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Preview: Wir konnten Control Resonant anspielen! | gamescom 2026

Kaum ein Stand auf der Gamescom 2026 wurde so oft belagert. wie der von Level Infinite in Halle 6. Der Grund dafür war schnell gefunden, denn dort ließ sich zum ersten Mal öffentlich Control Resonant anspielen, der lang erwartete Nachfolger von Remedys Kulthit Control aus dem Jahr 2019. Nur wenige Wochen vor dem geplanten Release am 24. September war das für viele Besucher die letzte Gelegenheit, sich vor dem eigentlichen Start ein eigenes Bild zu machen. Ich habe mich in die Schlange gestellt und einen Blick auf das warped Manhattan geworfen, in dem das Spiel angesiedelt ist.

 

Nun ist Dylan an der Reihe

Control Resonant setzt zeitlich nach den Ereignissen des ersten Teils an. Diesmal übernimmt man jedoch nicht die Rolle von Jesse Faden, sondern die ihres Bruders Dylan, der jahrelang in Gefangenschaft des Federal Bureau of Control gehalten wurde. Nun ist er frei, doch mit ihm sind auch sämtliche Hiss entkommen, die das Oldest House eigentlich unter Verschluss halten sollte. Dylan findet sich in einem paranatural verzerrten Manhattan wieder und muss sich einer kosmischen Bedrohung stellen, die die Realität um ihn herum fortlaufend verändert.

Spielerisch bedeutet das einen deutlichen Kurswechsel für Remedy. Wo der erste Teil noch ein klassischer Third Person Shooter war, setzt Control Resonant nun auf Nahkampf mit übernatürlichen Fähigkeiten und deutliche Rollenspielelemente. Zentral dafür ist eine formwandelnde Nahkampfwaffe, die Dylan im Laufe des Spiels an verschiedene Aberrant Formen anpassen kann, um unterschiedlichen Gegnertypen zu begegnen. Die Progression dahinter wirkte bereits in der Demo spannend. Neben den Hauptformen, gab es noch weitere Upgrades, die das Kampfverhalten deutlich verändern und somit dafür sorgen, dass man hier sehr seinen eigenen Spielstil finden kann.

Control

Bild: 2026 © Remedy

 

Remedy liefert wieder einen Fiebertraum

Die auf der Messe gezeigte Session führte durch einen Parkbereich mitten in Manhattan, der komplett von einem blauen Pilzgeflecht überzogen war. Zwischen den Mold-Gegnern liegen dort immer wieder Körper, die auf den ersten Blick tot wirken, tatsächlich aber nur in einem euphorischen Dämmerzustand gefangen sind, weil sie freiwillig von dem Pilz gegessen haben. Laut Remedy ist dieser Mold im Spiel bewusst als schwer zu widerstehen gestaltet, was zur ohnehin schon sehr eigenwilligen, surrealen Grundstimmung passt, die man von der Marke kennt.

Ziel des angespielten Abschnitts war die Jagd auf einen sogenannten Resonant, einen der großen Bossgegner des Spiels. Interessant ist hier ein Detail zur Struktur, das Remedy im Vorfeld bestätigt hat. Der erste und der letzte Bossgegner sind für alle Spieler identisch, alle Resonants dazwischen lassen sich dagegen in beliebiger Reihenfolge angehen, je nachdem, welchen Missionspfad man wählt. Das deutet auf eine deutlich offenere Missionsstruktur hin, als man sie vom eher linearen ersten Teil gewohnt war.

Im Kampf selbst wirkte Dylan spürbar beweglicher und aggressiver als Jesse im Vorgänger. Flüssige Bewegungsabläufe, stylische Angriffskombinationen und spektakuläre Finishing-Moves standen im Vordergrund, begleitet von den ikonischen telekinetischen Kräften der Serie, die weiterhin fester Bestandteil des Kampfsystems bleiben. In Kombination mit der wandelbaren Waffe ergibt sich ein Kampfrhythmus, der eher an ein Action-RPG erinnert als an die Shooter-Wurzeln der Marke.

Control

Bild: 2026 © Remedy

 

Erwartungen erfüllt?

Control Resonant bleibt für mich einer der spannendsten Titel der gesamten Messe. Der Umstieg von Third Person Shooter zu einem nahkampflastigen Action-RPG ist ein mutiger Schritt für Remedy, doch die angespielten Ausschnitte machen deutlich, dass die Formel funktionieren könnte, ohne die typische Atmosphäre der Marke zu verlieren. Ganz ausgestanden ist die Frage nach der langfristigen Kampftiefe zwar noch nicht, doch dafür bleibt ohnehin nicht mehr viel Zeit. Control Resonant erscheint am 24. September für PlayStation 5, Xbox Series X|S sowie PC über Steam und den Epic Games Store, physische Fassungen folgen am 15. Oktober. Doch ich bin sehr positiv angetan und freue mich auf den neuen Ausflug im Control-Universum!

Christian Koitka
The guy who loves videogames

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