MAGIX Video deluxe Plus – Test zur neuen Schnittversion

Auch in diesem Jahr heißt es wieder MAGIX Video deluxe bei uns auf der Seite. Denn pünktlich zum Herbst bringt das Unternehmen ihre neuste Version der Videobearbeitungssoftware auf den Markt. Neben der erweiterten 360-Grad-Videobearbeitung wurde in der aktuellen Version sehr viel Wert auf den Look und die Videoeffekte gelegt. Hier fällt bereits bei der Verpackung auf, dass man mit den neuen Effekten besonders bei Urlaubsvideos (Coverbeispiel Unterwasseraufnahmen) punkten möchte. Da passt es natürlich gut, dass die Aufnahmen aus dem Kanaren-Urlaub von diesem Jahr noch nicht bearbeitet wurden. Ob es sich lohnt auf die neue Version umzusteigen, verrät unser Test.

 

Was ist neu in dieser Version?

Der Entwickler und Publisher MAGIX bringt, wie in den letzten Jahren, einen neuen Teil ihres Videobearbeitungsprogrammes auf den Markt. Dieses Jahr heißt die Version schlicht nur noch Video deluxe und kommt erneut in mehreren Versionen daher. Zum einen gibt es die ganz normale Version, die die grundlegenden Inhalte bietet und für den Hobbycutter geeignet ist. Großer Unterschied: Funktionen wie die 360 Grad-Videos, die neuen Effekte, 5.1 Sound oder die Bildschirmaufnahme fehlen hier. Die Plus-Variante bietet zusätzlich zu den nicht vorhandenen Versionen der Standard-Variante noch neue Videoeffekte, mehr Video- und Audiospuren, MultiCam-Editing und den automatischen Lookabgleich. Dieser dient für eine automatische Anpassung von Farb- und Tonwerten verschiedener Videos. So entsteht für das Video ein einheitlich aussehender Look. Früher musste man für jede Szene manuell in den Menüs die Werte ändern. Dies wird dank des neuen Modus abgenommen. Der Unterschied zwischen der normalen und der Plus-Version ist also wirklich gewaltig. Nicht ohne Grund bietet MAGIX diese Version auch für “Das perfekte Videostudio” an. Zu guter Letzt gibt es auch noch die Premiumausstattung. Inhaltlich ist diese identisch mit Video deluxe Plus mit einer großen Ausnahme: Dieses Jahr ist nämlich das NewBlue Titler Pro Express und MotionStudios Vasco da Gama 9 Essential inklusive. Da uns in diesem Jahr leider nur die Plus-Version zur Verfügung stand, gehen wir auf die Premium-Inhalte nicht weiter ein.

Die Bearbeitungsfläche hat sich optisch nicht verändert.

Die Bearbeitungsfläche hat sich optisch nicht verändert.

 

Fast Fehlerfrei ans fertige Video kommen

Doch was hat sich im direkten Vergleich mit dem Vorgänger großartig verändert? Generell stellt sich aber auch in diesem Jahr die Frage, brauche ich wirklich dringend die neue Version? Die in den letzten Jahren vorhandenen Fehler und Bugs wurden auf das Minimum reduziert. So gab es bei unserer Testphase zwar immer noch den ein oder anderen Exportfehler, derartige Programmabstürze oder Fehler während der Bearbeitung hielten sich sehr stark im Rahmen. Dies ist ein wichtiger Schritt, denn was haben wir in den letzten Versionen für verschiedene Fehler gefunden, die das Schneiden unmöglich machten. Ein Upgrade sollte man auf jeden Fall in Erwägung ziehen, wenn man 360 Grad-Videos editieren möchte. Denn Magix Video deluxe ist als erstes Schnittprogramm auf dem Markt mit dieser Funktion ausgestattet und erweitert in der neuen Version die Möglichkeiten erneut. So kann man nun im 360-Grad-Editing Texte an eine bestimmte Position bringen, damit diese im fertigen Video auch genau an dieser Stelle zu sehen sind. Eine gute Ergänzung, um so seine Aufnahmen mit Hinweisen zu versehen oder Easter-Eggs für die Zuschauer einzubauen. Panoramaaufnahmen können nun in bestmöglicher Art und Weise so angepasst und bearbeitet werden, dass man sie seinen Freunden und der Welt zeigen kann. Wieder mit dabei und mittlerweile Standard bei MAGIX, ist die Bildstabilisierung Mercalli V2. Um auf das eingangs beschriebene Urlaubsvideo zurückzukommen, kann die Bildstabilisierung einiges rausholen. Da man doch oft dazu neigt, schnelle Aufnahmen von seinen Eindrücken zu machen, entstehen zu schnelle Kameraschwenks. Zwar kann Video deluxe hier keine hundertprozentige Stabilisierung bieten, dennoch sind die Aufnahmen nach dem Export wesentlich ruhiger und angenehmer anzusehen. Vor allem für Unterwasseraufnahmen, die man mit einer GoPro ohne Display aufnimmt, ein wichtiger Punkt.

 

Haben die überhaupt was verändert?!

