DiRT 5 – Test zum abgefahrenen Offroad-Rennspiel

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DIRT 5 - Day One Edition (Playstation 4)
  • DIRT 5 - Der brandneue Teil der beliebten Rennspielserie wird mutiger und frecher als je zuvor
  • Ultimative Racingerfahrung: Beeindruckende Nachbildung realer Orte, berauschende Farben, elektrisierender Soundtrack & dynamische Wetterverhältnisse
  • Lass sie Staub fressen: Setz Dich im story-basierten Karrieremodus gegen harte Rivalen durch und verdiene Dir einzigartige Belohnungen
  • Die Day One Edition enthält zusätzlich zum Spiel "DIRT 5" den "Ford F-150 Raptor PreRunner DeBerti Design" DLC

Releasedatum: 06. November 2020

Genre: Rennspiel

USK: ab 6 Jahren freigegeben

Publisher: Codemasters

Plattformen: Playstation 4, Playstation 5, Xbox One, Xbox Series S, Xbox Series X, PC

Die DiRT-Reihe brachte die vergangenen Jahre tatsächlich eine Rallye hinter sich und glänzte mit tollen Simulationen und realistischen Offroad-Rennen. DiRT 4 versuchte irgendwie den Spagat zwischen Simulation und Arcade zu finden und der kommende Nachfolger will nun direktere Wege gehen. Verträgt das Franchise nun einen reinen Arcade-Ausritt oder verirrt sich DiRT 5 im Outback?

 

Alles neu, alles gut?

Codemasters macht gar keinen Hehl daraus, was ihr neuestes Rennspiel sein soll. Es steht abgedrehter Arcade-Spaß auf dem Programm. Das spiegelt sich auch in der Präsentation wider. Fast schon wie in Forza Horizon mutet hier die Partystimmung neben der Strecke an. Beginnend mit dem Karrieremodus verfliegt die Partystimmung doch auch schnell wieder. Keine richtige Story? Okay, kann man verschmerzen. Jedoch begnügt man sich damit, dass man sich von Rennen zu Rennen klickt – eine besondere Aufmachung gibt es nicht. Lediglich zwei Moderatoren begleiten mich in einem fiktiven Podcast in den Menüs. Etwas beschämend ist hier aber schon eine Untertreibung. Hier schmunzelt man eher mal, weil die Gags so schlecht sind, dass man schon wieder drüber lachen muss. Hätte man sich sparen können, aber geschenkt. Individualisierungsmöglichkeiten für mein zunächst gestelltes Auto gibt es ebenfalls kaum. Tuning suche ich vergebens, aber immerhin kann ich die Farbe ändern und ein paar Sticker der zahlreichen Sponsoren an meinen Boliden anbringen. Da hätte ich mir schon einen umfangreicheren Editor gewünscht.

DiRT 5

DiRT 5 führt euch durch zahlreiche Länder.

 

DiRT 5 goes Arcade

Nun gut, neben der Strecke scheint es nicht viel zu geben, also geht’s direkt weiter auf die Piste. Und erwähnte ich bereits, dass dies ein Arcade-Racer ist? Vorbei sind die Zeiten, in der man darauf achten musste, nicht gegen andere Objekte zu knallen. Untersteuern, ach das ist doch ein Mythos. Dirt 5 geht voll aufs Ganze. Ich schlittere anfangs noch etwas zögerlich, später aber wie eine Rampensau um die Kurven und drifte durch den Schlamm. Meine Mitstreiter drücke ich auch mal von der Strecke und vollführe waghalsige Sprünge mit meinem Wagen. Einfach weil’s geht! Das Spiel sprengt so ziemlich alle Grenzen, die sich die Reihe bislang selbst auferlegt hat, um eine saubere Simulation zu sein. Aber das ist genau der richtige Schritt, um ein dreckiger Arcade-Racer zu sein. Dabei stimmt trotzdem jederzeit das Fahrgefühl. Zu keiner Zeit habe ich das Gefühl, dass ich unter einer schwammigen Steuerung leiden muss.

DiRT 5

Auf Schnee und Eis fährt es sich nicht ganz so griffig.

