Sintopia ist eine mehr als unkonventionelle Simulation, bei der ihr den Chefposten bei der Firma „Hell Inc.“ übernehmt. Für den Mutterkonzern „Heaven Co.“ sollt ihr auf verschiedenen Welten eine ordentlich laufende Hölle bauen und damit Geld machen und auch Menschen von Sünden befreien. Hört sich abgefahren an, ist es auch. Warum sich das alles aber ziemlich cool spielt, erfahrt ihr in unserem Test.
Eine überraschend gute Story
Die Schöpfung als Firmengeflecht ist schon erstmal ein lustiger Gedanke. Dass das schlimmste an allem die verzweigte und langsame Bürokratie ist, scheint auch eine sehr passende Gesellschaftskritik. Als frischgebackener Leiter der Hölle sollt ihr es jetzt richten, nachdem der Vorgänger Lu Morningstar aufgrund eines Diziplinarverfahrens abgesetzt wurde. Der Vorstandsvorsitzende, Chef der Schöpfung, setzt dabei große Hoffnungen in euch. Begleitet werdet ihr dabei von euer Personalchefin, der Dämonin Lili und anderen illustren Gestalten.
Damit die Welt funkitoniert sollt ihr für den Vorstandsvorsitzenden die „Humus“ von Sünden befreien. Die sind fast wie Menschen, leben nur deutlich kürzer und sind etwas dümmer. Auußerdem gibts da noch Probleme die am Rande der Schöpfung lauern und euer Vorgänger hat auch ein paar Überraschungen hinterlassen. Garniert mit sich zankendem Personal und einem mutierten Humus den ihr in die eigenen Reihen aufnehmt, habt ihr ziemlich viel zu tun um icht selbst wie die vorherigen Chefs von Hell Inc. zu enden.
Das es hier ziemlich lustig wird ist ja klar. Dass es aber auch richtig philosophische und emotionale Momente gibt, hat mich in der Geschichte dann aber doch überrascht. In den neun Missionen der Geschichte kommt zwar vieles zu kurz, die Charaktere wachsen einem jedoch ans Herz. Das Ende vom Spiel gibt hier aber Ausblick auf mehr, obwohl nicht klar ist, ob hier ein Nachfolger erscheinen wird.
Ein ewiger Kreislauf
Wenn Humus sterben, was sie sehr oft, landen ihre Seelen auf dem Friedhof, wo sie dann von einem Bus abgeholt werden und in die Hölle transportiert werden. Einmal in der Hölle angekommen, laufen die Seelen stets geradeaus auf einer Straße entlang. Manuell steuern oder versetzen funktioniert nicht. Es gilt also den perfekten Weg für jede Seele zu bauen. Da Humus in ihrem Leben einige Punkte von jeder der sieben Todsünden ansammel, gilt es sie davon zu reinigen. Das machen die wichtigsten Mitarbeiter von Hell Inc. die Sündendoktoren. In ihre Omnisündenkliniken können sie jede Sünde um einen moderaten Wert senken und dabei Geld für uns verdienen. Hat eine Seele aber zu viel einer bestimmten Sünde angesammelt brauchen wir eine Spezialklinik für den jeweiligen Sündnetyp.
Ebenfalls wichtig sind Glaubensmünzen, die wir ausgeben können um in der sterblichen Welt Zauber zu wirken. Mit diesen Zaubern sorgen wir für Zerstörung um mehr Seelen in der Hölle zu haben, oder wir brutzeln die Feinder der Humus damit diese sich besser auf der Welt ausbreiten können. Die Münzen kriegen wir entweder von unserem sich aufbauenden Kult in der Oberwelt, oder indem wir Seelen in der Hölle in bestimmten Gebäuden behandeln lassen. Damit jede Seele zum richtigen Gebäude findet, müssen wir an Kreuzungen Seelenverteiler bauen. Hier kann man zahlreiche Einstellungen treffen, damit jede Seele je nach Eigenschaft den richtigen Weg nimmt. Das erfordert ein gewisses Maß an Planung und es macht Spaß, eine möglichst effiziente Hölle aufzubauen.
Bestrafen wir Sünden nicht gut genug uns es sammelt sich zu viel an, nutzen Dämonen besonders sündige Humus als Brücke in unsere Welt. Ein wollustiger Dämon bringt so zb. einen Sukkubus auf die Karte. Dämonen müssen dann von uns mit Magie oder von den Soldaten der Humus bekämpft werden und richten einigen Schaden an. Zu viele können auch alle Humus vor Ort auslöschen. Fällt unser Tempel, ist das Spiel vorbei. Besiegte Dämonen können jedoch für eine Gebühr in der Hölle angestellt werden, um besondere Boni zu liefern.
Fazit zu Sintopia
Überraschend gut und langlebig
Ich hätte nicht gedacht, dass Sintopia eine so lustige, aber auch nachdenkliche Geschichte zu bieten hat. Alleine dafür hat sich das Spiel schon gelohnt. Zum Glück, mach das Aufbauen und planen ebenfalls sehr viel Spaß. Es ist nach einigem Nachdenken dann schön zu sehen, wie sich die Seelen genau auf dem perfekten Weg machen und effektiv bestraft werden. Dabei rollt dann auch der Fuegodollar, sodass neue Investitionen und Personal drin sind. Ich kann Sintopia daher wirklich jedem empfehlen, der Spaß an Simulationen hat und mal ein etwas ungewöhnlicheres Setting sucht.
Positiv:
Negativ:
Online Multiplayer
Couch-Koop / Splitscreen
Mikrotransaktionen
Lootboxen
Onlinezwang
Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs
Ab in die Sammlung?
Alle die bescheuerte Stories und Simulationen mögen, sind hier goldrichtig.






