Asterix & Obelix XXL3: Der Kristall-Hinkelstein – Test zum neuen Spiel des gallischen Kult-Duos

Asterix & Obelix XXL3: Der Kristall-Hinkelstein im Überblick

Online Multiplayer

Couch-Koop / Splitscreen

Mikrotransaktionen

Lootboxen

Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs

Angebot

Releasedatum: 21. November 2019

Genre: Action-Adventure

USK: ab 6 Jahren freigegeben

Publisher: Astragon Entertainment, Microïds

Plattformen: PC, PlayStation 4, Xbox One, Nintendo Switch

Die Gallier sind los! Erneut ziehen Asterix und Obelix los, um sich in ein neues Abenteuer zu stürzen. Der letzte Teil der XXL-Reihe ist nun aber schon viele Jahre her. Schafft es Entwickler OSome Studio die Serie erfolgreich fortzuführen oder ist der Zaubertrank bereits ausgegangen? Unser Test zur Switch-Version liefert die Antwort!

 

Die Post ist da

Der Druide Miraculix hat einen seltsamen Brief erhalten. Seine Freundin Edda Heimdallir, die Hohepriesterin von Thule, berichtet von einer aufkommenden Gefahr für ihr Volk. Nur der Kristall-Hinkelstein vermag diese zu bannen. Doch damit der Hinkelstein seine wahre Macht offenbaren kann, werden die drei Kristalle benötigt, die allerdings ganz verstreut in der Welt liegen. Die beiden taffen Gallier müssen sich nun auf die Suche nach diesen Kristallen und auch Edda machen. Zugeben, einen Innovations-Award können wir an dieser Stelle nicht für die Story vergeben, aber das habe ich auch gar nicht erwartet. Hauptsache es gibt irgendeinen Grund die Römer zu besuchen!

Asterix und Obelix

Die beiden Römer im Hintergrund sehen sehr mitgenommen aus.

 

Alles eine Frage der Perspektive

Mit Asterix & Obelix XXL 3 wird die XXL-Reihe nach nun 14 Jahren fortgesetzt. Dementsprechend kann das Spiel auch mit einigen Neuerungen aufwarten. Am Grundprinzip hat sich jedoch nicht viel verändert. Noch immer muss man sich durch Horden von Römern prügeln, um voranzuschreiten. Zunächst könnt ihr wählen, ob ihr das Spiel alleine oder im Koop-Modus bestreiten wollt. Dabei kann jeder Spieler eine der beiden Hauptfiguren übernehmen. Selbst wenn man aber bereits einen Solo-Ausflug gestartet hat, kann das Spiel an derselben Stelle mit einem Freund fortgesetzt werden. Was Kennern der Vorgänger sofort auffallen wird, ist die veränderte Kamera-Perspektive. Nun betrachtet man das Geschehen von weiter oben, die Kamera hat sich zudem weiter von der Action entfernt. Das bringt natürlich seine Vor- und Nachteile mit sich. Generell bringt diese Ansicht mehr Übersicht mit, gerade mit einem Koop-Partner ist das von Vorteil, wenn hier die Sicht nicht eingeschränkt wird. Andererseits vergeht ein bisschen das „Mittendrin-Gefühl“. Die Positionierung in den Vorgängern fühlte sich etwas direkter und actionlastiger an. Ich hätte mir eine nähere Perspektive gewünscht, wenn ich gerade nicht im Koop spiele, mit Partner allerdings erweist sich die neue Sicht als ideal.

Asterix & Obelix XXL 3: Der Kristall-Hinkelstein

Die neue Kamera-Ansicht ist für den Koop-Modus sehr hilfreich.

 

Two & A Half Gallier

Aber nun ran ans Eingemachte! Wahlweise steuert ihr Asterix oder Obelix. Der Statur geschuldet lassen sich die beiden Haudegen auch unterschiedlich spielen. Der ungern als dick bezeichnete Obelix spielt sich etwas behäbig, kann dafür aber mit seiner Kraft in Kämpfen punkten. Asterix dagegen ist deutlich wendiger, jedoch weniger kräftig. Jeder der beiden besitzt verschiedene Spezialangriffe. Diese sind an die beiden Charaktere gut angepasst, verbrauchen jedoch Ausdauer. Diese erlangt man durch die herumliegenden Blitz-Symbole. Das ist auch gut so, denn die Attacken sind durchaus wirksam gegen die zahlreichen Römer. Somit wird die Balance bewahrt. Neue Attacken kann man gegen Ingame-Währung erwerben und auch ausrüsten. Davon sammelt man im Spiel aber mehr als genug, sodass man sich hier äußerst schnell hochleveln kann. Nicht zu vergessen ist dabei der kleine Idefix. Der kann per Knopfdruck auf die Feinde losstürmen und erweist sich dabei als äußerst nützlich. Allerdings gilt hier ebenfalls: Nicht jeder Angriff kann pausenlos verwendet werden. Auch ein Hund muss sich schließlich mal erholen.

Asterix und Obelix

Per Schiff gelangen wir an verschiedene Orte.

