Bei Build a Rocket Boy, dem Studio hinter dem Spiel MindsEye, hat es einem Medienbericht zufolge erneut Entlassungen gegeben. Wie Kotaku unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen berichtet, sollen diesmal etwa 170 Beschäftigte betroffen sein. Das Studio, das bereits zweimal im vergangenen Jahr Personal abbauen musste, beschäftigt demnach gegenwärtig nur noch rund 80 Mitarbeiter. Eine offizielle Stellungnahme des Unternehmens liegt bislang nicht vor.
Katastrophen-Meldungen reißen nicht ab
Mehrere ehemalige Angestellte thematisieren die jüngsten Stellenstreichungen in Beiträgen auf dem Karrierenetzwerk LinkedIn. Darunter befinden sich der leitende Game Designer James Tyler, der Audio Designer Tom Cross sowie weitere Kollegen. Auch über den offiziellen Discord-Kanal des Spiels MindsEye haben mehrere Mitglieder des Community-Teams bestätigt, dass sie das Studio verlassen müssen.
Die Entwicklungsgeschichte des Spiels ist von wiederholten wirtschaftlichen Schwierigkeiten begleitet. Nach dem Launch von MindsEye im Juni 2025 kam es bereits im darauffolgenden Monat zu einer ersten größeren Entlassungswelle. In der Folge verfassten die verbliebenen Mitarbeiter einen offenen Brief an die Geschäftsleitung, in dem sie Veränderungen forderten und die Markteinführung des Spiels als eine der problematischsten des Jahrzehnts bezeichneten. Eine weitere Runde von Entlassungen folgte im März des laufenden Jahres. Wenig überraschend: Denn während diese Zeilen getippt werden, spielten im 24-Stunden-Peak gerade einmal 15 Leute Mindseye.
Die nun bekannt gewordenen Stellenstreichungen fallen zeitlich mit der Veröffentlichung des Updates „Blacklisted“ für MindsEye zusammen, das vor etwa einer Woche erschienen ist. Bei diesem Update handelt es sich um eine neue Mission, die über die nutzergenerierte Inhalteplattform Arcadia bereitgestellt wird. Die Verantwortlichen des Studios hatten das Update als Beginn eines Comeback-Versuchs angekündigt. Es sollte laut früheren Aussagen zudem Beweise für die Behauptung der Studioleitung liefern, dass Build a Rocket Boy und das Spiel vor dem desaströsen Launch sabotiert worden seien.
Quelle: IGN
Bild © 2025 Build a Rocket Boy


