Der japanische Publisher Koei Tecmo hat ehrgeizige Ziele ausgerufen. Bis zum Jahr 2035 will das Unternehmen zu den zehn profitabelsten Studios der Branche aufschließen. Konzernchef Hisashi Koinuma führte dies in einem Gespräch mit dem Magazin Famitsu näher aus. Dazu möchte man das Personal weiter aufstocken, anders als viele andere Gaming-Firmen, die derzeit viele Leute entlassen haben.
Belegschaft wächst rasant, 5.000 sind das Ziel
Der personelle Aufwärtstrend der vergangenen beiden Jahre setzt sich fort. Während Koei Tecmo 2024 gegenüber den Aktionären noch von rund 2.500 Angestellten sprach, hat man diese Marke längst übertroffen. Laut Koinuma beschäftigt der Konzern derzeit mehr als 3.000 Mitarbeiter. Allein in Japan stießen in diesem Jahr 193 Hochschulabsolventen hinzu. Die mittelfristige Vision sieht jedoch noch größere Dimensionen vor. „Wir streben eine kontinuierliche, stetige Erweiterung auf eine Belegschaft von 5.000 Personen an“, so der CEO. Parallel dazu investiert man verstärkt in interne Schulungen, um nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der Teams zu steigern.
Um künftig regelmäßig neue Spiele veröffentlichen zu können, setzt das Haus auf ein klar strukturiertes Markensystem. Derzeit betreibt Koei Tecmo sechs eigenständige Labels. Dazu zählen Omega Force, bekannt für Dynasty Warriors, Team Ninja (Ninja Gaiden, Dead or Alive), Gust, Nobunaga’s Ambition, Midas sowie Ruby Party. Auch Pokémon Pokopia war ein enormer Erfolg für das Studio und Nintendo. Diese Aufteilung dient laut Koinuma dazu, die spezifischen Stärken und den charakteristischen Stil jedes Teams zu bewahren und weiterzuentwickeln. Sollte ein kreatives Projekt nicht in das Profil einer bestehenden Marke passen, ist die Gründung eines neuen Labels nicht ausgeschlossen. Ergänzt wird dieses Gefüge durch die AAA Games Studio, die erst 2024 ins Leben gerufen wurde und zuletzt mit Hyrule Warriors: Chronik der Versiegelung von sich reden machte.
Raumnot und neue Standorte
Das ambitionierte Wachstum auf 5.000 Mitarbeiter wirft jedoch Fragen auf. Bereits im vergangenen Jahr sicherte sich Koei Tecmo die Yokohama Symphostage, die seit April dieses Jahres in Betrieb ist und langfristig Platz für etwa 900 Angestellte bieten soll. Doch selbst dieser Neubau werde nicht ausreichen, räumte Koinuma ein. Auch das bestehende Büro in Kyoto stoße an seine Kapazitätsgrenzen. Die hauseigene Immobilienabteilung sei daher bereits mit der Prüfung weiterer Standortoptionen befasst. Über die reine Arbeitsumgebung hinaus hat der Konzern bereits neue Mitarbeiterwohnheime und Werkswohnungen errichtet, um auch das Lebensumfeld der Angestellten zu verbessern.
Auf die Frage, ob es innerhalb der Belegschaft konkrete Bestrebungen für die Gründung weiterer Marken gebe, antwortete Koinuma mit einem Augenzwinkern; dies sei noch ein Geheimnis. Er bestätigte jedoch, dass es durchaus Mitarbeiter gebe, die Neues wagen möchten. Sobald der Bedarf nach einer entsprechenden Plattform bestehe, werde man die Schaffung neuer Labels fördern, um diesen kreativen Herausforderungen den nötigen Raum zu geben. In welche Richtung die Reise genau geht, ließ der CEO offen, versprach aber weitere spannende Entwicklungen.
Quelle: videogameschronicle
Bild: 2025 © Koei Tecmo/ Nintendo



