Alone – Test zum Coming of Age Zombiefilm

Zombiefilme gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Mit The Walking Dead oder unter anderem der Resident Evil Serie gibt es zahlreiche Vertreter des Genres. Aus dieser Untotensuppe herauszustechen ist verdammt schwer. Mit Alone hat der französische Regisseur Thierry Poiraud mal einen etwas anderen Ansatz versucht, denn den Film schildert er aus der Sicht einer Gruppe von heranwachsenden Jugendlichen. Ob der Film was taugt, erfahrt ihr in unserem Test.

 

Die Story

In einem Heim auf einer Insel hat es eine Gruppe von Jugendlichen nicht gerade leicht. Doch eines Tages wachen sie auf und alles scheint anders zu sein. Ihre Aufpasser sind nicht da. Die Gelegenheit lassen sich die Heranwachsenden natürlich nicht entgehen, im Jugendzentrum können sie machen, was sie wollen. Doch nach und nach gehen ihnen die Lebensmittel und der Alkohol aus. Um sich die Langeweile etwas zu vertreiben, machen sie sich in die nächste Stadt auf, um sich neuen Nachschub zu besorgen. Doch als sie von dem ersten Erwachsenen angegriffen werden und ihn im Eifer des Gefechtes töten, merken sie schnell, dass etwas nicht stimmt. Die wenigen Erwachsenen, die noch da sind, scheinen von einer mysteriösen Krankheit befallen zu sein und attackieren auf barbarische Art und Weise jeden, der sich ihnen in den Weg stellt. Kinder und Heranwachsende scheinen allerdings immun gegen diese Krankheit zu sein. Nun sucht die Gruppe einen Weg aus dieser Misere.

 

Meine Meinung zum Film

Zombiefilme sind in der heutigen Zeit recht ausgelutscht. Man hat das Gefühl, jede Variation des Genres bereits gesehen zu haben. Daher ist Alone mit der Art, sich auf die Sicht der Heranwachsenden zu konzentrieren, etwas Besonderes. Denn hier gibt es nicht den stereotypischen Helden und die Frau in Not. Jedoch mangelt es dem Film an einen Sympathieträger. Jeder in der Gruppe ist auf seine eigene Art ein Arsch. Somit kann man kaum mit einem der Protagonisten mitfiebern. In Zombiefilmen ist man es eigentlich gewöhnt, das nicht gerade an Blut und Action gespart wird, aber auch hier verfolgt Alone einen anderen Ansatz. Im Film kommen relativ selten Gewaltszenen vor. Gerade in der ersten Hälfte erzeugt der Film eine spannende Atmosphäre. Wenn die Gruppe sich durch die Stadt bewegt und an jeder Ecke eine neue Gefahr lauern könnte, will man nicht selber in deren Haut stecken. Jedoch verliert der Film ab der zweiten Hälfte an Spannung. Anstatt den Ton der ersten Hälfte weiterzuführen, verkommt der Film zu einem mittelmäßigen Coming of Age Film. Auch die aufgezwungene Liebesgeschichte schadet dem Film.  Wenn der Ansatz aus der ersten Hälfte konsequent weitergeführt worden wäre, dann hätte Alone ein richtig guter Genrefilm werden können. So ist er eher ein durchwachsener, blutarmer Zombiefilm.

 

Positiv:

Spannende und atmosphärische erste Hälfte....
Neuer Ansatz im Zombiefilmgenre
Frische und unverbrauchte Schauspieler.

Negativ:

... gefolgt von einer langweiligen zweiten Hälfte.
Fehlplatzierte Liebesgeschichte
Einige offene Fragen.
  • alone-test-review-wallpaper-nat-games
    “In der heutigen Zeit gibt es kein anderes Genre, was so dermaßen ausgelutscht ist wie das Zombiegenre. In unzähligen Filmen oder Serien hat man schon alles gesehen. Den Zerfall der Zivilisation, Zombietötungen auf vielerlei Arten und subtile Gesellschaftskritik. Daher ist es für einen neuen Film schwer hier neue Akzente zu setzen und doch gerade in der ersten Hälfte gelingt es Alone ganz gut, den Zuschauer auf den Fernseher zu fixieren. Denn Jugendliche, die mit der Apokalypse konfrontiert werden, hat man selten gesehen. Daher ist es spannend zu sehen wie sie mit der mysteriösen Krankheit, bei der man ab einem gewissen Alter befallen wird, versuchen zu überleben. Diese guten und spannenden Ansätze werden aber in der zweiten Hälfte nichtig, da hier dann die Zombies kaum eine Rolle spielen und der Film zu einer Art Coming of Age Film wird. Daher ist der Film nichts Halbes und nichts Ganzes. Wer Interesse an Zombiefilmen hat, der dürfte vor allem an der ersten Hälfte gefallen finden. Ob man dann die zweite Hälfte anschaut, muss jeder für sich entscheiden.”
    Kevin Kreisel, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Wer mal einen anderen Ansatz eines Zombiefilms sehen möchte, der bekommt dies mit der ersten Hälfte. Doch die zweite Hälfte kann man Zombiefans nicht empfehlen.

Kevin Kreisel
Geschrieben von
Freier Redakteur von NAT-Games.de

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