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Preview: Kann Chronicles: Medieval das bessere Total War werden? | gamescom 2026

Chronicles: Medieval hat die Herzen von Strategie und Mittelalter Fans schon seit dem erster Trailer auf dem Summer Games Fest 2025 höher schlagen lassen. Im Zuge der gamescom 2026 konnten wir neues gameplay sehen. Dankenswerterweise konnte ich mich auch mit den Entwicklern persönlich unterhalten und exklusive Einblicke bekommen. Daher lehne ich mich etwas aus dem Fenster und behaupte, das Chornicles: Medieval der Total War Reihe ziemlich Konkurrenz machen könnte.

 

Vom Niemand zum großen Kommandanten

Was man in einem Strategiespiel mit Armeeführung nicht unbedingt erwarten würde, ist ein Character Creator. Doch ihr werdet in Chronicles: Medieval als Anführer eurer Truppen auf dem Schlachtfeld dabei sein, also könnt ihr euch auch selbst erstellen. Zwar gibt es zahlreiche historische Persönlichkeiten, ihr selbst folgt aber keinem vorgefertigten Schicksaal. Den Editor selbst haben wir noch nicht gesehen, es soll aber laut Entwicklern einige Möglichkeiten geben.

Zu Beginn des Spiels seit ihr erstmal niemand besonderes. Um große Armeen zu führen und Städte zu regieren müsst ihr euch hocharbeiten und euch mit dem lokalen Herrscher gut stellen. Man kann Gebiete zwar auch ohne rechtmäßige Herrschaft führen, aufgrund des Wiederstands der Bevölkerung bekommt man dann aber spürbar weniger Ressourcen. Auf Nachfrage sagten mir die Entwickler, dass sie überlegen verschiedene Startpunkte anzubieten. Sodass ihr zb. auch schon als kleinerer Fürst mit einer größeren Armee starten könnten. Vollends beschlossen ist das aber wohl nocht nicht.

Neben Total War denkt man natürlich auch an Mount and Blade: Bannerlords. Klar, man spielt einen Kommandanten, ist selber in der Schlacht dabei und reist über eine Strategie Karte. Durch das andere Setting sollten sich die Spiele meiner Meinung nach aber deutlich genug voneinander unterscheiden.

 

Viel taktische und historische Tiefe

Was mir in der Präsentation der Entwickler sofort auffiel, war die historische Umsetzung des Mittelalters. Auf der Strategie Karte gibt es zahlreiche Provinzen, Burgen und Schlösser, aber auch eben Herrscher. Der großteil davon ist nicht einfach ausgedacht, sondern stellt die politische und gesellschaftliche Landschaft authentisch dar. Ob nun Wappen, die mitunter auch heute überlebende adelige Familien noch führen, oder auch Burgen, welche man heute noch besichtigen kann, Chronicles: Medieval hat nicht umsonst Historiker engagiert.

Herzstück des Spiel sind natürlich die Schlachten. Je nachdem wie wohlhabend man ist führt man auch unterschiedliche Soldaten ins Feld. Diese einfach nur stupide nach vorne zu schicken dürfte nicht lange gut gehen. In unserer Präsentation sahen wir ganz deutlich, wie wichtig es ist die anstürmende Kavallerie mit einem Speerwall aufzuhalten, ansonsten mäht diese die eigene Infanterie gnadenlos nieder. Gut platzierte Bogenschützen können währenddessen die hinteren Reihen der Gegner zermürben und flankieren will gelernt sein. Alles in allem also wie in einem Total War, nur dass ihr nicht über das Schlachtfeld fliegt, sondern selbst den Anführer steuert.

Dabei könnt ihr auf kräftig ins Geschehen eingreifen, mit Bogen, Nahkampf und zu Pferd. Sich ein Pferd zu leisten bedeutet vor allem schneller über das Schlachtfeld zu kommen und den Truppen leichter während des Kampfes Befehle zu geben. Durch dieses Feature fühlt man sich deutlich mehr als wäre man in der Schlacht, als in vergleichbaren Spielen. Für mich könnte daher Chronicles: Medieval ein ernsthafter Konkurrend zu den historischen Total War Teilen werden. Laut Entwicklern werden wir wohl irgendwann in 2027 den Early Access begleiten können. Ich kann das jedem Fan von Mittelalter und Strategie Spielen nur empfehlen.

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