Immortals Fenyx Rising – Test zum griechischen Breath of the Wild

Immortals Fenyx Rising im Überblick

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Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs

Immortals Fenyx Rising - Limited Edition (exklusiv bei Amazon) - [PlayStation 5]
  • Bestens Vorbereitet: Die Limited Edition enthält das Orions gesegnete Waffen-Paket und Prisma-Flügel
  • Die Götter der Olymps gewähren Ihnen mächtige Gaben. Nutzen Sie sie beim Lösen von Rätseln und bei der Erkundung der riesigen Spielwelt
  • Treffen Sie im Kampf auf mythische Gegner wie Zyklopen, Medusen, dem Minotaurus, sowie korrumpierten Helden wie Achilles in schnellen Boden- und Luftkämpfen entgegen
  • Erschaffen Sie mit Fenyx Ihre eigene Legende. Fenyx kann auf mannigfaltige Weise angepasst werden. So lässt sich das Geschlecht wählen, das Aussehen, aber auch Waffen und Rüstungen anpassen

*Die Amazon-Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekommt die Redaktion von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

Releasedatum: 3. Dezember 2020

Genre: Action-Adventure

USK: Ab 12 Jahren freigegeben

Publisher: Ubisoft

Plattformen: Playstation 4, Playstation 5, Xbox One, Xbox Series X, PC, Nintendo Switch, Stadia

Als Ubisofts Immortals Fenyx Rising im Juni 2019 noch als Gods & Monsters angekündigt wurde, war vielen auf den ersten Blick bereits klar: Das ist ein Breath of the Wild-Klon. Ubisoft ist mit dem Konzept Open World vertraut und hat dabei auch so seine Eigenarten, die Art und Weise von Breath of the Wild ist jedoch sehr speziell. Bereits das Free-to-Play-Spiel Genshin Impact hatte sich in diesem Jahr bereits an genau demselben Konzept versucht. Und während Nintendo-Fans ungeduldig auf mehr Informationen zu Breath of the Wild 2 warten, können wir uns in der Zwischenzeit in die Welt der griechischen Mythologie stürzen. Und diese Welt haben wir mal für euch auf Herz und Nieren überprüft. Oder wie Prometheus sicher sagen würde: Auf Herz und Leber.

 

Geschichtsstunde mit Zeus und Prometheus

Viele kennen sicher einige Geschichten aus der griechischen Mythologie. Und Immortals Fenyx Rising beginnt gleich als Aufhänger mit einer der bekanntesten. So wurde Prometheus ja an einen Berg gefesselt, wo ihm ein Adler jeden Tag die Leber entreißt und auffrisst. Dies war Zeus’ Strafe, da Prometheus den Menschen verbotenerweise das Feuer gebracht hatte. Anspielungen an solche Geschichten gibt es zuhauf, sie werden jedoch eher witzig in der Geschichte verpackt und spielen mehr eine Nebenrolle. In der Hauptgeschichte bedroht der Titan Typhon die Welt und hat bereits mehrere Götter vernichtet. Zeus, am Ende seiner Möglichkeiten angekommen, fragt nun also ausgerechnet Prometheus um Rat und dieser sieht die Hoffung in dem Menschen Fenyx.

Unser Protagonist, den wir zu Beginn mit ein paar Auswahlmöglichkeiten selbst gestalten können, wurde auf der Goldinsel angespült, auf der sich der Eingang zur Unterwelt befindet, aus der Typhon auszubrechen droht. Und so ist es eure Aufgabe, stärker zu werden, die verwandelten Götter zu retten und Typhon zu besiegen. Besonders lustig ist, dass die Geschichte immer wieder von den Kommentaren von Zeus und Prometheus begleitet wird. Vor allem Zeus hat immer wieder einen lockeren Spruch auf Lager. Leider kommt der Humor der Dialoge mit der deutschen Synchronisation nicht so gut zu tragen. Oft ist das Timing bei einer Pointe schlecht oder die Betonung der Dialoge klingt seltsam. Immortals Fenyx Rising setzt in seinen Dialogen oft auf Humor, um diesen zu genießen sollte man allerdings auf die englische Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln setzen. Dann steigen auch die Chancen, dass man mal öfter schmunzeln muss.

Immortals Fenyx Rising

Mit den Flügeln die Welt von oben zu erkunden, ist schon ein Erlebnis.

