Beach Resort Simulator – Review zur sandigen Wirtschaftssimulation

Die Simulatoren scheinen die Lieblingsspiele der Deutschen zu sein, immerhin gibt es von jedem Beruf und jedem Hobby eine Simulation. Auch für diejenigen, die gerne die Leitung eines Strandresorts hätten, gibt es nun eine Lösung, den Beach Resort Simulator. Earthworm Games spendieren eine Wirtschaftssimulation und ob diese etwas taugt oder der Spielspaß im Sande verläuft, lest ihr in unserem Test.

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Ein Tutorial gibt es!

 

Das erste eigene Resort

Jeder träumt doch davon, am Strand zu arbeiten, besser noch: am Strand liegen und die anderen Arbeiten lassen. Mit dem Beach Resort Simulator kommt man diesem Traum sehr nahe. Es gibt keine vorgegebene Story die man dann Stunde um Stunde, Quest um Quest verfolgen kann oder muss. Die Freiheit beginnt direkt zu Anfang, denn das recht lange Tutorial muss man nicht über sich ergehen lassen. An dieser Stelle rate ich aber jedem, der das Spiel ernsthaft angehen möchte, das Tutorial zu spielen. Das Spiel ist etwas umfangreicher als man auf den ersten Blick vermuten mag. Die Einführung zeigt uns nun, wie wir Gebäude platzieren, Arbeiter zuweisen, Straßen verlegen, Strandhäuschen aufbauen und Kohle scheffeln. Geld zu verdienen ist ja letztlich immer das Ziel. Wie im wahren Leben. Das Tutorial bietet, trotz hohem Umfang, nicht alles, was man benötigt. So wird einem nicht erklärt, dass bestimmte Gebäude einen Funktionsradius besitzen. Das bedeutet, dass Kneipen ein Einzugsgebiet haben.

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Erfolg! Wir werden immer besser!

 

Namenloses Urlaubsparadies

Wir starten also direkt eine neue Karriere und wir dürfen direkt einen ewig langen Strand und 500.000 € unser eigen nennen. Den Strand müssen wir also nicht erst noch kaufen, sowie das Gebiet ein gutes Stück ins Landinnere. Wie wir es im Tutorial gelernt haben, bauen wir erst mal Übernachtungsmöglichkeiten für unsere zukünftigen Gäste. Es gibt direkt 3 Auswahlmöglichkeiten, ein relativ großes Hotel, Bungalows oder einfache Camping-Zelte. Das Areal drum herum können wir dann mit kleinen Parks verschönern. Aber das Aussehen ist nicht das wichtigste, da zählt es mehr, dass alles mit Strom und Wasser versorgt wird. Deshalb bauen wir die entsprechenden Anlagen. Wir platzieren sie schön weit außerhalb, da sie ja nicht wirklich schön sind. Glücklicherweise müssen wir nicht jedes Gebäude an Strom und Wasser anschließen. Gebäude müssen nur an Straßen platziert werden, aber davon können wir uns ja beliebig viele anlegen. Wir teilen unsere Strände auf, entsprechend der Zielgruppe und lassen die Gegend auch optisch entsprechend erscheinen. Für den kleinen Geldbeutel gibt es Bars und Bungalows, für den Abenteurer gibt es Camping-Plätze und für die Familien gibt es normale Hotelanlagen. Da wir alles den finanziellen Mitteln der Gäste anpassen möchten, stellen wir auch die Preise entsprechend der Zielgruppe ein.Den Stränden schenken wir natürlich auch Beachtung und platzieren Sonnenschirme mit Liegen. Der erste Strand-Abschnitt in der blau, der nächste in Orange, wieder in Blau und so weiter. Bauen wir Häuser, Restaurants, Bars und die Strände locken wir Gäste in unser Paradies.Diese Bringen Geld, wollen aber auch bedient werden, deshalb weisen wir unseren Bauten noch Arbeiter zu. Achtung diese Kosten Geld, also immer auf den Kontostand achten. Hierbei muss noch erwähnt werden, dass den Strand-Abschnitten respektive den Liegen ebenfalls Arbeiter zugewiesen werden müssen. Aber die halbe Million Startgeld reichen für eine ganze Weile und man kann viel bauen. Man muss auch viel bauen, da wir so nach und nach andere Bauoptionen freischalten können. Mit wachsendem Imperium, sorry Paradies, erreich wir auch Meilensteine, die uns als Erfolge – Ingame und auch bei Steam – zeigen, wie gut wir eigentlich sind. Sonderlich schwierig ist das Spiel allerdings nicht. Achten wir darauf, dass wir wenigstens 50.000€ auf dem Konto haben, können wir bauen so viel wir möchten. Zudem sagt uns das Spiel des Öfteren, was es noch für Schwierigkeiten gibt. Zum Beispiel möchten junge Gäste einen Pool in der Nähe haben. Dann immer auf die Preise und die Arbeiter achten und schon steht der eigenen Existenz nix mehr im Wege. Gäste-Anzahl und Zufriedenheit steigen immer weiter und so eben auch unser Kontostand. Sollte es mal knapp werden, leihen wir uns Geld bei der Bank, hier bleibt also eigentlich immer alles im grünen Bereich.

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Im Gegensatz zum ursprünglichen Sims 4, gibt es hier auch Pools.

 

Sand ist doch eckig

So oder so ähnlich war wohl der Leitspruch beim Entwickeln. Man muss wirklich sagen, dass der Beach Resort Simulator keine Augenweide ist. Ecken und Kanten und das sieht man nicht nur beim Ansehen des Sandes, pixel so weit das Auge reicht. Hier kommt es auch wirklich nicht darauf an, in welcher Zoom-Stufe wir uns befinden, es sieht immer schlecht aus. Allerdings wurde merklich der Fokus auf das Gameplay gelegt, weil dies gar nicht Mal schlecht, wenn auch zu einfach, ist. Wen es also nicht stört, dass das Spiel nahezu ohne Animationen auskommt, kann sogar Spaß haben. Sounds sind zwar rar gesät, dabei aber akzeptabel. Für zwischendurch oder nebenher ist das Spiel also wirklich geeignet und läuft auf fast jedem Gerät, sofern die Grafikkarte ansatzweise PhysX unterstützt, denn ohne das stürzt das Spiel gerne mal ab.

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Ein Abschnitt für Camper, einer für Familien und einer für Party-People.

 

 

Fazit:
Wer eine echte Wirtschaftssimulation und große Herausforderungen sucht, liegt beim Beach Resort Simulator am falschen Strand. Alle die einen Zeitvertreib ohne viel Denkleistung möchten können schon mal zugreifen. Sofern die Grafik und der Sound keinen Vorrang haben. Eine generelle Kaufempfehlung möchte ich dennoch nicht aussprechen, idealerweise Gameplay dazu ansehen.

 

 

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Geschrieben von Thomas Solzic
Immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen.

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