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Test: Miraculous: Paris Under Siege

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Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs

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Releasedatum: 25. Oktober 2024

Genre: Adventure, Actionspiel

USK: ab 6 Jahren freigegeben

Publisher: GameMill Entertainment

Plattformen: PlayStation 5, Nintendo Switch, PlayStation 4, Xbox One, Microsoft Windows, Xbox Series

 

Miraculous: Paris Under Siege ist das zweite Miraculous-Adventure von GameMill Entertainment, das auf der beliebten Animationsserie basiert. Bereits 2022 konnten Fans in Miraculous: Rise of the Sphinx in die Rollen von Ladybug und Cat Noir schlüpfen, um Paris zu retten. Dieses Mal droht Stormy Weather die Stadt ins Chaos zu versenken.

 

Story und Spielweise von Miraculous: Paris Under Siege

Wie bereits im Vorgänger und der Serie geht es mal wieder darum, dass Ladybug aka Marinette gemeinsam mit Cat Noir aka Adrien Paris vor Shadow Moth und seinen akumatisierten Bösewichten rettet. Dieses Mal trifft es Aurore, die erneut zu Stormy Weather wird. Weitere ikonische Schurken aus dem Miraculous-Universum könnt ihr hier nachlesen. In einem ersten Tutorial-Level können Spielende alleine im Wechsel oder im Coop gemeinsam als Ladybug und Cat Noir durch Paris springen und schwingen und Schergen bekämpfen, um zunächst Stormy Weather zu begegnen und von Shadow Moth‘ bösem Plan zu erfahren. Danach können Spielende frei entscheiden, ob sie zunächst gegen Lady WiFi, den Bubbler, Truth oder Sole Crusher kämpfen wollen, die alle von Stormy Weather manipuliert wurden. Dieses Mal lässt das Spiel einem in der Levelauswahl somit mehr Freiheit.

Zuletzt gibt es noch ein abschließendes Level. In allen sechs Gebieten geht es darum, geschickt zu klettern und Gegner durch Kombos zu vernichten. Dieses Mal ist es leichter geworden, die Feinde zu eliminieren, da sie sich kaum wehren und nur schlecht angreifen können. Als weitere Neuheit gibt es die Möglichkeit, Rena Rouge, Vesperia, Carapace oder Viperion im Kampf zur Hilfe zu rufen. Dafür wird jeweils ein Balken unter der Lebensanzeige leer, der im Kampf wieder aufgefüllt werden kann. Wie beim letzten Teil können Spielende ihre gesammelten XPs einsetzen, um ihre Werte zu erhöhen. Insgesamt wurde das Spiel noch einmal stark vereinfacht.

Miraculous: Paris Under Siege

Spielende können im Coop spielen und andere Helden im Kampf herbeirufen. Bild: 2024 © GameMill Entertainment

 

Kein Spiel für Fans, kein Spiel für irgendwen

Und das ist noch positiv formuliert. Vermutlich hat sich jemand beschwert, dass der erste Teil zu lange gedauert hat, denn nun laufen die Charaktere so schnell, dass man die Umgebung nur noch im Vorbeilaufen sieht. Auch Marinette in ihrer normalen Form kann einfach herumrasen und aus dem Stand drei Meter springen, was natürlich niemanden um sie herum stört. Um das ganze Geschehen doch noch erlebbar zu machen, laggt das Spiel aber andauernd. Die Gegner bewegen sich in Zeitlupe und man selbst weiß gar nicht so wirklich, wo man noch hinschlägt. Für den Fall, dass die senilen Gegenspieler einen doch mal treffen, kann zum Glück ausgewichen werden – keine Ahnung, in welche Richtung, das entscheidet das Spiel oft spontan.

Aber auch die Story wurde drastisch verkürzt und stark vereinfacht. Die obige Einführung zur Story hätte ich alleine durch das Spielen des Spiels nicht schreiben können. Die meisten Informationen hierfür habe ich aus dem Internet gesammelt. Warum? Es gibt keinen Einstieg mit einer Cutscene, die mir zeigt, dass Aurore wütend wird, Shadow Moth sie akumatisiert und sie sich in Stormy Weather verwandelt. Sie ist am Ende des ersten Levels einfach da. Shadow Moth sehe ich auch nur als zwei riesige Augen im Sturm. Die Hintergründe und Gefühle, die die Serie eigentlich ausmachen, wurden im Spiel größtenteils gestrichen. Ich erfahre nichts über Marinettes Gedanken. Nach jedem Levelabschluss werde ich emotionslos wieder in ihr Zimmer teleportiert, ohne, dass etwas gesagt werden würde.

Stattdessen kann ich nun, ohne zu wissen, wozu überhaupt, Gegner verkloppen und das in Dauerschleife. Die charakteristischen Fähigkeiten der Superhelden werden zudem auch nur sporadisch eingesetzt. Für die Macher des Spiels hat es wohl ausgereicht, die Musik und die Charaktere des Franchise zu übernehmen. Das komplette Wesen der Serie und wie sie funktioniert, wurde aber vergessen. Das führt dazu, dass Fans enttäuscht werden und Nichtkenner überhaupt keine Ahnung haben, wen sie spielen und warum sie kämpfen.

Miraculous: Paris Under Siege

Bild: 2024 © GameMill Entertainment

 

Wenn du denkst, es geht nicht schlechter…

Über kleinere Fehler kann ich gut hinwegsehen und eine Story bräuchte ich nicht unbedingt, auch wenn es dann keinen Sinn macht, sich ein so storylastiges Franchise zum Vorbild zu nehmen. Aber nicht einmal die Kämpfe, das einzige Element, was aus dem ersten Teil geblieben ist, sind gut. Es ist das reinste Buttonsmashen ohne Sinn und Verstand. Ich könnte genauso gut durch die Level rasen und kein Gegner würde mich aufhalten. Apropos Gegner: Es macht ja nichts, wenn man sich null mit dem Franchise beschäftigt, das man abbilden möchte, und dann den Namen eines akumatisierten Charakters vergisst. Das passiert mir auch. Doch Luka aka Truth dann im Spiel den Namen „You can improve your skills using the XP collected. Access the stats through the pause menu“ zu geben, hat mich an allem zweifeln lassen.

Doch im dritten Level passierte es dann, der Moment, als der Videospielgott erzürnt war und mich bestrafen musste. Es geschah etwas, das ich noch nie erlebt habe. Mein Controller hat sich von alleine auf doppelte Weise invertiert. Der Bewegungsstick und der Kamerastick wurden jeweils oben-unten und rechts-links invertiert und miteinander getauscht. Um weiterspielen zu können, musste ich also den Controller um 180 Grad drehen. Dadurch habe ich mich viel bewusster auf das Spiel einlassen müssen, doch das hat auch nicht geholfen. Ich musste das Spiel erst einmal abbrechen, da ich nicht mehr konnte. Mein Fan- und Gamerwille waren am Ende gebrochen.

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Fazit zu Miraculous: Paris Under Siege

Nachdem ich bereits den ersten Teil getestet hatte, bin ich mit positiver Stimmung an diese Fortsetzung herangegangen. Ich hatte nicht erwartet, dass sie noch schlechter als der Vorgänger sein könnte. Doch das ist sie leider.

Ann-Kathrin Günther (Redakteurin)

Positiv:

Mehrere Superhelden aus Miraculous kommen vor

Negativ:

Keine Story
Schlechte Charaktereinführung
Mangelnde Erklärungen
Zu viele technische Probleme

Ab in die Sammlung?

Nein. Definitiv nicht.

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