 

Der griechische Abenteuerspielplatz

Die goldene Insel ist wohl eine der besten Spielewelten, die Ubisoft jemals auf die Beine gestellt hat. Offene Spielwelten können sie ja, aber oft geraten sie in ein zielloses Abarbeiten von Symbolen auf der Karte und obwohl es auch hier Symptome davon gibt, so ist der Entdeckerdrang bei Immortals Fenyx Rising wohl höher, als in allen anderen Ubisoft-Spielwelten zuvor. Die Vergleiche mit der Welt und den Gameplayelementen von Breath of the Wild spielen dabei natürlich auch eine Rolle. Bereits bei euren ersten Schritten fallen Ähnlichkeiten auf. So könnt ihr jede Wand hochklettern, wenn eure Ausdauer ausreicht. Mit einem Paar Flügeln könnt ihr von höher gelegenen Orten hinabschweben oder ihr bewegt euch auf einem Reittier durch die Gegend, welches ihr zuvor gezähmt habt. Außerdem könnt ihr mittels magischer Kräfte schwere Gegenstände heben und durch die Gegend werfen. Nach dem guten alten Prinzip „Gut geklaut ist besser als schlecht selbst gemacht“ kann man dem Spiel hier auch nichts vorwerfen, es wurde alles funktionstüchtig in das Spiel eingebaut.

Natürlich sind auch die turmähnlichen Strukturen vorhanden, die man hochklettert, um durch eine gute Übersicht die Weltkarte nach und nach zu enthüllen. So viele Synchronisationspunkte wie zum Beispiel in einem Assassin’s Creed gibt es aber zum Glück nicht. Jetzt haben wir den Punkt abgehakt, wie man sich durch die Spielwelt bewegt, was gibt es denn nun in ihr zu finden? Nun, eine ganze Menge sogar. Von versteckten Kisten über alle möglichen Sammelobjekte bis hin zu Schreinen von Tartaros, in denen knifflige Rätsel auf euch warten. Eine weitere Parallele zu Breath of the Wild. Natürlich liegt all dieses Zeug nicht nur so in einer leeren Welt herum, sie ist natürlich auch vollgepackt mit Monstern. Neben normalen Gegnern finden sich dabei auch einige Bosskämpfe, für die ihr natürlich stärker werden müsst. Die normalen Gegner werden mit der Zeit übrigens auch stärker, sodass im Anfangsgebiet irgendwann Monster herumlaufen, die eine ganze Menge aushalten. Ein bisschen komisch, da man so den Prozess des Stärkerwerdens nicht so ganz mitbekommt.

Immortals Fenyx Rising

Ja, Markierungen auf der Karte gehören zu einem Ubisoft Open World-Spiel dazu.

 

Werdet zum Halbgott

Immortals Fenyx Rising bietet euch einen Storyaufhänger, mit dem ihr entscheiden müsst, wie ihr ihn angeht. Hauptaspekt des Spiels ist es natürlich, dass euer Protagonist stark genug wird, um Typhon zu besiegen. Dazu sammelt ihr Ambrosia, der eure Lebensenergie erhöht. Zeus Blitze, die ihr nach dem Lösen von Rästeln in den Schreien des Tartaros finden könnt, erhöhen eure Ausdauer. Neue Waffen und Rüstungen geben euch bestimmte Vorteile, von denen ihr diejenigen finden müsst, die zu eurer Spielweise passen. Eure Stärke bestimmt sich dabei über die Fähigkeiten, die ihr mit gesammelten Materialien upgraden könnt. Dadurch werdet ihr auch spürbar stärker, aber wie bereits erwähnt verfliegt dieser Effekt nach einiger Zeit, wenn die stärkeren Monster auftauchen. Nichtsdestotrotz ist die Motivation, die Welt zu erkunden, hoch. An jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken, was sich auch lohnt.

Das Ablaufen von Kartenmarkierungen, was in anderen Ubisoft-Spielen zu plumpem Herumgelatsche ausartet, macht hier sogar Spaß, denn so stößt man oft in Gebiete vor, die man vielleicht übersehen hätte. Dabei geratet ihr auch mal vom Pfad ab und findet nette Überraschungen oder ein verstecktes Rätsel. Man darf nur nicht erwarten, dass man hier komplett in den Bann gezogen wird. Nach einiger Zeit geht dem Spiel die Puste aus, zumindest was die Aufgaben angeht. Besiege so viele Gegner, sammele diese Gegenstände etc. Die Erkundung der Welt ist somit mehr das Highlight, als das Erledigen der Nebenaufgaben. Auch die Kämpfe gegen die Monster machen eine Menge Spaß, da das Kampfsystem schon gut funktioniert. Ihr habt leichte und schwere Angriffe, könnt mit eurem Bogen Fernkampfattacken ausüben, löst durch rechtzeitiges Ausweichen eine Zeitlupe aus, könnt eure Gegner betäuben und so ungestört zuschlagen und mehr. Langweilig wird es hier nicht. Und so weiß der Großteil von Immortals Fenyx Rising zu überzeugen, lediglich ein paar dumme Quests in der Hauptstory und ein paar frustrierende Rätsel mindern den Spielspaß, aber das sind nur Momentaufnahmen, die dem großen Ganzen keinen allzu großen Kratzer verpassen.

Immortals Fenyx Rising

Manche Rätsel sind ganz nett, andere lassen euch die Haare raufen. Unterm Strich eine gute Mischung.

