Wer sich nach epischen Schlachten in Mittelerde sehnt, kann ab sofort wieder in die Rüstung schlüpfen. Der Action-Rollenspiel-Titel „Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden“, ursprünglich 2011 von Warner Bros. Interactive veröffentlicht, erhält eine moderne Neuauflage. Verantwortlich für Umsetzung und Vertrieb zeichnet sich diesmal das Studio Aspyr, das die Legacy Edition unter Lizenz von Warner Bros. auf den Markt bringt.
Release aus dem Nichts
Die Neuveröffentlichung ist seit heute für PlayStation 5, Xbox Series X/S, Nintendo Switch 2, die ursprüngliche Switch sowie PC erhältlich zum Preis von 19,99 US-Dollar. Dabei handelt es sich nicht um ein reines Porting, denn Aspyr stattet den Titel mit zahlreichen zeitgemäßen Verbesserungen aus. So läuft das Spiel auf den meisten Plattformen mit flüssigen 60 Bildern pro Sekunde (eine Ausnahme bildet die alte Switch), bietet eine praktische Zielerfassung für Gegner, automatische Speicherpunkte, zusätzliche Speicherplätze sowie eine überarbeitete KI, die nun Gesundheitsbalken, Manabalken und Erfahrungsbalken sichtbar anzeigt.
Auch der Mehrspielermodus wurde aufgewertet. Zwei Spieler können lokal im geteilten Bildschirm antreten (diese Option entfällt allerdings auf der ersten Switch), während online sogar bis zu drei Teilnehmer gemeinsam kooperativ durch die Schlachtfelder ziehen können.
Inhaltlich erzählt der Titel die düstere, bisher unerzählte Geschichte von Agandaûr, einem schwarzen Númenórer und Diener Saurons, der in den Ruinen von Fornost eine gewaltige Armee versammelt hat. Diese Handlung basiert sowohl auf J. R. R. Tolkiens Romanvorlage als auch auf Peter Jacksons Filmtrilogie. Entwickelt wurde das Original einst von Snowblind Studios. Trotz vieler Kritikpunkte und mäßiger Wertungen, hat es bis heute eine große Fanbase.
Noch mehr Herr der Ringe
Doch die Legacy Edition ist für Aspyr offenbar erst der Anfang. Das Studio bezeichnet das Spiel als seinen „ersten Der Herr der Ringe Titel“ und kündigt vielsagend an, dass Fans sich in Zukunft auf weitere klassische Veröffentlichungen aus dem beliebten Franchise freuen dürfen. Welche Spiele genau folgen werden, ließ man jedoch offen. Spekulationen richten sich auf andere Warner-Bros.-Publikationen aus derselben Ära wie Guardians of Middle earth, Aragorn’s Quest oder Mittelerde: Schatten von Mordor. Ob auch die früheren EA-Titel, die auf den Filmumsetzungen basieren, lizenziell in Frage kommen, bleibt unklar.
Hinter den Kulissen spielt zudem die Konzernstruktur eine Rolle. Aspyr gehört zur Embracer Group, die wiederum mit Middle earth Enterprises die weltweiten Exklusivrechte an bestimmten Elementen von Der Herr der Ringe und Der Hobbit besitzt, darunter Namen von Figuren, Schauplätzen, Gegenständen und Ereignissen. Damit steht einer möglichen Ausweitung des Retro-Programms zumindest konzernintern wenig im Wege.
Quelle: videogamechronicles



