Lost Planet 3 – Review zum Sci-Fi-Shooter

Ob Teil 3 der Ballerorgie auf dem Eisplaneten E.D.N.III zu überzeugen weiß oder nicht könnt ihr hier in unserem Test lesen.

 

Ich möchte beichten 

Zu Beginn von Lost Planet 3, werden wir Zeuge, wie ein alter Mann von einem Felsbrocken begraben wird. Kaum geschehen, greift auch schon dessen Enkelin ein und versucht ihn von dem Felsbrocken zu befreien. Dies gelingt natürlich nicht, und so beginnt der alte Mann seine Lebensgeschichte zu erzählen. Doch es wird keine einfache Geschichte, es ist mehr eine Beichte an die ganze Familie. So beichtet der Großvater das er vermutlich, die Familie ins verderben stürzte, bei der Ankunft auf E.D.N.III. Die Menschheit kam auf den Planeten um einen seltenen Rohstoff, die Thermalenergie, abzubauen. Die Thermalenergie soll die Energiekrise auf der Erde lösen.

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Lost Planet 3 Test von NAT-Games.de

 

Schon wieder einer dieser Tage…

Dies nutzt unser Hauptprotagonist Jim Peyton aus, um auf E.D.N.III als Söldner sein Geld zu verdienen. Welches er natürlich dringend braucht, da er seine Frau und seine Kinder auf der Erde versorgen muss. Jim Peyton verdient sein Geld damit das er einen riesigen Roboter, genannt Mech, steuert und die Thermalenergie abbaut. Dies macht er im Auftrag der Firma Nevec, die den Rohstoff entdeckt hat. Gerade der Mech hat auf dem fremden Planeten einen riesen Vorteil! Wer will denn auch auf einem Eisplaneten zu Fuß umher spazieren, wenn man einen riesigen Roboter hat? Der Roboter ist dabei auch für die Story wichtig, da man mit ihm Pumpen reparieren muss oder ihn bei den Bosskämpfen einsetzt. Den Mech hat man schon von Anfang an, allerdings sollte man am Anfang etwas vorsichtig sein, da dieser zu Beginn noch aufgerüstet werden muss. Macht man dies nicht, so wird man in einen Kampf sehr schnell aus dem Cockpit geschleudert und steht so Gegnern zu Fuß gegenüber und muss warten bis der Roboter sich wieder selbst repariert hat.

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Lost Planet 3 Test von NAT-Games.de

 

Kalte Weltraumluft

So toll der Roboter auch ist, so schlecht und schwammig steuert sich dieser. Immer wieder hatte ich Probleme den Mecha genau zu steuern. Allerdings auch zu Fuß war die Steuerung extrem gewöhnungsbedürftig. Nur dank der simplen Ausweichrolle, konnte ich einige Gefechte ohne Probleme überstehen. Gerade die Gefechte sind am Anfang recht toll inszeniert. Aber nach einer kurzen Zeit hat man den Dreh raus, da sich die Angriffsschemata immer ähneln und schon nach ein paar Mal eher langweilig sind. Auch die Zeit bis die Angriffe der Gegner ankommen ist riesig! Ihr könnt ohne Probleme ausweichen oder den Gegner erledigen. Dies liegt daran, das sich Lost Planet 3 eher an Spielen wie Dead Space 3 orientiert. Lost Planet 3 ist weniger auf Action ausgelegt wie noch die Vorgänger, und spielt sich auch gemütlicher. Das schlimmste an dem Spiel ist allerdings der Score (Soundtrack)! Hier wurde nicht nur Potenzial verschenkt, es wurde komplett wegrationalisiert. Ständig hört man immer wieder die selben Musikschleifen die sich öfter wiederholen als in einem schlechten B-Movie. Hier vermisse ich einen stimmigen Soundtrack, der die Spannung in den dunklen Passagen hervorhebt oder die Gefechte fulminant wirken lässt. Auch die Grafik ist nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik. Diese wirkt oft trist und immer gleichmäßig. Auch die Framerate bricht immer wieder ein, was das Zielen erschwert. Warum allerdings die Framerate immer wieder einbricht bleibt mir ein Rätsel, denn die Grafik rechtfertigt dies nicht!

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Lost Planet 3 Test von NAT-Games.de

 

Vereiste Action

Auch ein Multiplayer ist vorhanden. Allerdings ist dieser kaum eine Erwähnung wert. Zwar sind die klassischen Deathmatches oder Capture the Flag immer noch spaßig, aber der Multiplayer bietet ansonsten wenig Abwechslung. Und auch hier ist die Steuerung nicht gerade ein Ansporn den Multiplayer auf Dauer zu spielen. Der Multiplayer hätte noch ein wenig überarbeitet werden können. Gerade gegen Ende des Spiels werden Storytwists so unglaublich, dass einem die Lust vergeht weiterzuspielen. Hier hätte eine  Kürzung der Story dem Spiel gut getan. Doch so bietet Lost Planet 3 knappe 15 Stunden Spielzeit.

 

Fazit: 

Super Fighting Robot! Mehr Entwicklungszeit hätte dem Spiel gut getan. Man merkt während des Spielen unfertig wirkt. Gerade der Soundtrack wirkt stümberhaft und nervig. Und so geht Lost Planet 3 in der Masse der Third Person Shooter unter. Kaum Abwechslung und eine schwächelnde Story entäuschen auf ganzer Linie!

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Geschrieben von Thomas Solzic
Immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen.

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