Kirby: Planet Robobot – Test zu Kirbys Roboterabenteuer

Beantwortet mir diese eine Frage: Was ist Nintendos süßestes Franchise? Ok, ihr wisst natürlich, was ihr hier für eine Review lest, von daher ist die Antwort sicherlich einfach. Kirby ist und bleibt einfach putzig, wie könnte es bei einem kleinen, rosa Knuddelball auch anders sein. Aber fragt ihn vielleicht mal jemand, wie er sich dabei fühlt? Er ist immerhin 24 Jahre alt, da möchte man nicht unbedingt von allen nur als „süß“ angesehen werden. Vielleicht hilft ihm dabei ja ein nagelneuer Roboteranzug, das kommt sicher voll männlich und total unsüß rüber. Ob dem wirklich so ist, verraten wir euch im Test zu Planet Robobot.

 

Nicht einfach Aliens, sondern Roboteraliens

Um die Frage aus der Einleitung mal aufzugreifen: Ja, Kirby ist auch in diesem Spiel ein zuckersüßer Knuddelball, daran ändert auch der Roboteranzug nichts. Wie kommt Kirby aber bitte an einen Roboteranzug? Es fing alles mit einer Invasion an. Kirbys Heimatplanet Pop wird von Aliens angegriffen, die zufällig auch Roboter sind und halt auch Kampfanzüge mit sich führen. Dass die Heimat jetzt von diesen Wesen bedroht wird, gefällt unserem pinken Freund natürlich nicht besonders, also macht er sich auf den Weg, diese Roboinvasion zurückzuschlagen. Und dabei findet er halt auch einen Kampfanzug, den er sich zu eigen macht und von nun an für sich verwenden kann. Das war übrigens die ganze Geschichte. Ganz Kirbytypisch wird hier keine epische Story aufgetischt, ihr müsst halt die Welt vor Aliens retten. Punkt. Jede Welt in Planet Robobot stellt einen Arm des Alienraumschiffs dar, der sich an einem Punkt auf Pop festgekrallt hat. Also erkundet ihr nicht nur metallene Level, es sind alle möglichen Gebiete wie Wälder, Städte und Seen dabei. Am Ende einer jeden Welt wartet allerdings immer eine Roboterfestung darauf, zerschlagen zu werden.

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Fiese Roboter, kopieren sogar Original-Bosse von Kirby

 

