Saints Row

Test zum geglückten Reboot der Serie

Saints Row im Überblick

Online Multiplayer

Couch-Koop / Splitscreen

Mikrotransaktionen

Lootboxen

Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs

Angebot
Saints Row Day One Edition (PlayStation 5)
  • Originelle Blockbuster-Story voller Kriminalität, außergewöhnlicher Szenen und gewohnt krasser Wendungen mit einer ordentlichen Prise Humor
  • Entdecke den etwas anderen Wilden Westen - Tobe dich in Santo Ileso, dem größten und besten Saints-Row-Schauplatz aller Zeiten, aus
  • Schieße mit Revolvern aus der Hüfte, feure mit einem Raketenwerfer oder vernichte Nahkampf-Schwergewichte aus nächster Nähe mit Takedowns
  • Die Day One Edition enthält zusätzlich zum Spiel den "Idols Anarchy Pack" DLC.

*Werbung: Die Amazon-Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekommt die Redaktion von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

Releasedatum: 23. August 2022

Genre: Shooter

USK: ab 18 Jahren freigegeben

Publisher: Deep Silver

Plattformen: PC, PlayStation 4 und 5, Xbox One, Xbox Series X|S

Endlich ist es soweit! Das Reboot von Saints Row ist da und will anders sein als seine Vorgänger, aber auch dem Geist der Spielreihe treu bleiben. Ob den Entwicklern von Volition das mit dem fünften Teil gelingt oder nicht und ob ihr euch das Spiel direkt zum Release am 23. August holen solltet, erfahrt ihr hier in unserem Test.

 

Be your own Boss!

Von unseren lieb gewonnen Saints müssen wir uns jetzt leider endgültig verabschieden. Johnny Gat, Shaundi und Kinzie sind Geschichte. Stattdessen treten vier neue Protagonisten ihr Erbe an und einer davon seid ihr. Am Anfang gibt es die Saints jedoch noch gar nicht, wie wir sie kennen. Das Spiel eröffnet zwar mit einer kleinen Sequenz in der Gegenwart, wo die Saints schon bekannt sind, bringt euch jedoch direkt ein paar Monate zurück, wo ihr noch ein niemand war. Genauer gesagt arbeitet ihr für die Sicherheitsfirma Marschall und bestreitet an eurem ersten rasanten Arbeitstag auch direkt das Tutorial.

Nach einem mehr oder weniger erfolgreichen Arbeitstag gehts zurück nach Hause in eure WG. Dort lebt ihr mit drei anderen jungen Erwachsenen, deren Leben ähnlich durchwachsen läuft. Eli will unbedingt ein Start-up gründen, mit mäßigem Erfolg. Kevin ist zwar als Oberteilallergiker ein bekannter DJ und hängt viel mit der Idols Gang rum, ist jedoch genauso chronisch pleite wie seine Freunde. Die letzte im Bunde ist Neenah, die zwar einen Abschluss hat, aber einfach keinen Museumsjob finden kann. Somit repariert sie Autos für die Panteros Gang und ist daher auch eine hervorragende Fluchtwagen Fahrerin.

Im Grunde ist die WG also mit allen großen Playern von Santa Illeso verbandelt, aber am unteren Ende der Nahrungskette. Nachdem das Budget mal wieder nicht für die Miete reicht und man Läden überfallen muss, nehmen auch noch die Spannungen mit den Gangs zu und ihr verliert euren Job bei Marshall. Völlig am Boden und mit einer Schusswunde entschließen sich die Freunde einfach ihre eigene Gang aufzubauen. Als Hauptquartier dient dabei übrigens eine baufällige Kirche, die der aus dem allerersten Saints Row verdächtig ähnlich sieht. Dort entscheidet sich dann auch der Name der Gang und die Saints sind wiedergeboren.

Eigentlich erwarten wir von einem Saints Row ja keine tiefschürfende Story. Und ja, auch hier ist es manchmal herrlich übertrieben und absurd. Aber dennoch ist es an einigen Stellen deutlich emotionaler und die drei Mitbewohner Kev, Eli und Neenah sind mir richtig ans Herz gewachsen. Ich hab mit ihnen mitgefiebert und sie haben mich nicht enttäuscht und ziemlich oft zum Lachen gebracht. Alleine schon für diese wunderbar humorvolle und empathische Story lohnt sich Saints Row. Zwar ist die Synchronisation nur auf Englisch verfügbar, aber die ist richtig gut gelungen und steht denen aus dem dritten und vierten Teil in keinster Weise nach.

