Jack Reacher 2: Kein Weg zurück – Test zum Sequel der Romanverfilmung

Es gibt nur wenige Schauspieler, die über Jahrzehnte hinweg in großen erfolgreichen Blockbuster mitspielten und auch heute noch erfolgreich sind. Einer dieser wenigen ist Tom Cruise, der seit den 80er Jahren das Publikum begeistert. In der heutigen Zeit mimt er überwiegend den überzeugenden Actionhelden. Im Jahr 2012 erschien mit Jack Reacher ein Actionfilm, der auf der Romanvorlage des Autors Lee Child basiert. Nun erschien mit Jack Reacher 2: Kein Weg zurück ein Sequel zum eben erwähnten Film digital als Download. Ob der Film gelungen ist, erfahrt ihr in unserem Test.

 

Die Story

Etliche Zeit durchstreift Jack Reacher (Tom Cruise) das amerikanische Land. Jedoch zieht Reacher den Ärger an wie Süßigkeiten kleine Kinder. Gleich zu Beginn nimmt er so den korrupten Kleinstadt-Sheriff (Jason Douglas) hoch. Denn dieser hat illegale Einwanderer als Sklaven verkauft und gehört somit hinter Gitter. Sein Weg führt ihn jedoch zu seiner alten Wirkungsstätte Washington. Dort will er seine Kontaktperson bei der Militärpolizei Major Susan Turner (Cobie Smulders) persönlich kennenlernen. Turner besitzt nun die Stelle, die Reacher jahrelang innehat, bevor er seinen Dienst beim Militär quittierte. Als er jedoch im Hauptquartier ankommt, muss er feststellen, dass sie wegen Spionagevorwurf im Militärgefängnis hockt. Reacher ist sich schnell sicher: Irgendetwas stimmt hier nicht. Er schaut sich die Sache genauer an. Doch als ihm der Mord an Turners Anwalt angeheftet wird, ist er zur Flucht gezwungen. Zudem wird er von einer Unterhaltsklage einer Frau konfrontiert, denn diese behauptet, dass er der Vater ihrer 15-jährigen Tochter ist. So muss Reacher zusammen mit Turner die Verschwörung aufdecken und klären, was es mit seiner vermeintlichen Tochter auf sich hat.

 

Meine Meinung zum Film

Schauspieler Tom Cruise hat in den letzten Jahren eine Vielzahl an gelungenen Actionfilmen hervorgebracht. Mit Edge of Tomorrow oder der Mission Impossible-Reihe bewies er, dass er auch mit über 50 überzeugend den Actionhelden spielen kann. In Jack Reacher jedoch überzeugt er nur bedingt. Dies liegt vor allem an der Buchvorlage, denn in dieser wird Jack Reacher als ein wandelnder Gladiator beschrieben. Groß, muskulös, ungeheure Körperkraft, Führungs- und Willensstärke und hohe Intelligenz zeichnen die Romanfigur aus. Jedoch passen nicht alle Punkte unbedingt auf Tom Cruise zu. Hat man die Romanvorlage jedoch nicht im Kopf, kann man von Tom Cruises Darstellung jedoch viel abgewinnen. Die größte Überraschung des Films ist jedoch Cobie Smulders. Sie ist vor allem durch die Rolle der Robin in How I Met Your Mother und der Maria Hill in Avengers bekannt geworden. In Avengers hat sie erste Erfahrungen in Actionszenen gemacht, die sie jetzt in Jack Reacher 2 ausleben kann. Denn was sie hier gezeigt hat, haut einen als Zuschauer um und man hat Respekt vor ihr. Denn durch ihre Darstellung in Jack Reacher 2 freut man sich auf weitere Actionfilme mit ihr. Die Story des Films überzeugt jedoch nicht ganz. Denn obwohl die Schauspieler alle eine solide bis gelungene Darstellung abliefern, kann der Plot nicht überzeugen. Denn der Fall um die Verschwörung fehlt es an Spannung und erinnerungswürdigen Szenen. Gerade in Actionfilmen, in denen man quasi schon alles gesehen hat, braucht man etwas, um aus der Masse herauszustechen. Dass man schon früh im Film die Schurken präsentiert bekommt, trägt nicht gerade zu Spannung bei. So verkommt der Plot schnell dahin, dass die Helden vor den Schurken fliehen und sie irgendwie dingfest machen müssen. Auch der Nebenplot rund um die vermeintliche Tochter Reachers nervt auf Dauer. Ebenso wie beim Verlauf der Hauptstory kann man auch hier schnell erkennen, wie der Plot verläuft, was ebenfalls nicht der Spannung beiträgt. Zumal in Filmen wie „The Nice Guys“ deutlich besser mit dem Actionheld-Tochter Setting umgegangen worden ist.

 

Positiv:

Respekteinflößende Darstellung von Cobie Smulders
Tom Cruise überzeugt als Jack Reacher
Gute Chemie zwischen Cruise und Smulders

Negativ:

Plotverlauf schnell durchschaubar
Schwache und unspannende Bösewichte
Nerviger Tochter- Nebenplot
Wenige erinnerungswürdige Actionszenen
  • Jack Reacher 2
    “Das Actionfilm-Genre hat einige ikonische Helden hervorgebracht. James Bond, Jason Bourne, John McClane oder Ethan Hunt. Zahlreiche Helden begeistern die Zuschauer seit etlichen Jahren in ikonischen Actionfilmen. Kein Wunder, dass Paramount ebenfalls versucht einen Helden in den Ring zu schicken. Doch Jack Reacher 2: Kein Weg zurück kann mit den oben genannten Filmen nicht vollends mithalten. Denn diesem Film mangelt es an einer spannenden Geschichte, bei der man mitfiebert oder an ikonischen Szenen, die man im Kopf behält. Großer Pluspunkt sind die beiden Schauspieler Tom Cruise und Cobie Smulders. Obwohl Tom Cruise der Romanfigur kaum ähnelt macht er dies mit seiner Leinwandpräsenz wieder wett. Denn die Actionszenen, in denen er mitspielt, kauft man ihm auch mit seinen 55 Jahren immer noch ab. Noch mehr hat jedoch der HIMYM-Star überrascht. Denn von ihr will ich in Zukunft deutlich mehr sehen. Allerdings muss dies nicht in einem möglichen dritten Jack Reacher Film sein. Jack Reacher 2: Kein Weg zurück ist ein grundsolider Actionfilm, den man sich an einem Sonntagnachmittag anschauen kann. Einfach Kopf abschalten und anschauen.”
    Kevin Kreisel, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Schaut ihn euch an, wenn ihr ein solides Sequel zu Jack Reacher sehen wollt, das mit Cobie Smulders eine einwandfreie Schauspielerin bekommt. Wenn ihr jedoch einen imposanten, spannenden und unvergesslichen Actionfilm sehen wollt, dann werdet ihr mit diesem nicht auf eure Kosten kommen. Weitere Informationen zur digitalen Version von Jack Reacher 2 gibt es direkt bei Paramount.de.

Kevin Kreisel
Geschrieben von
Freier Redakteur von NAT-Games.de

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