Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 – Test zum sportlichen Party-Game

Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 im Überblick

Online Multiplayer

Couch-Koop / Splitscreen

Mikrotransaktionen

Lootboxen

Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs

Releasedatum: 08. November 2019

Genre: Arcade Sport

USK: ab 6 Jahren freigegeben

Publisher: SEGA

Plattformen: Nintendo Switch

Zum sechsten Mal wollen Mario und Sonic es wissen und treten bei den Olympischen Spielen gegeneinander an. Diesmal geht es in ihr Entstehungsland Japan. Da dürfen die Helden von Nintendo und Sega natürlich nicht fehlen. Doch für welche Medaille reicht es für Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020? Wir haben die Sportschuhe angezogen und es für euch getestet.

Aus Neu wird Alt

In Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 stehen vor allem die diversen Sportdisziplinen wie 100 m Lauf oder Speerwerfen im Mittelpunkt, in denen wir gegen die KI oder Freunde antreten. Die verschiedenen Disziplinen können wir einfach und schnell auswählen und dann auch direkt loslegen. Leider können im lokalen Mehrspieler-Modus nur bis zu vier Spieler gleichzeitig teilnehmen. Das Gleiche gilt auch für die lokalen Spiele mit mehreren Switch-Konsolen. Anders sieht das im Online-Modus aus: Hier können immerhin bis zu acht Spieler teilnehmen. Insgesamt stehen 34 unterschiedliche Disziplinen und 20 Charaktere zur Wahl. Wie in den Vorgängern mischen sich unter die gängigen olympischen Sportarten die sogenannten Traum-Disziplinen mit etwas ausgefalleneren Regeln. Die größte Neuerung in Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 ist der 1964-Modus. Hier ändert sich der Look des Spiels in einen Retro 2D-Stil mit 8-bit und 16-bit Figuren aus den Mario bzw. Sonic Universen. Auch der Sound und die Musik versprühen Retro-Charme. Von den 34 Disziplinen sind 10 in dem neuen alten Look. Hinzu kommen einige Minispiele, die wir im Story-Modus freischalten.

Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020

Tokio 1964! Der Retro-Look kann sich sehen lassen.

 

Die Story verdient keine Medaille

Apropos Story-Modus: Ja, Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 hat tatsächlich eine Story. Die Prämisse dabei ist, dass Bowser und Dr. Eggman eine Spielekonsole entwickelt haben, in der sie Mario und Sonic einsperren wollen. Dieser Plan geht natürlich schief und so finden sich nicht nur Mario und Sonic in der Retro-Konsole wieder, sondern auch die beiden Oberschurken selbst. Während Luigi und die anderen nun versuchen, ihre Freunde aus der Konsole zu befreien, nehmen die Eingesperrten an den Olympischen Spielen 1964 innerhalb der Spielekonsole teil. Denn selbstverständlich hat Dr. Eggman einen Ausweg eingebaut, der darin besteht, viele Medaillen zu gewinnen. So weit, so bekloppt. Im Grunde besteht der Story-Modus darin, dass ihr euch einerseits durch das Tokio der 2020er Jahre bewegt und an verschiedenen Disziplinen teilnehmt als auch durch das Tokio der 1964er Jahre und hier dasselbe tut. Es ist zwar löblich, dass es überhaupt einen Story-Modus gibt, doch dieser wirkt wie eine Aneinanderreihung von Disziplinen. Zwischendurch bekommen wir einige Dialoge aus Texttafeln spendiert, während die Spielfiguren sonderbare Laute von sich geben. Letztendlich ist die Story nicht der Rede wert. Während man Tokio in verschiedenen Jahrzehnten erforscht, findet man immer wieder kleine Hinweise und Informationen zu den Olympischen Spielen, zu Tokio und zu den Spielfiguren. Das ist ganz nett, macht den Braten aber auch nicht fett.

Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020

Der Story-Modus ist schnell vergessen.