Die Geburtsstunde der neuen Saints.


 

Ein Charaktereditor der unbegrenzten Möglichkeiten

Und das meine ich genau so. Die verschiedenen Optionen, um euren eigenen Boss zu erstellen sind schier überwältigend. Ob die Haut oder das Haar nun glänzen soll, wie hoch die Wagenknochen stehen und wie viel Deckkraft das Tattoo hat ist ganz bequem einzustellen. Dabei kann auch völlig gleichgültig jedes Geschlecht jede Option benutzen. Ein krass muskulöser und skrupelloser Boss mit Animezöpfen? Wenn ihr wollt, wird er die Saints anführen. Ein Vampir mit fahler Haut, spitzen Ohren und Dollarzeichen in den Augen? Kein Problem.

Eurer Fantasie sind so gut wie keine Grenzen gesetzt. Wer, wie ich, nicht so gut im Erstellen einer eigenen Figur ist, kann aber auch beruhigt einen der voreingestellten Bosse nehmen. Die sehen sehr unterschiedlich aus und dürften den meisten Spielern gefallen. Verschiedene Synchronisationstimmen gibt es ebenfalls und können auch ohne Rücksicht auf Geschlecht benutzt werden. Schön für Streamer: Ihr könnt euch ganz eng an die prüden Vorgaben von ausländischen Streamingdiensten halten und die Brustwarzen zensieren lassen. Offenbar haben die Entwickler da schon an Streamer gedacht und auch gleich im Menü eine Option hinterlegt um lizenzpflichtige Musik auszuschalten.

Denn diese wird im Radio auf eurem Handy oder in den Fahrzeugen stets abgespielt. Natürlich könnt ihr sie ausstellen, aber eine Verfolgungsjagd mit krassen Explosionen macht viel mehr Spaß, wenn im Hintergrund der Klassiksender Für Elise spielt. Die Radiosender spielen auch immer mal wieder Nachrichten ab, um von euren Schandtaten zu berichten. Das war der Moment, in dem mir Jane Valderama gefehlt hat, die neue Sprecherin kommt da noch nicht dran.

 

Auf Santo Illesos Straßen und Dächern

Die ganze Geschichte rund um die Saints spielt sich in der ziemlich sandigen fiktiven Stadt von Santo Illeso ab. Dort gibt es ziemlich unterschiedliche Umgebungen und jede Menge zu tun. Auf eurem Handy habt ihr allerlei Apps, die euch entweder Kopfgeldaufträge geben oder Fotos machen lassen. Die Hauptquest wird dort ebenfalls verfolgt sowie Fähigkeiten und Verbesserungen ausgewählt. Natürlich gibt es auch wieder eine App, um das gewaschene Bargeld aus euren völlig legalen Unternehmungen einzusammeln.

Am Anfang ist dabei eure Wohnung, später dann die Kirche das Hauptquartier. Neben einer Garage für diverse Fahrzeuge können dort Waffen und Outfits gewechselt werden. Ein nettes Feature ist jedoch, dass ihr jetzt einfach überall per ab eure Kleidung wechseln lassen könnt. Für Waffen und Kleidung gibt es auch über die ganze Stadt verteilte Läden, der Waffenladen Friendly Fire hat das Reboot überlebt. An Auswahl bezüglich Klamotten und Waffen mangelt es euch ohnehin nicht.

So könnt ihr euch für all die verschiedenen Aktivitäten hübsch machen, bei denen immer Geld und Erfahrungspunkte rauspringen. Ob ihr nun stupide Mitglieder feindlicher Gangs über den Haufen schießt, Auftragsmorde begeht, per Helikopter riesige Autos stehlt oder als Beifahrer auf Verfolger ballert, es gibt an jeder Ecke was zu tun. Neu ist euer Imperiumstisch, mit dem ihr Gebiete in Santo Illeso übernehmt. Dort platziert ihr kriminelle Geschäfte auf der Karte. An diesen Stellen steht das besagte Geschäft dann auch und wartet mit einer kleinen Auftragsreihe auf euch. Für jeden Abschluss erhöht sich dann die stündliche Einnahme dieser Region.