 

Racing mit Feingefühl

Allerdings unterscheidet sich die Handhabung innerhalb des Spiels schon durchaus. So gibt es verschiedene Klassen unter den Fahrzeugen, die sich in Geschwindigkeit und Handling unterteilen. Ein Wagen, der Top-Speed erreichen kann, aber nur eine C-Wertung beim Handling hat, holt zwar das Fahrerfeld auf einer Geraden ein, lässt aber in den Kurven Federn. Diese Unterschiede tun dem Spiel auch gut und fühlen sich jederzeit nachvollziebar an. Zudem macht es einen Unterschied, auf welchem Untergrund man fährt. Durch Matsch und Schlamm fährt es sich etwas schwerfälliger und verlangt, dass ich mich mit den richtigen Drifts möglichst effektiv durch die Kurven bewege. Asphalt dagegen lässt mich mein Gefährt deutlich präziser steuern. Auf Schnee und Eis wird das Rennen aber auch zum Rutsch-Ballett. Die Unterschiede fühlen sich dennoch allesamt sehr erfrischend an. Möglich wird das auch erst durch die Vielzahl an verschiedenen Ländern und Strecken. Ob kahle Gebirge, Regenwälder, eisige Landschaften oder Feld und Wiesen. Codemasters bietet dem Spieler nahezu jedes Setting und jede Location an, die ein Off-Road-Racer auch bieten sollte.

DiRT 5

Es dürfen auch mal ausgefallene Vehikel sein.

 

Nur nicht so ernst nehmen

Eine gewisse Prise Abwechslung gibt es zusätzlich dank des dynamischen Wetters. Mitten im Rennen können nämlich dunkle Wolken aufziehen und schwere Regenfälle bringen, wodurch der Untergrund feucht und oftmals matschig wird. So verändert sich auch das Fahrverhalten entsprechend. Sogar an Tag- und Nachtwechsel haben die Entwickler gedacht. Natürlich hält sich der Realismus-Faktor auch wieder stark in Grenzen. Die Rennen sind oft nur drei Runden lang, oder reichen innerhalb von 3 – 4 Minuten von einem Ende zum anderen. Dass in so einer kurzen Zeitspanne die Sonne nicht auf- und untergehen kann, sollte jedem einleuchten. Aber ich verzeihe es dem Spiel, weil es mir stetig aufzeigt, dass ich nicht alles so ernst nehmen sollte. Und obwohl ich mich mehrheitlich mit simulationslastigeren Rennspielen beschäftige, hat mich dieser Racer sehr schnell mitgerissen und in seine Welt aus Action und Fahrspaß eingesogen. Die Rennmodi sind alle sehr ähnlich, der Reiz des Spiels entsteht daher wirklich nur auf den über 70 verschiedenen, wunderschönen Pisten, die mich mit Rampen, engen Kurven, rasanten Abfahrten und abwechslungsreichen Locations stets bei Laune halten. Einzig der Reiz sich eines der 60 verschiedenen Autos von dem Preisgeld zu gönnen ist hier positiv anzumerken.

Durch den matschigen Untergrund lässt es sich besonders gut driften.

 

Alleine fahren kann jeder

Abseits dessen dürfte aber in Zukunft genügend Nachschub durch die Community kommen. Schließlich kommt das Rennspiel mit einem Strecken-Editor daher, bei dem sich kreative Köpfe wirklich austoben können. Dank Online- und Splitscreen-Multiplayer sind auch lustige Matches mit euren Mitmenschen möglich. Die KI macht zwar einen soliden Job, aber den meisten Spaß macht es doch lebendige Fahrer zu überholen, gegen die Bande zu rammen oder Ihnen das Heck wegzuziehen. Erwähnen möchte ich an der Stelle noch die speziellen Event-Rennen im Karrieremodus. Wer allerdings spektakulär inszenierte Rennen, wie in Forza Horizon erwartet, der wird hier enttäuscht. Denn man fährt lediglich gegen einen KI-Gegner im 1 vs. 1 Rennen, ohne dass das Rennen irgendwelche Besonderheiten mit sich bringt. Da hätte man sich doch etwas kreativer zeigen und über den Tellerrand hinausblicken können. Glücklicherweise sind die Strecken an sich, sowie die Multiplayermodi interessant genug, um auch über Wochen hinweg viel Freude zu bereiten.