 

Da wäre mehr drin gewesen

Weiterhin gibt es ja noch den besagten Hinkelstein. Der kann nach und nach mit diversen Spezialfähigkeiten aufwarten und dient als mächtiges Werkzeug. Die Kloppereien an sich gestalten sich allerdings etwas monoton, nicht weil es an Attacken mangelt, aber es fehlt schlichtweg an taktischer Vielfalt. Zwar kommen auch mal Gegner mit Bogen oder Römer mit Schild dazu, aber viel mehr Raffinesse wird dadurch auch nicht gefordert. Ich hätte mir, neben mehr Gegner-Typen, mehr Rätsel und Geschicklichkeitspassagen gewünscht. Diese existieren zwar, setzen leider aber keinen Anspruch voraus. Hätte man hier die Gameplay-Balance etwas verschoben, würde ich mich sicher auch mehr auf die eigentlich soliden Raufereien freuen. Die schlecht gewählten Rücksetzpunkte können dabei ebenfalls nerven. Wenn man sich 20 Minuten durch ein römisches Lager geprügelt hat und dann ablebt, kann man das Lager wieder komplett von vorne durchackern. Mit einem Koop-Partner wird euch das wahrscheinlich gar nicht passieren, denn zu zweit ist das Spiel deutlich einfacher zu bestreiten. Als Solo-Spieler wird man von der Koop-KI meist ziemlich allein gelassen. Dafür sind die höheren Schwierigkeitsgerade mit einem Mitspieler deutlich attraktiver und machen richtig Laune. Das Spiel schafft es auch ohne große taktische Elemente, tolle Koop-Atmosphäre zu erzeugen.

Asterix und Obelix

Das Text-Overlay ist scharf, was man von den Umgebungstexturen im Mobile-Modus nicht behaupten kann.

 

Auf der Switch ein technischer Magengrubenschlag

Die Welt selbst bietet mir zudem eigentlich auch zu wenig. Oft kloppe ich mich durch uninteressante und karge Landschaften. Immer wieder werde ich dann doch positiv überrascht. Etwa durch eine belebte Wüstenstadt, oder lebendig wirkende Wälder, die mir mal etwas optische Abwechslung bieten. Naja, wo wir schon bei der Optik sind, diese hat die letzten 14 Jahre scheinbar tief und fest geschlafen. Zwar bekomme ich eine schöne und kräftige Farbgebung zu sehen, die getestete Switch-Version lieferte jedoch ein durchgehend verschwommenes Bild, lediglich die Einblendungen waren wirklich scharf. Im Dock-Modus fielen mir die verwaschenen Texturen leicht auf, richtig deutlich wird das aber erst im mobilen Modus. So sollte ein modernes Spiel eigentlich nicht aussehen, gerade aufgrund dessen, dass Asterix & Obelix XXL 3 auf der Switch zu keiner Zeit eine optische Glanzleistung ablegt und mit besonders aufwändigen Texturen oder Effekten aufwarten kann. Die Schatten weisen enorme Kanten auf und auch die Bildrate leistet sich immer wieder spürbare Ruckler. Das kann auch die Switch besser! Bekäme man hier schärfere Texturen und eine flüssigere Bildrate, würde das Spiel an sich gar nicht mal so schlecht aussehen, die technische Umsetzung verhindert aber jegliches Lob. Daher als Tipp, spielt das Spiel definitiv im Dock-Modus! Dafür bekommt man aber immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert. Besonders Obelix sorgt immer wieder für humorvolle Dialoge. Diese reichen zwar sicher nicht an die Comics, aber sind für den ein oder anderen Lacher gut und sorgen für viel Charme. Die Dialoge sind nämlich allesamt ordentlich vertont.

Angebot

 

Positiv:

Spaßige Koop-Action
Viele, kreative Spezialattacken
Teils wirklich humorvoll
Wie im RPG: Charaktere und Angriffe können verbessert werden

Negativ:

Verschwommene Texturen, insbesondere im tragbaren Modus
Immer wieder spürbare Ruckler
Gameplay nach einiger Zeit recht monoton
Fiese Rücksetzpunkte
  • “Der Ausflug ins römische Reich lässt mich zwiegespalten zurück. Auf der einen Seite habe ich die sehr soliden Kämpfe, die durch viele und verrückte Spezialattacken punkten können. Im Koop-Modus macht die Rauferei sogar noch viel mehr Spaß. Zudem spielt dem Ganzen der Humor in die Karten, der die Atmosphäre der Comics und Filme gekonnt einfängt. Andererseits enttäuschte mich die technische Umsetzung auf der Switch. Ob Ruckler oder enorm unscharfe Texturen, das hätte man sicherlich besser umsetzen können. Zudem hätte ich mich über mehr Passagen gefreut, die meine Geschicklichkeit fordern, auch mehr Rätsel hätte ich dankend angenommen. So fällt das eigentlich ganz spaßige Gameplay auf lange Sicht leider etwas monoton aus.”
    Christian Koitka, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Die jüngere Generation und/oder Koop-Fans können getrost zugreifen. Alle anderen sollten sich vorher einmal Gameplay-Videos anschauen. Und spielt es bitte im Dock-Modus! Euren Augen zuliebe.

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