Richtig cool ist vor allem der neue Wing Suit. Zwar müsst ihr euch von den Superkräften aus Teil vier verabschieden, ihr könnt aber auch in Saints Row noch durch den Himmel gleiten. Wenn ihr aus genügender Höhe fallt, könnt ihr den Wing Suit einsetzen und ziemlich schnell durch die Stadt gleiten. Neue Höhe hinzugewinnen geht leider nicht, aber trotzdem macht es auch so viel Spaß und man ist sehr mobil. Dafür muss man aber natürlich auch erst mal die nötige Höhe erreichen. Dafür gibt es einige Türme und Hochhäuser in der Stadt, mit denen es recht einfach ist. Die könnten für meinen Geschmack aber deutlich häufiger vorkommen. Zum Einsatz kommt der Wing Suit auch vor allem bei der neuen Aktivität “Wing Suit Sabotage”.

 

Die Ballerei bleibt so wie wir sie lieben

Nämlich ein Mix zwischen normalen Shooter und moderaten Wahnsinn. Eine Dubstepkanonen gibt es zwar nicht, dafür aber einiges abseits von gewöhnlichen Pistolen und Maschinenengewehren. Sei es das Scharfschützengewehr oder die Panzerfaust, mit der Zeit schaltet ihr immer mehr Waffen frei. Und dann könnt ihr euch auch schonmal eine Pistole der Marschalls leisten, deren Geschosse im gewissen Rahmen ihr Ziel eigenständig suchen. Oder ihr rüstet die Kanone der Idols aus, die pink leuchtende Geschosse verteilt, die ein tödliches Partylicht auf eure Gegner herabprasseln lassen.

Neben verrückten Waffen gibt es auch verrückte Gegner. Während die Marschalls ziemlich gute Gewehre auf Lager haben, rücken euch die Panteros vor allem mit gefährlichem Nahkampf auf die Pelle. Zum Glück könnt ihr ebenfalls verschiedenste Nahkampfwaffen tragen und so einen Angriff geschmeidig mit einem Vorschlaghammer beantworten. Die Idols haben hingegen Leute in ihren Reihen, die Stäbe so schnell um sich rumwirbeln, dass sie damit alle Kugeln abwehren, ebenso wie die schweren Polizeieinheiten mit ihren Schilden. Hier ist also je nach Gegner eine andere Taktik gefragt, was wirklich Spaß macht und die Kämpfe damit nicht zu stupidem Geballer verkommen lässt.

Wer meint, dass der Boss nur mit Waffen kämpfen kann, liegt völlig falsch. Per Stufenaufstieg schaltet ihr immer neue Fähigkeiten frei, die mit dem sogenannten “Flow” eingesetzt werden können. Den sammelt ihr einfach durchs kämpfen. Dann schmeißt ihr Granaten, Rauchbomben oder führt einen mächtigen Feuerschlag aus. Die Fähigkeiten sind wirklich cool und gerade gegen schwere Gegner nützlich, schade ist jedoch, dass es keinen richtigen Fähigkeitenbaum gibt. Das Spiel gibt fest vor, bei welchem Level ihr welche Fähigkeit bekommt. Etwas schade, aber damit kann ich leben.

Einziger Wermutstropfen bleibt für mich, dass die krassen Nahkampfmoves aus Saints Row : The Third so nicht mehr da sind. Stattdessen könnt ihr auch aus dem Sprint heraus eure Gegner nur treten. Besondere Nahkampfangriffe könnt ihr immer nur dann, wenn eure Saints Lilie am unteren Rand des Bildschirms aufgeladen ist. Das passiert automatisch im Kampf und damit erledigt ihr einen Gegner auch sofort, was sogar einen Gesundheitsbalken gibt. Etwas schade, da ich gerade diese völlig abgefahrenen Attacken immer sehr lustig fand.

 

Ein würdiger Nachfolger mit kleinen Bugs

Insgesamt hatte ich mit Saints Row viel Spaß und werde ihn auch weiterhin haben. Die Story ist überraschend ergreifen, die Charaktere wachsen einem ans Herz und die Kämpfe sind völlig übertrieben und machen Spaß. Eigentlich wäre ich somit rundum zufrieden. Eigentlich.