DiRT 5

In den Gymkhana-Sessions werden die Drift-Künste unter Beweis gestellt.

 

Hübsches Spiel mit Schönheitsfehlern

Gespielt habe ich DiRT 5 auf der normalen Playstation 4. Auf dieser zeigt sich das Spiel technisch solide. Während wir bei Fahrzeugmodellen mittlerweile einen gigantischen Fortschritt erreicht haben, fallen diese in Codemasters Rallye-Racer durchschnittlich aus. Richtig hübsch dagegen sind die Strecken, die ich bereits für ihre Diversität gelobt habe. Auch die Bodentexturen wissen zu überzeugen. Besonders wenn die Reifen tiefe Furchen im Schlamm hinterlassen. Je nach Untergrund färbt der Schmutz auch das Auto. So hüllt sich das Fahrzeug beispielsweise in eine weiße Staubschicht oder ein braunes Fell aus Matsch. Das sind Details, die man im Rennen gerne beobachtet und die auch zur Authentizität beitragen. Grafisch läuft aber leider nicht alles rund. Durchgehend wirkt die Grafik etwas körnig und hin und wieder wirken Texturen auch mal etwas unschärfer. Zudem leidet das Spiel insbesondere bei Nacht an Bildflimmern, was hoffentlich bald per Patch beseitigt wird. Die PS5-Version konnte ich natürlich noch nicht testen, einen dementsprechenden Eindruck werde ich aber nachreichen. Ein großes Lob hat sich an dieser Stelle aber noch der coole Soundtrack verdient. Die coolen Rock-Tracks passen wunderbar zur Aufmachung des Gesamt-Konzepts und ließen mich immer wieder mitnicken.

Angebot
DIRT 5 - Day One Edition (Playstation 4)
  • DIRT 5 - Der brandneue Teil der beliebten Rennspielserie wird mutiger und frecher als je zuvor
  • Ultimative Racingerfahrung: Beeindruckende Nachbildung realer Orte, berauschende Farben, elektrisierender Soundtrack & dynamische Wetterverhältnisse
  • Lass sie Staub fressen: Setz Dich im story-basierten Karrieremodus gegen harte Rivalen durch und verdiene Dir einzigartige Belohnungen
  • Die Day One Edition enthält zusätzlich zum Spiel "DIRT 5" den "Ford F-150 Raptor PreRunner DeBerti Design" DLC

Positiv:

Abwechslungsreiche Strecken
Hervorragendes Fahrgefühl
Toller Rock-Soundtrack
Dynamisches Wetter und Fahrverhalten

Negativ:

Unspannend inszenierte Kampagne
Bildflackern, insbesondere bei Nacht
Fehlende Tuning-Optionen
  • DIRT 5
    “Mit DiRT 5 haben die Entwickler einen sehr gelungenen Offroad-Racer abgeliefert. Neben der tollen Zugänglichkeit gefallen mir die abwechslungsreichen Strecken und kleinen Details, die dieses Rennspiel so spaßig machen. Der kompromisslose Ansatz auf Arcade zu setzen steht dem Spiel wirklich gut zu Gesicht und war auch nötig, um ein wirkliches Gegenstück zu den Simulations-Ablegern zu bieten. Spaß und Action steht im Vordergrund. Das was das Spiel sein will und macht, setzt es hervorragend um. Einige Schwächen sind dennoch nicht allzu leicht zu verzeihen. Neben dem Bildflimmern stört mich die fehlende Inszenierung bei der Karriere. Gerade von den Event-Rennen habe ich mir mehr erhofft. Dies gepaart mit einer größeren Individualisierungsmöglichkeit bei den Fahrzeugen verwehrt DiRT 5 leider den Sprung in die absolute Oberklasse. Der großartige Fahrspaß überwiegt dennoch klar. Im Genre der Arcade-Racer gibt es aktuell nur wenige Spiele, die auf dem Level liefern können.”
    Christian Koitka, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Fans von Arcade-Racern können unbesorgt zugreifen. Simulations-Liebhaber müssen allerdings über ihre Schatten springen können.

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