Einatmen, runterschlucken

Habt ihr schon mal einen Kirby-Titel gespielt? Wenn ja, dann herzlichen Glückwunsch, ihr wisst, wie man Planet Robobot spielt. Man hüpft und läuft durch die Level, meist von links nach rechts, saugt Gegner ein, um sie auf andere Gegner zu spucken. Bestimmte Gegner können heruntergeschluckt werden, um ihre Fähigkeiten zu kopieren. Und dies ist nach wie vor der Dreh- und Angelpunkt von Kirby und es macht so viel Spaß, die vielen Fähigkeiten auszuprobieren, neue wie alte. Neben bekannten Fähigkeiten wie Schirm, Schwert und Kämpfer gibt es drei neue Skills. Doktor lässt euch bunte Pillen auf eure Gegner schleudern, Gift ist, nun ja, eben Gift und Psycho verwandelt euch im Grunde in Nes aus der Earthbound-Reihe, komplett mit Schirmmütze. Wenn ihr eine Fähigkeit innehabt, könnt ihr jederzeit im Startmenü alle Angriffe und Verwendungszwecke dieser Fähigkeiten anschauen. Und auch, wenn es wirklich viel Spaß macht, die ganzen Fähigkeiten durchzuprobieren, der ganz große Clou setzt erst mit den Roboterfähigkeiten ein. Wenn Kirby einen dieser fahrbaren Kampfanzüge findet, kann er zwar keine Gegner einsaugen, jedoch scannen, was im Grunde das Gleiche ist. Und so können die Roboter alle 27 im Spiel vorhandenen Fähigkeiten annehmen und entfachen eine unfassbare Kraft. In den Roboterabschnitten der Level fühlt man sich zuweilen unbesiegbar, wenn man das dann auch noch mit der Möglichkeit, riesige Feuerbälle zu schleudern, kombiniert, kann die rosarote Quietschkugel niemand mehr aufhalten. Obwohl man in seinem stählernen Gefährt nahezu immun gegen alles und jeden ist, ohne Roboter ist das nicht ganz anders, sterben werdet ihr selten. Kirby: Planet Robobot ist ein sehr, SEHR einfaches Spiel, wie es für die Kirby-Reihe ja üblich ist. Ab und zu fällt man vielleicht in einen Abgrund, aber durch einen Gegner, Game Over gehen, das sollte euch eigentlich nicht passieren, höchstens mal ab und zu gegen einen Boss. Zumal es in jedem Winkel und an jeder Ecke etwas zu essen gibt, was eure Lebensanzeige wieder füllt. Oder ihr trefft auf einen Streetpass-Waddle-Dee, der euch ein jederzeit einsetzbares Nahrungsmittel zuwirft. Je öfter ihr die Streetpass-Funktion des Spiels nutzt, desto besser werden diese Items. Und wenn ihr euch das Spiel noch einfacher machen wollt, dann scannt doch einen der kompatiblen amiibo ein. So erhaltet ihr die von diesem amiibo verliehene Fähigkeit, wie zum Beispiel den Schirm von Waddle Dee oder den Hammer von König Dedede. So schade es auch ist, dass das Spiel kaum eine Herausforderung bietet, so gibt es doch eine Kleinigkeit, die den Schwierigkeitsgrad ein bisschen erhöht. Naja, besser gesagt erhöhen soll, denn die Roboblöcke, die in den Level versteckt sind, braucht ihr zwar, um die Bosse zu erreichen, jedoch müsst ihr nicht alle sammeln. Wollt ihr euch trotzdem eine Herausforderung setzen und alle Roboblöcke sammeln, um auch alle Bonuslevel freizuschalten, dann sei auch hier gesagt: Besonders gut versteckt sind die Blöcke nicht, sie sollten alle leicht zu finden sein. Als letztes sammelbares Objekt gibt es die Sticker. Diese findet ihr nicht nur in den Leveln versteckt, sondern ihr erhaltet sie auch beim Beenden eines Levels, wenn ihr das Minispiel schafft, und auch wenn ihr einen amiibo einscannt. Diese Sticker könnt ihr auf eure Roboter kleben, mehr allerdings nicht.

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Der Roboter ist nicht nur brachial, auch Rätsel kann man mit ihm lösen

 

Och, wie süüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüß!

Um mal einen Punkt aus dem Fazit vorwegzunehmen: Das süße Image wird Kirby wohl nie ablegen können, da helfen auch keine protzigen Roboter. Tut mir leid, dir das sagen zu müssen, lieber Kirby, aber die Optik und der Sound deines Spiels trotz nur so vor Süße. Wenn selbst die Bösewichte einem nur ein „Kutschikutschiku“ entlocken, dann will das schon was heißen. Die kunterbunten Welten sind schön bonbonfarben, setzen das Setting zu jeder Zeit perfekt. Die 2.5D Optik sieht auf dem 3DS einfach nur super aus. Die Welten sind superabwechslungsreich, einmal hüpft Kirby durch ein Kasino, dann gibt es riesige Eismaschinen und eine Stadt mit Ampeln und Zebrastreifen. Dazu die trällernde Musik, die man aus jedem Kirbyspiel kennt, und perfekt ist das zuckersüße Gesamtkunstwerk. Wenn Kirby schon spielerisch keine Herausforderung ist, dann ist es wenigstens schön ansehnlich.

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Kasino oder Zirkus? Kirby kann sich nicht entscheiden, also macht er beides

 

Fazit:

Seid ihr Kirby-Fan? Seid ihr jünger als 10 Jahre? Wenn ihr auf beide Fragen mit Nein antwortet, dann ist Kirby: Planet Robobot nichts für euch. Wenn ihr nichts mit der kleinen, rosa Knutschkugel anfangen könnt, dann werdet ihr hier keinen Spaß haben. Dafür ist das Spiel schlichtweg zu einfach. Selbst versteckte Geheimnisse wird jeder 10-jährige finden, da hätte man ein bisschen an der Schwierigkeitsgradschraube drehen können. Ansonsten macht das Spiel aber dennoch Spaß. Vor allem das Kirby-typische Ausprobieren der unterschiedlichen Fähigkeiten gepaart mit der Knuddeloptik macht Planet Robobot zu einem Fest für die eben genannten Kirby-Fans.

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Geschrieben von Maarten Cherek
isst nichts so heiß, wie es gekocht wird!

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