In unserer Version gab es jedoch noch ein paar kleinere bis mittelschwere Bugs. So zückte mein Charakter manchmal einfach seine Waffe und wollte sie auch in Dialogen einfach nicht wegstecken. Teilweise funktionierten die Apps des Handys nicht und es wurden Klamotten einfach wahllos aus- und angezogen. Am schlimmsten war es jedoch, wenn Missionen am Ende hängen blieben, wenn eigentlich der Abschlussbildschirm kommen sollte. Da half dann nur ein Neustart des Spiels, woraufhin die gesamte Mission noch mal gespielt werden musste. Uff.

Außerdem spawnen manche Gegner etwas…kreativ. So sollte ich mit Neenah Polizisten ausschalten, mich aber nicht zu weit von unserer Crew wegbewegen. Die Polizisten spawnten jedoch leider auf der Autobahnbrücke über uns und konnten auch mit Spezialwaffen nicht erreicht werden. Auf die Brücke selbst fahren konnte man leider auch nicht, weil Missionen scheitern, wenn man sich zu weit aus dem Missionsgebiet entfernt. Da half wirklich gar nichts, aber zum Glück vielen die Polizisten plötzlich einfach tot um. Sollte mir recht sein.

Insgesamt gibt es hier also noch ein wenig auszubessern. Gerade wenn in einer Storysequenz einfach das Lied aus der Playlistapp weiter läuft und die Dialoge übertönt, reißt das ziemlich raus. Grundsätzlich funktioniert das Spiel jedoch gut und alles konnte durch einen Neustart behoben werden. Hoffentlich sehen wir hier einen Day One Patch. Wenn das also behoben wird, ist Saints Row ein richtig gut gelungenes Reboot, was die Spielreihe mit vielen Anspielungen würdig vertritt und von der ich gerne mehr sehen würde.

 

Angebot
Saints Row Day One Edition (PlayStation 5)
  • Originelle Blockbuster-Story voller Kriminalität, außergewöhnlicher Szenen und gewohnt krasser Wendungen mit einer ordentlichen Prise Humor
  • Entdecke den etwas anderen Wilden Westen - Tobe dich in Santo Ileso, dem größten und besten Saints-Row-Schauplatz aller Zeiten, aus
  • Schieße mit Revolvern aus der Hüfte, feure mit einem Raketenwerfer oder vernichte Nahkampf-Schwergewichte aus nächster Nähe mit Takedowns
  • Die Day One Edition enthält zusätzlich zum Spiel den "Idols Anarchy Pack" DLC.

*Werbung: Die Amazon-Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekommt die Redaktion von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

 

  • Saints Row – Test zum geglückten Reboot der Serie
    Fazit zu Saints Row

    Am Anfang hatte ich wirklich Sorge, ob das Reboot ein Fehler sein wird. Aber meine Zweifel waren unbegründet und ich habe wirklich sehr viel Spaß mit dem Spiel gehabt. Ob es nun die knuffigen Massenmörder waren die meinen Hauptcharakter unterstützen, oder die lustigen Dialoge in denen der heimlichen Star die WG Katze war. Rasante Verfolgungsjagden, irre Schießereien und Sabotagen aus dem Himmel per Wing Suit, die Kämpfe machen danke der unterschiedlichen Waffen immer wieder Bock. Von den diversen Shoppingtouren um das ideale Outfit zu finden ganz zu schweigen. Saints Row ist ein wirklich würdiger Nachfolger und ich bin gespannt, wie es in Zukunft mit der Reihe weitergeht.

    Tobias Mehrwald, Redakteur und Lektor

Positiv:

Zahlreiche Anspielungen auf die vorherigen Teile
Gute Auswahl an Waffen, Kleidung und Fähigkeiten
Spannende Kämpfe mit verschiedenen Gegnern
Sehr gute Story mit klassicher Saints Row Verrücktheit

Negativ:

Bugs die einem das Leben in Missionen schwer machen
Fähigkeiten werden vorgegeben und können nicht selber priorisiert werden

Saints Row erhält den NAT-Games Award

Ab in die Sammlung?

Ob Neuling oder Veteran, das Reboot der Saints Row Reihe wird euch Spaß machen. Sofern ihr Shooter nicht völlig hasst, solltet ihr dem Spiel unbedingt eine Chance geben!

Share This Post
Deine Meinung?
10
Avatar photo
Geschrieben von Tobias Mehrwald
entkommt in unter fünf Minuten aus der Unterwelt.

Hinterlasse einen Kommentar

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Thanks for submitting your comment!