tun ist.

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Sehr schön! Das Spiel führt uns in alles Wichtige ein.

 

Reales Management

Nun gut, wir sitzen also in unserer Raupe und haben das Tutorial verstanden. Von den 1,5 Mio Euro Startgeld kaufen wir also eine Ski-Piste, da können wir zwischen verschiedenen auswählen und entscheiden uns für die etwas anspruchsvollere. Aber was ist eine Ski-Piste ohne einen Lift? Richtig, diesen schnell gekauft, platziert wird er, wie alles andere auch, von alleine. Danke schön. Ein anständiges Ski-Resort benötigt aber noch mehr: Eine Unterkunft für Übernachtungs-Gäste und ein Restaurant für die Stärkung der Ski-Fahrer. Wir müssen versuchen, unseren Ruf zu steigern und die Kunden zufrieden zu stellen, das lockt nämlich noch mehr Menschen an, die ihr Geld bei mir lassen können. Glückliche Gäste benötigen nur noch einen Parkplatz. Das Wichtigste sind dann aber noch die Aufgaben. Jeden Montag in der Früh bekommen wir eine lange Liste mit Aufgaben, z. B. müssen wir festgefahrene Fahrzeuge abschleppen, den Schnee an bestimmten Stellen wegräumen, oder einen umgestürzten Baum beseitigen. Sind wir gerade beschäftigt, können wir diese Arbeiten, mit einem Klick auf den entsprechenden Button, zuweisen. Wem wir diese verantwortungsvollen Aufgaben übertragen bleibt jedoch verborgen. Als selbstständiger Unternehmer helfen wir ausnahmsweise eigenhändig einem festgefahrenen LKW aus dem Schnee zu kommen. Also steigen wir kurzerhand in die Pistenraupe, dies erledigen wir durch einen einfachen Klick auf das Kamera-Symbol oben links. Schnelligkeit ist hier gefordert, denn es schneit sehr stark und der Fahrer friert bestimmt. Deshalb entkoppeln wir das hintere Schild und befestigen den Schleppharken. Ein kleiner gelber Punkt zeigt uns, wo genau der LKW steht. Kaum angekommen haben wir das Fahrzeug bereits aus dem Schnee geholt, dies reicht uns aber nicht und so ziehen wir den Lastkraftwagen zu einem Stellplatz auf unserem Gelände. Der Besitzer muss wohl sehnsüchtig auf sein mechanischen Liebling gewartet haben, weil es direkt verschwindet, sobald wir es abkoppeln. In der Zwischenzeit haben wir mehr Besucher bekommen, die Zufriedenheit ist gestiegen und unser Ruf ist verbessert. Da machen wir nun, was jeder gute Skigebiet-Manager machen würde und erhöhen die Preise. So vergehen nun ein paar Tage und Wochen und schon haben wir eine Auslastung von 60% auf unserer Piste. Also erhöhen wir erneut die Preise, wodurch die Zufriedenheit und der Ruf weiter wachsen. Wir schreiben nun endlich schwarze Zahlen, dies sehen wir, weil unser Kontostand nicht weiter fällt, sondern die Zahl immer größer wird. Das reicht ja auch, Buchführung hat noch niemanden erfolgreich gemacht. Um mehr Geld zu verdienen stellen wir noch Werbeschilder auf, investieren in weitere Restaurants und erledigen Montag für Montag die Aufgaben. So können wir entweder mit unseren beiden Fahrzeugen umherfahren oder betrachten einfach unser Skigebiet. Wir entscheiden uns für letzteres, da die Pistenraupe langsam und unsicher unterwegs ist. Außerdem kann man die Tage einfach überspringen, dies geht aber nur im Beobachtungsmodus. Dieser ist eine feste Kamera, die wir drehen können und das gesamte Resort und Umgebung betrachten können. Den Leuten beim Skifahren zuzusehen bereitet uns solch eine Freude, dass wir eigentlich gar nichts anderes machen. Unser Skigebiet erfreut sich bester Beliebtheit, da immer mehr Besucher kommen, egal welche Preise wir verlangen. So sind wir nach wenigen Wochen, ohne wirklich etwas zu tun, stinkreich. Mission erfolgreich, würde ich sagen.

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Den LKW des unglücklichen Fahrers stellen wir neben unseren eigenen Maschinen ab.

 

Berge, Täler und Seen

Das Gebiet ist recht begrenzt und so brauchen wir uns nicht um viele Pisten kümmern. Ein einziger Berg ist geeignet. Schaut man sich in der Gegend um sieht man zwar viele Berge, diese sind aber weiter weg. Einen kleinen See mit einem idyllischem Dorf haben wir auch. Mehr als Berge, ein Tal und einen See benötigt man auch nicht. Die Grafik entspricht dem Gameplay: minimalistisch, einfach und ohne viel Schnickschnack. Doch im Gegensatz zum Gameplay haben die Gebäude, Fahrzeuge und Elemente Ecken und Kanten, und davon nicht genug. Teilweise sieht man sogar gar nichts, weil die Wetter-Effekte einen heftigen Schneesturm hervorbringen, der unsere Sicht komplett in einen weiß-gelblichen Schleier hüllt. Nachts sieht das Ski-Resort ganz nett aus, die Beleuchtung bringt einen weihnachtlichen Flair. Da möchte man sich doch in seinem Rentier-Pullover vor den Kamin setzen. Das knisternde Holz würde die Sounds im Spiel nicht überdecken, da das Schneegestöber alles zu überdecken scheint, auch die Geräusche, die ein Schneesturm so mit sich bringen würde. Nur wenn wir umherfahren hören wir die Motorengeräusche.

Ein heftiger Schneesturm tobt!

 

Fazit:
Jeder der ein Spiel sucht, dass er im Hintergrund laufen lassen kann und virtuelles Geld verdienen möchte, ohne dafür mehr als wenige Mausklicks tätigen zu müssen, der ist mit dem Skigebiet Simulator 2014 bestens bedient. Alle die etwas machen möchten, während ein Spiel gespielt wird, rate ich davon ab, dieses Spiel zu erwerben. Leider muss man in diesem Simulator fast nichts machen, nur eine Piste und alles drumherum kaufen und die Preise erhöhen. Dann jede Woche darauf achten, dass die Aufgaben zugewiesen sind. Der Skigebiet Simulator 2014 ist ein inhalts- und anspruchsloses Spiel.

 

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Geschrieben von Thomas Solzic
Immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen.

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