Auf der gamescom 2026 konnte ich mir das kommende Dragon Ball Xenoverse 3 anschauen und war sehr gespannt, wie Bandai Namco die Reihe für die Zukunft rüstet. Aber was genau bietet Teil 3? Ich konnte zumindest eine halbe Stunde lang in die Demo schauen und habe zumindest einige Hoffnung mitgenommen.
Eine neue Zeit
Zehn Jahre lang hat Dragon Ball Xenoverse 2 die Fans bei Laune gehalten, mit regelmäßigen Updates, neuen Charakteren und einer treuen Community, die dem Spiel trotz eines eher durchschnittlichen Metacritic Werts von 72 kommerziell zu einem echten Dauerbrenner verholfen hat. Umso größer war der Aufschrei, als endlich Dragon Ball Xenoverse 3 enthüllt wurde, nachdem es monatelang nur unter dem Codenamen Project Age 1000 herumgeisterte. Dragon Ball Xenoverse 3 verlässt nun aber die vertrauten Pfade der Vorgänger und wagt einen deutlichen Zeitsprung. Die Handlung spielt im Jahr Age 1000, in dem sich die Westliche Hauptstadt zu einem pulsierenden Zentrum eines völlig neuen Dragon Ball Universums entwickelt hat. Statt bekannte Ereignisse der Serie nachzuspielen, erschaffen die Spieler ihren eigenen Helden und reihen sich in die sogenannte Great Saiyajin Squad ein, um an der Seite bekannter wie neuer Verbündeter dieses unerforschte Setting mitzugestalten, das noch auf Notizen und Ideen des im Jahr 2024 verstorbenen Autors Akira Toriyama zurückgeht.
Das gab es zu sehen
Zu Beginn der Anspielsession durfte ich zwischen zwei vorgefertigten Avataren wählen, die sich deutlich im Kampfstil unterscheiden. Der eine Typ setzt stärker auf Geschwindigkeit und Ausdauer, der andere auf rohe Kraft und Verteidigung. Die vollständige Charaktererstellung war in der Messefassung noch nicht verfügbar, doch schon dieser kleine Vorgeschmack ließ erahnen, wie viel Freiheit die spätere Vollversion bei der Gestaltung des eigenen Kämpfers bieten dürfte.
Nach der Auswahl ging es direkt in eine kampflastige Mission in einem verschneiten Gletschergebiet. Gemeinsam mit dem Charakter Brett und zwei weiteren Mitgliedern der Great Saiyajin Squad musste ich mich durch Trupps der Freezer Force sowie durch mehrere Kampfroboter kämpfen, bevor am Ende ein fordernder Boss-Gegner wartete. Spürbar im Vordergrund standen dabei die Super Attacks und Ultimate Attacks, mit denen sich der Kampfverlauf gezielt zugunsten der eigenen Gruppe drehen lässt, sobald die entsprechenden Anzeigen aufgeladen sind. Das aus den Vorgängern bekannte, schnelle und actionreiche Kampfgefühl der Serie war sofort wiederzuerkennen, wirkte in der angespielten Fassung aber runder und wuchtiger inszeniert als noch in Xenoverse 2.
Geht das Konzept auf?
Es wurde auch bestätigt, dass Dragon Ball Xenoverse 3 bereits zum Release auf stolze 130 spielbare Charaktere kommen wird. Ebenfalls bestätigt wurden Cross-Play und Cross-Progression zwischen den Plattformen, wobei ein Cross-Save zwischen verschiedenen Systemen ausdrücklich nicht vorgesehen ist. An anderer Stelle war bereits zu hören, dass der aus den Vorgängern bekannte Transformations-Timer diesmal komplett entfällt, dazu gesellt sich eine neue, bislang unbekannte Android-Rasse für die eigene Charaktererstellung sowie individuelle Transformationen für selbst erstellte Kämpfer. Ergänzt wird das Kampfsystem außerdem um Mechaniken mit den Namen Soul Assist und Soul Switch, die im Kampf offenbar für zusätzliche taktische Optionen sorgen sollen, auch wenn sich deren genaue Funktionsweise in der kurzen Demo noch nicht vollständig erschloss.
Dragon Ball Xenoverse 3 wirkt auf der Gamescom 2026 wie ein selbstbewusster Neustart einer Reihe, die trotz ihres Alters weiterhin eine enorme Fangemeinde besitzt. Die Verlagerung in ein komplett neues Setting, kombiniert mit ambitionierter RPG Struktur, epischer Inszenierung und den gewohnt actionreichen Kämpfen der Serie, macht neugierig auf mehr, auch wenn die kurze Anspielzeit naturgemäß nur einen kleinen Ausschnitt des Gesamtpakets zeigen konnte. Mit 130 Charakteren zum Start sowie Cross-Play und Cross-Progression stellt Bandai Namco zumindest inhaltlich schon jetzt großzügig auf. Ein konkretes Releasedatum steht zwar noch aus, doch nach diesem ersten Eindruck dürfte Dragon Ball Xenoverse 3 für die Community der nächste große Fixpunkt werden.



