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Preview: Ist Alien Deathstorm der ideale Horror-Action-Shooter? | gamescom 2026

Rebellion, bekannt für die Sniper wagt sich mit Alien Deathstorm an einen actionreichen Horror Shooter, aber ohne Lizenz der Alien-Filmreihe. Rund zwanzig Minuten durfte ich in einer brennenden Außenpostenanlage verbringen, um herauszufinden, ob aus der Inspiration auch tatsächlich ein eigenständiges Spiel wird.

 

Ein Reaktor, viel Chaos und wenig Zeit

Meine Session begann mitten im Geschehen, als Combat Engineer auf einer entlegenen Kolonie, die von einer verheerenden Alienplage sowie einem tobenden Planetensturm heimgesucht wird. Meine Aufgabe klang simpel: Ich sollte lediglich einen havarierten Reaktor wieder in Gang bringen, bevor die gesamte Anlage in einer Kernschmelze untergeht. In der Praxis erwies sich das allerdings als deutlich kniffliger als gedacht. Mehrere Bereiche der Basis standen bereits in Flammen, naheliegende Wege waren blockiert, und ich musste mich Stück für Stück durch Nebenräume und Substationen kämpfen, um überhaupt erst wieder Strom auf die entscheidenden Türen zu bekommen. Genau dieses Zusammenspiel aus Erkundung, leichtem Rätseln und ständigem Ressourcenmanagement machte den größten Reiz meiner kurzen Anspielzeit aus.

Alien Deathstorm

Bild: 2026 © Rebellion

 

Gelungenes Sound-Design, aber…

Rein akustisch und optisch trifft Alien Deathstorm die Stimmung seiner großen Vorbilder erstaunlich gut. Das Interface orientiert sich unverkennbar an der bekannten Konzernästhetik der Filme. Dazu kommen dumpfe Alarmtöne und ein durchgehend angespanntes Sounddesign, das für ordentlich Grusel sorgt, sobald sich irgendwo im Dunkeln etwas bewegt. Etwas ernüchternder sah es dagegen bei der Gegnervielfalt aus. In meiner Demo bekam ich es lediglich mit zwei Kreaturentypen zu tun, kleinen, sprungfreudigen Facehugger-artigen Wesen sowie größeren, zweibeinigen Xenomorph-Verschnitten, die zwar bedrohlich aussehen, sich im direkten Kampf aber überraschend zahm verhielten. Trailer und Screenshots im Vorfeld der Messe versprachen zwar mehr Abwechslung, in der angespielten Fassung blieb davon jedoch kaum etwas übrig.

Alien Deathstorm

Bild: 2026 © Rebellion

 

Horror vs. Action

Waffentechnisch stand mir ein kleines, aber vertrautes Arsenal zur Verfügung, bestehend aus einer schnellen Maschinenpistole, einer wuchtigen Schrotflinte und einer eher schwachbrüstigen Pistole als Rückfallebene. Grundsätzlich fühlt sich das Geballer recht solide an, spürbar zackig , wenn auch mit etwas wenig Impact. Da darf gerne noch etwas zugelegt werden. Getrübt wurde der Eindruck jedoch dadurch, dass die Gegner erstaunlich wenig Treffer vertragen, ehe sie in ihre Einzelteile zerlegt werden, was dem angepeilten Horror Anspruch spürbar die Spannung nimmt. Ein leichtes Crafting System auf Basis eingesammelter Ressourcen sowie eine bewusst knapp gehaltene Munition, die je nach Areal mal reichlich, mal quälend knapp ausfällt, sollen für taktische Tiefe sorgen, konnten in der kurzen Anspielzeit aber nur ansatzweise ihre Wirkung entfalten. Dazu biss sich auch der Versuch hier und da mal Horror-Elemente einzusträuen, mit dem grundsätzlich recht flotten und schnellen Gunplay. Hier hätte man eher etwas Tempo rausnehmen sollen, zugunsten der Atmosphäre.

Alien Deathstorm

Bild: 2026 © Rebellion

 

Erster Eindruck: Hat noch Luft nach oben

Nach zwanzig Minuten mit Alien Deathstorm bleibt vor allem der Eindruck eines soliden, aber noch etwas unfertig wirkenden Konzepts zurück. Die Grundzutaten stimmen, düstere Industrieanlage, bedrohliche Kreaturen, klassisches Ressourcenmanagement, doch weder die Kämpfe noch die Rätseleinlagen konnten mich in dieser frühen Fassung wirklich packen. Zu schwach wirkten die Gegner im direkten Feuergefecht, zu vertraut die Grundformel, um sich merklich von seinen offensichtlichen Vorbildern abzuheben. Bis zum geplanten Release im Frühjahr 2027 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S, inklusive Startschuss im Xbox Game Pass, bleibt für Rebellion also noch einiges an Arbeit übrig, um aus dieser maximal soliden ersten Kostprobe ein wirklich überzeugendes Gesamtpaket zu formen.

Christian Koitka
The guy who loves videogames

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