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Preview: Wird Petit Planet das kostenlose Animal Crossing? | gamescom 2026

Zwischen den ganzen Action-Titeln wirkte mein Ausflug auf der gamescom bei Hoyoverse fast schon wie eine kleine Oase der Ruhe. Kein Wunder, schließlich zeigte der Publisher, der sonst eher für Titel wie Genshin Impact bekannt ist, mit Petit Planet sein erstes eigenes Projekt im gemütlichen Life-Simulation-Genre. Nach zwei vorangegangenen Betatests durfte ich mir am Stand eine ganze Stunde Zeit nehmen, um mein eigenes kleines Fleckchen Weltall zu bepflanzen, einzurichten und mit neuen Bekanntschaften zu füllen.

 

In den Weiten des Alls

In Petit Planet schlüpft man in die Rolle eines sogenannten Planet Tenders, der ein eigenes, zunächst noch leeres Planetchen nach und nach mit Leben füllt. Zur Seite stehen dabei von Beginn an drei feste Begleiter, das energiegeladene, pinke Häschen Elsasani, der schüchterne, aber neugierige Ladenbesitzer Glenn sowie der große, mentorenhafte Hund Mobai. Wer weiter hinaus möchte, kann sich zudem in die sogenannte Starsea aufmachen und dort verstreute Islets erkunden, kleine, in sich abgeschlossene Inseln mit eigenen Ressourcen, Landschaften und kleinen Überraschungen.

Petit Planet

Bild: 2026 © Hoyoverse

 

Hat jemand Animal Crossing gesagt?

Schon nach wenigen Minuten wurde deutlich, wie stark sich Petit Planet an bewährten Genregrößen wie Animal Crossing orientiert, ohne dabei zur reinen Kopie zu werden. Der niedliche, chibihafte Artstyle, das Terraforming der eigenen Umgebung sowie das grundlegende Spielgefühl erinnern stark an New Horizons, HoYoverse hat sich dabei aber sogar einen kleinen, liebevollen Seitenhieb erlaubt und witzelt im Spiel selbst darüber, dass der eigene Hausbau hier anders als bei Tom Nook zumindest nicht in die Schuldenfalle führt.

Positiv aufgefallen ist mir vor allem, wie viel Grinding das Spiel bewusst vermeidet. Statt stundenlang Ressourcen zu farmen, um endlich neue Nachbarn ansiedeln zu können, kam der Baufortschritt in meiner Demo angenehm zügig voran, ganz ohne dabei gehetzt zu wirken. Stattdessen lag der Fokus klar auf dem Aufbau von Beziehungen zu den einzelnen Charakteren, etwa durch das Verschenken passender Gegenstände, wodurch sich die Bindung zu den fellig gezeichneten Nachbarn im Laufe der Zeit vertiefen soll. Für eine einstündige Anspielsession blieb dafür naturgemäß nur wenig Zeit, doch schon der kurze Ausschnitt ließ die liebevoll gestalteten Charakterpersönlichkeiten deutlich erkennen.

Petit Planet

Bild: 2026 © Hoyoverse

 

Ein neuer Stern am Cozy-Himmel?

Besonders spannend fand ich den sogenannten Galactic Bazaar, einen zentralen, sozialen Treffpunkt, an dem Spieler aus aller Welt aufeinandertreffen, gemeinsam Minispiele bestreiten oder sich gegenseitig auf den eigenen Planeten besuchen können. Verglichen mit dem vorherigen Stardrift-Betatest ist seit der Gamescom-Fassung merklich einiges an neuen Inhalten hinzugekommen, was die einstündige Demo zeitweise fast schon etwas zu vollgepackt wirken ließ. Gerade der Multiplayeraspekt sticht dabei aber als klar durchdachteste und ausgereifteste Ergänzung hervor und dürfte für viel Langzeitmotivation sorgen, ganz ohne dass dafür eine kostenpflichtige Abo-Mitgliedschaft nötig wäre.

Petit Planet reißt mich zwar nicht vom Hocker, schafft es aber genau das zu liefern, was es verspricht, nämlich pure, entspannte Gemütlichkeit. Die Mischung aus bekannten Animal-Crossing-Elementen, einem angenehm entschleunigten Fortschrittstempo und dem vielversprechenden Galactic Bazaar als sozialem Herzstück ergibt ein rundes, einladendes Gesamtpaket für alle, die einfach nur dekorieren, sammeln und in Ruhe Beziehungen aufbauen möchten. Free to Play, plattformübergreifend und mit nahtlosem Crossplay zwischen PC, iOS und Android ausgestattet, könnte Petit Planet im Winter 2026 zu einem echten Gegenspieler etablierter Cozy Games werden, auch wenn es dafür sicher nicht die Krone des Genres neu erfinden muss.

Petit Planet

Bild: 2026 © Hoyoverse

Christian Koitka
The guy who loves videogames

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