Geändert wurde an der Benutzeroberfläche dieses Mal nichts. Auf den ersten Blick mag man sogar meinen, dass man sich in der 2016-Version befindet. Aber dies ist auch gut so, denn wie sagt man so schön: “Never change a running system!”. Die unterschiedlichen Einfärbungen der Objekte sind genauso wieder mit an Bord, wie die, ebenfalls in der Premium-Version verfügbaren, 99 Bearbeitungsspuren. Schon vor zwei Jahren haben wir gemerkt, dass MAGIX in vielen Programmteilen Optimierungen vorgenommen haben. Dies bestätigt sich auch bei der aktuellen Version. Die Ladezeiten zum Vorrendern wurden noch mal optimiert, die im Programm enthaltenen Effekte können fast ohne Ladezeit als Vorschau abgespielt werden und die gesamte Performance wurde insgesamt verbessert. Dynamische Titel und Bauchbinden können zusammen mit vorgefertigten professionellen Intros und Zwischensequenzen für das eigene Video individuell genutzt und zusammengesetzt werden. 4K-Unterstützung ist natürlich wieder dabei.

Dank des neuen automatischen Lookabgleiches behält das gesamte Video einheitliche Farb- und Tonwerte.

Dank des neuen automatischen Lookabgleiches behält das gesamte Video einheitliche Farb- und Tonwerte.

 

Wieder kein MAC-Support

Es bleibt weiter abzuwarten, wann MAGIX den angebissenen Apfel endlich unterstützen wird. Da stellt sich bei uns erneut die Frage: Warum?! In der heutigen Zeit sind Apple-Rechner ebenfalls weit in den Haushalten verbreitet, viele steigen bewusst auf die Plattform von Apple um. Außer Adobe Premiere gibt es für MAC kein externes Schneideprogramm mit enormem Umfang. Wir geben die Hoffnung natürlich nicht auf und hoffen, dass es im Jahre 2017 endlich zu einer MAC-Version kommen wird. Dennoch: Windows 7, 8 und 10 werden vollständig unterstützt. Wichtig ist hierbei, dass man das Programm nur mit einer 64-Bit-Version installieren und starten kann. Die angegebenen Systemvoraussetzungen sind ordentlich gewählt. Wir raten, genauso wie MAGIX, mit mindestens 8 GB Ram das Programm zu nutzen, damit alle Funktionen und besonders das Rendern schnellstmöglich funktionieren. Ein guter Prozessor sollte ebenfalls im Gehäuse stecken. An den unterstützen Video- und Audioformaten wurde nicht viel verändert. Neu dabei sind die HEVC-/H.265-Codecs, welche allerdings per Onlineaktivierung zusätzliche 4,99€ kosten. Nachdem man bereits 99,95€ für die Plus-Version (Premium: 129,95€) ausgegeben hat, soll man zusätzlich für eine Codec-Unterstützung Geld zahlen? Nicht wirklich ein feiner Schachzug, den wir aus der Gaming-Branche aber leider schon gewohnt sind.

 

Alle unterstützten Import-Formate

  • Video: AVI, DV-AVI, HEVC/H.265 (kostenpflichtig), MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4, MTS, M2TS, MXV, MJPEG, QuickTime (MOV), WMV(HD), VOB, MKV
  • Audio: WAV, MP3, OGG, WMA, MIDI, Surround-Sound/5.1
  • Foto: JPEG, BMP, GIF, TIF, TGA

 

Alle unterstützte Export-Formate

  • Video: AVI, DV-AVI, HEVC/H.265 (kostenpflichtig), MJPEG, MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4, QuickTime (MOV), WMV(HD)
  • Audio: WAV, MP3, 5.1 Surround-Sound
  • Foto: JPEG, BMP
Für die Zukunft bewaffnet: 360-Grad-Bearbeitung

Für die Zukunft bewaffnet: 360-Grad-Bearbeitung

 

Fazit:

Wir steigern uns Jahr für Jahr mit der Wertung. Das hat auch einen Grund: MAGIX bringt mit Video deluxe Plus ein Programm auf den Markt, welches sich sowohl für den Hobbyfilmer als auch für den Profi sehr gut eignet. Die vielen, wenn auch kleinen, Optimierungen, die überarbeitete 360-Grad-Videobearbeitung und die neuen automatischen Anpassungen von den Farb- und Tonwerten machen diese Version zur besten der Reihe. Seien es die Panoramaaufnahmen über den Grand Canyon, die Studioaufnahme oder das Unterwasserabenteuer, mit MAGIX Video deluxe Plus, wird man zum König unter den Produzenten – und vielleicht auch zum König der Welt! 😉

90

 

Good
  • Guter Workflow mit schneller Oberfläche
  • Tolle Neuerungen, die für ein Upgrade sinnvoll sind
  • Automatische Anpassung der Farb- und Tonwerte für einen einheitlichen Look
  • Fit für die Zukunft: 360-Grad- und 4K-Bearbeitung
  • Bereits für Anfänger sehr bedienerfreundlich
  • Moderne Titelvorlagen mit vielen Bauchbinden und Textoptionen
  • Objektverfolgung für Schwarzbalken vor Gesichtern etc.
Bad
  • Nach so vielen Jahren noch immer kein MAC-Support
  • HEVC-/H.265-Codecs Unterstützung kostenpflichtig
90
Tobias Liesenhoff
Geschrieben von
ist bereit für neue Herausforderungen in 2019.

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