Kingdom III: Rising Realms ist zwar ein Spiel was wenig Platz auf der Festplatte braucht, es gehörte für mich aber trotzdem definitiv zu meinen Highlights auf der diesjährigen gamescom. Gemeinsam mit der Game Director des Spiels, Angelica Norgren, durfte ich eine exklusvie Demo spielen, bei der ich ca. 30 Minuten lang mein Königreich aufgebaut habe. Und diese Demo hat gereicht, dass ich nun vollkommen von der Reihe überzeugt bin.
Es macht so viel mehr Spaß als gedacht
Die Kingdom-Reihe kannte ich schon langer, hatte bislang aber immer nur Freunden beim Spielen über die Schulter geschaut. Dabei hatte ich nie den Drang es selbst zu spielen. Zu pixelig, zu langweilig, zu wenig zu tun. Es kam mir einfach etwas zu „cozy“ vor, trotz der kleinen Monster, die in der Nacht das Königreich angreifen. Als ich es dann aber selbst gespielt habe, muss ich zugeben, dass es mir einfach Spaß gemacht haben. Das mag auch etwas an der sehr sympathischen Angelica Norgren gelegen haben, die mir mit Begeisterung von dem neustem Teil der Reihe erzählte.
Größtenteils war es aber das Gameplay, die neue Pixeldichte und die Musik. Wer die Reihe kennt, wird auch in Kingdom III: Rising Realms sofort wissen was zu tun ist. Ihr wählt euren Herrscher, sammelt Geld und investiert es in euer Lager. Dabei gehts es immer nur von rechts nach links oder eben von links nach rechts. Die meiste Zeit läuft man und gibt das gesammelte Gold wieder aus. So werden Bogenschützen zur Verteidigung angeheuert, die Palisade ausgebaut und Bäume gefällt.
Und das alles ist irgendwie zwar schon „cozy“, aber eben doch nicht langweilig. Nach den ersten Minuten will ich eben diese verdammten Bäume fällen, einen neuen Turm bauen und die nächste Statue untersuchen. Was dem neuen Teil gut tut, sind aber vor allem auch die neuen Helden, die man anheuern kann und auch die Waffen, die man als Herrscher trägt. In der Demo konnte ich z.B. einen magischen Speer werfen, der die „Gier“, also die kleinen Monster, umgehauen hat. Das hat zwar eine Abklingzeit, aber so hatte ich noch mehr das Gefühl, mein Königreich aktiv zu verteidigen.
Die Gier ist nun ein Gegner zum anfassen
Ebenso neu ist die Darstellung der Gier. Wo früher einfach nur Gegner des Nachts aus den Portalen hüpfen und gegen eure Mauern rannten, ist die Gier nun richtig in der Welt zu sehen. Dort wo sie wortwörtlich Wurzeln geschlagen hat, ist der Boden mit einer klebrigen lila Masse überzogen. Steht ihr zu lange darauf verliert ihr kontinuierlich euer Geld, was es natürlich zu verhindern gilt. Auch eure Soldaten werden irgendwann mürbe und verlieren ihre Waffen, wodurch sie wieder zu normalen Bewohnern werden.
In der Demo war es das Ziel eine Pflanze, welche die Gier verbreitet hat, zu besiegen. Die stand jedoch nicht nur einfach gierig in der Gegend rum, sondern hat auf uns geschossen. Ein paar Soldaten mussten dran glauben, doch mit Hilfe der Bogenschützin als Heldin lief es nach zwei Anläufen reibungslos. Besonders effektiv war dabei ihr Mehrfachschuss für die kleineren, aber zahlreichen Gegner. Im fertigen Spiel soll es dann die Möglichkeit geben, verschiedene Helden anzuheuern und auch unterschiedliche Waffen zu führen.
Nach meiner anfänglichen Skepsis bin ich nun Kingdom-Fan. Wer also ein etwas entspannteres Spiel mit Aufbau, aber auch kleinen Kämpfen sucht, ist hier richtig. Besonders eignet es sich auf einer Handheld-Konsole zum Einschlafen, obwohl man dann mitunter nicht mehr aufhören mag. Auf Steam könnt ihr Kingdom III: Rising Realms schon einmal etwas näher anschauen und auf die Wishlist packen. Die Veröffentlichung soll nächstes Jahr bevorstehen.