 

Die Olympischen Minispiele

Das Herzstück von Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 sind aber die zahlreichen Disziplinen. Es finden sich einige alte aber auch komplett neue wieder, wie Fußball oder Sportklettern. Spielt ihr einen Wettkampf zum ersten Mal, wird euch zunächst die Steuerung erklärt. Dabei könnt ihr zwischen klassischer Tastensteuerung und der Bewegungssteuerung mit den Joy-Cons wählen, nur die 64er-Disziplinen lassen euch hier keine Wahl und erlauben Retro-typisch eben nur die Tastensteuerung. Für die meisten Spiele ist das praktisch, da pro Spieler sogar ein einzelner Joy-Con ausreicht, nur könnt ihr nicht zwei verschiedene Steuerungstypen gleichzeitig auswählen. Die Steuerung ist größtenteils sehr simpel und einsteigerfreundlich, wodurch das Game sich wunderbar als Party-Spiel eignet. Diese Simplizität geht jedoch auf Kosten der Herausforderung. Die Disziplinen fühlen sich viel mehr wie Minispiele an als wirkliche Wettstreite und sind meist von kurzer Dauer. Was wir auch schmerzlich vermissen, ist die Möglichkeit, mehrere Disziplinen auszuwählen und zu einem ganzen Wettstreit zusammenzufügen. So fühlt sich das Game einfach nur wie ein Sammelsurium für Minispiele an. Spielt ihr alleine, könnt ihr zwischen drei Schwierigkeitsstufen wählen, wobei selbst die schwierigste Stufe fast schon zu einfach ist. Die zehn Spielfiguren und die Umgebungen in den Disziplinen sehen dafür hochwertig aus. Schaut ihr genauer hin, fallen euch immer wieder liebevolle Details auf, zum Beispiel grüne Toads, die als Kameramänner fungieren. Die Charaktere unterscheiden sich übrigens in ihren Stärken: So ist Mario ein Alleskönner, wohingegen Sonic, wie könnte es auch anders sein, ein schneller Läufer ist.

 

Party-Spiel mit Abstrichen

Alles in allem ist Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 ein sehr mittelmäßiges Spiel. Die verschiedenen Disziplinen machen Spaß und besonders in der Gruppe entfaltet das Spiel seine Stärke, die eben in der Zugänglichkeit liegt. Sind die Gäste allerdings erst einmal weg, breitet sich Tristesse aus. Nach kurzer Zeit hat man alle Disziplinen ausprobiert und der Story-Modus ist, wie bereits erwähnt, ein unaufgeregtes Beiwerk. Nostalgiker kommen mit dem 64-Modus auf ihre Kosten und werden auf Zeitreise geschickt. Die Mischung aus moderner und Retro-Grafik ist gelungen und auch das Gameplay hat uns überzeugt. Schade ist eben, dass man bereits nach kurzer Zeit alles im Spiel gesehen hat. Es kam nicht wirklich die Lust auf, die eigenen Rekorde zu brechen, da es im Endeffekt keinen Unterschied macht und man keine weiteren Belohnungen hierfür erlangt. So landet das Spiel schnell im Regal und wird nur noch heraus gekramt, wenn Freunde zu Besuch sind.

Positiv:

Über 30 Disziplinen
Gelungener Retro-Look mit Charme
Simple und zugängliche Steuerung

Negativ:

Belangloser Story-Modus
Sehr geringer Wiederspielwert
Stellenweise viel zu einfach
  • Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020
    “Ob Mario Party oder Mario Kart – Mario Spiele sind für ihren Multiplayer-Spaßfaktor bekannt. Auch Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 ist da keine Ausnahme. Aber im Singleplayer ist schnell die Luft raus. Der Story-Modus ist ermüdend und die Disziplinen alleine können das Game auf Dauer nicht tragen. Das Spiel ist unterhaltsam und sorgt für ein oder zwei lustige Abende. Leider wird es viel zu schnell redundant.”
    Fabian Konschu, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Wer mal eben schnell ein paar Runden mit den Freunden zocken will, ist bestens bedient. Wer aber etwas Langfristiges sucht, sollte lieber zu bewährten Klassikern wie Mario Kart greifen.

Fabian Konschu
Written by
hört am liebsten Radio Los Santos

Hinterlasse einen Kommentar

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

Passwort vergessen?

Bitte gebe deinen Benutzernamen oder deine E-Mail-Adresse ein. Du erhälst per E-Mail einen Link zum Erstellen eines neuen Passworts.