 

Die schönen und nicht so schönen Seiten

Immortals Fenyx Rising ist ein absolut hübsches Spiel. Die goldene Insel ist nicht nur vom Inhalt her Ubisofts beste offene Spielwelt, sondern auch vom Aussehen her. Es gibt eine Menge unterschiedlicher Gebiete, die alle ihren gewissen Reiz haben. Dabei sollte man allerdings die Switch-Version des Spiels außer Acht lassen, denn Vergleiche zeigen, dass diese nicht annähernd an die Grafik der anderen Versionen herankommt. Was jedoch überall gleich ist, sind die seltsamen Gesichter der Charaktere. Diese sind nicht wirklich ansehnlich und ein kleiner Schandfleck in der sonst so hübschen Optik des Spiels. Und so hübsch die Spielwelt auch ist, so unbewohnt ist sie.

Wie wir bereits in der Analyse der Spielwelt besprochen haben, gibt es zwar eine Menge zu entdecken, es wirkt aber alles wie ein platzierter Spielplatz. Bewohnte Dörfer oder Städte sucht man vergebens, außer ein paar Göttern als NPCs trefft ihr keine Menschenseele. Ihr könnt euch also problemlos an die aktuellen Abstandsregeln halten. Aber immerhin habt ihr dabei eine wunderschöne Aussicht. Und wenn ihr dabei auch noch schick aussehen wollt, dann bietet euch Ubisoft auch noch einen Ingame-Shop. Ja, der darf auch in einem reinen Singleplayer-Spiel nicht fehlen. Zwar kann man hier nur optische Veränderungen gegen Echtgeld kaufen, aber trotzdem bringt es noch einen bitteren Beigeschmack in die Angelegenheit. Aber ob man das Aussehen seiner Rüstung oder Waffe verändern will, obwohl dies keine Auswirkungen auf die Werte hat, muss jeder für sich selbst wissen. Es bleibt jedoch eine Ubisoft-Angewohnheit, die dringend aussterben muss.

Immortals Fenyx Rising - Limited Edition (exklusiv bei Amazon) - [PlayStation 5]
  • Bestens Vorbereitet: Die Limited Edition enthält das Orions gesegnete Waffen-Paket und Prisma-Flügel
  • Die Götter der Olymps gewähren Ihnen mächtige Gaben. Nutzen Sie sie beim Lösen von Rätseln und bei der Erkundung der riesigen Spielwelt
  • Treffen Sie im Kampf auf mythische Gegner wie Zyklopen, Medusen, dem Minotaurus, sowie korrumpierten Helden wie Achilles in schnellen Boden- und Luftkämpfen entgegen
  • Erschaffen Sie mit Fenyx Ihre eigene Legende. Fenyx kann auf mannigfaltige Weise angepasst werden. So lässt sich das Geschlecht wählen, das Aussehen, aber auch Waffen und Rüstungen anpassen

*Die Amazon-Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekommt die Redaktion von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

 

Positiv:

Wunderschöne Spielwelt mit viel zu entdecken
Frisches Setting mit der griechischen Mythologie
Kampfsystem flüssig und abwechslungsreich
Tartaros-Schreine mit cleveren Rätseln regen zum Mitdenken an
Gutes Levelsystem und Waffen mit passiven Effekten fördern die Charakterentwicklung
Viel Witz und Charme in den Dialogen, zumindest im O-Ton

Negativ:

Keine Dörfer, Städte oder Zivilisten auf der goldenen Insel
Gesichter der Charaktere etwas hässlich
Deutsche Synchronistation ist minderwertig
Manche Rätsel etwas hakelig und manche Nebenquests etwas nervig
Ingameshop komplett unnötig und fehl am Platz
[testimonial_slider arrows=”false”][testimonial image_url=”58910″ image_width=”180″ image_height=”180″ name=”Maarten Cherek, Redakteur”]
“Immortals Fenyx Rising ist nicht das beste Open World-Spiel aller Zeiten, aber es ist zumindest Ubisofts bester Open World-Titel. Die Spielwelt ist zwar menschenleer, aber wunderschön anzusehen und vollgestopft mit Fundsachen, das Setting ist noch nicht komplett ausgelutscht und der Humor ist, zumindest im O-Ton, vorhanden und die Punchlines sitzen auch teilweise. Nur ein paar nervige Quests, hakelige Rätsel und die Gesichter der Figuren sind ein kleiner Makel. Die Wartezeit auf Breath of the Wild 2 lässt sich mit einem Ausflug auf die goldene Insel auf jeden Fall gut überbrücken.”
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Ab in die Sammlung?

Wenn man ein Freund von Open World-Spielen ist, dann ist gegen Immortals Fenyx Rising eigentlich nichts einzuwenden. Besonders als Fan von Breath of the Wild wird man hier viele Vergleiche finden und die goldene Insel hat ihren ganz eigenen Charme zum Entdecken. Wer der Ubisoft-Formel überhaupt nichts abgewinnen kann, dürfte hier auch zögern.

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Geschrieben von Maarten Cherek
isst nichts so heiß, wie es gekocht wird!

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