Close

Login

Close

Register

Close

Lost Password

Aktuelle News

Test: The Rogue Prince of Persia

Rasante Roguelite-Action mit dem persischen Prinzen

Wie steht es denn aktuell um das Prince of Persia Franchise? Nun, The Lost Crown war ein fantastisches Metroidvania, hat für Ubisoft aber nicht genug Umsatz gemacht und so wurde das Entwicklerteam zerschlagen, genau wie die Hoffnungen auf einen Nachfolger. Währenddessen gab es da ja noch das Remake zu Sands of Time, ein Spiel welches eine beliebte Trilogie startete, doch dies wurde ja bekannterweise gecancelt. Und so hält ein Spiel aktuell alleine die Fackel für den Prinzen hoch: The Rogue Prince of Persia. Als großer PoP-Fan wollte ich diesen Titel immer mal ausprobieren, doch bin leider nie dazu gekommen. Anlässlich des physischen Releaeses haben wir aber jetzt einen Key zur Verfügung gestellt bekommen und ich somit endlich die Gelegenheit, mal das Roguelite der Dead Cells-Macher Evil Empire anzutesten.

 

Kriegerische Hunnen, ein gefallenes Königreich und eine Zeitschleife

Evil Empire haben sich ja für alle zusätzlichen Inhalte von Dead Cells, ursprünglich von Motion Twin entwickelt, verantwortlich gezeigt. Sie sind also mit dem Roguelite-Genre vertraut und so schlägt auch The Rogue Prince of Persia in genau diese Kerbe. Wir erkunden prozedual generierte Level und kämpfen uns soweit durch, wie wir können. Bei unserem Ableben werden wir dank einer magischen Bola wieder an den Anfang zurückgesetzt und können es erneut probieren. So ein repetitives Gameplay erlaubt im Normalfall nicht für eine packende Story und ja, auch wenn The Rogue Prince of Persia jetzt vielleicht nicht die tiefgreifendeste Erzählung bietet, so schlummern doch einige interessante Storyfetzen in diesem Abenteuer.

Die Hunnen haben Persien überfallen und legen es in Schutt und Asche. Der Prinz wird von ihrem Anführer getötet, aber wie bereits erwähnt kehrt er mit seiner magischen Bola immer lebendig in die Oase zurück, einen magischen Ort, an welchem die Zeit stillsteht. Also gilt es, nicht nur das Königreich zu retten, sondern auch seine entführte Familie zu finden und in die Oase in Sicherheit zu bringen. Die Story trifft einige emotionale Punkte, bleibt aber hinter seinen Möglichkeiten, nicht zuletzt durch nicht vertonte Dialoge. Aber ein netter Clou ist, dass das Spiel nicht unbedingt linear ist. Wir erhalten durch NPCs und gefundene Hinweise Nebenaufgaben und Schlüsse auf Orte, an denen wir diese erledigen können. An welchem Ort wir also in welchem Run gehen, das steht uns meist offen.

The Rogue Prince of Persia

I see what you did there, Rogue Prince. | Bild: 2026 © Evil Empire

 

Schnelles Gemetzel und makelloser Parkour

Im Arsenal des Prinzen finden sich immer nur eine Hauptwaffe und eine Sekundärwaffe, die meist auf Fernkampf angelehnt ist. Etwas spärliche Ausrüstung, aber damit weiß sich der Prinz durchaus zu helfen. Die Waffen werden immer gewürfelt oder wir finden in den Levels neue Exemplare, alle mit unterschiedlichen Werten und Spezialattacken. In den Gefechten entledigen wir uns unseren Gegnern mit rasanten Angriffen, können mit unserem Dash über die Gegner springen und vor allem, das wohl wichtigste Element, sie treten. Wir treten die Gegner in andere Gegner, sodass diese ihren Schild verlieren. Oder wir treten sie direkt die Klippe hinunter oder in tödliche Stacheln hinein. Positionierung und die Reihenfolge der Gegner spielt in The Rogue Prince of Persia eine große Rolle.

Abseits von den Bosskämpfen, die alle imposant in Szene gesetzt sind und euch ordentlich fordern, sind die Kämpfe in den Levels oft nicht die große Herausforderung. Im Grunde könnt ihr die Gegner auch komplett ignorieren, um einfach mit euren Bewegungen weiter durch die Level zu flitzen. Aber wenn ihr Gold für die Shops wollt oder diese violetten Kugeln, die euch in der Oase neue Objekte freischalten, dann solltet ihr nicht zu viele Konflikte meiden.

Die Kämpfe in The Rogue Prince of Persia fühlen sich schon gut an, doch das Platforming ist die größte Stärke des Spiels. Mühelos kombinieren wir Wallruns, Schwünge und Sprünge, um uns durch die Umgebungen zu manövrieren. Vor allem der Wallrun ist ein wertvolles Werkzeug. Dazu müsst ihr auch die Umgebung der Level begutachten, denn der Prinz kann horizontal, aber auch vertikal an Wänden entlanglaufen. Dadurch lassen sich intensive Bewegungsabläufe aneinanderreihen, die vor allem in Platforming-Herausforderungen von euch vorausgesetzt werden.

Die Hintergründe sind richtig imposant. | Bild: 2026 © Evil Empire

Ein Roguelite ist und bleibt ein Roguelite

Der Unterschied zwischen Roguelike und Roguelite ist ja die Mitnahme von neuen Fähigkeiten und Items für eure künftigen Runs, die euch deutlich stärker machen. The Rogue Prince of Persia schwimmt so an der Grenze dazwischen, ist aber definitiv eher ein Roguelite. Die violetten Kügelchen, die ihr sammelt, genannt Seelenfunken, erwähnte ich ja bereits. Ihr bekommt sie von manchen besiegten Gegnern, findet sie in Truhen oder könnt sie an einem bestimmten Brunnen ergattern, sie dort aber auch zurückschicken. In der Oase kauft ihr euch damit neue Waffen, die dann in euren Runs auftauchen können. Diese sind nicht wirklich stärker, spielen sich aber anders und passen ja vielleicht besser zu eurem Spielstil. Auch die Amulette, die euch passive Fähigkeiten und Boni verleihen, machen euch nur bedingt stärker. Es ist in The Rogue Prince of Persia einfach nicht so, dass ihr irgendwann durch äußere Einflüsse übermächtig werdet, sondern ihr erhaltet nur kleine Boni, wirklich besser werden müsst ihr schon selber.

Und trotzdem macht jeder neue Run wirklich Spaß. Auch wenn ich anmerken muss, dass durch die prozedual generierten Level nach einiger Weile erste Ermüdungserscheinungen auftreten, wenn man durch die immergleichen angeordneten Dungeons rennen muss. Doch The Rogue Prince of Persia ist auf jeden Fall für ein „Ach komm, EINEN Run mach ich noch“ gut.

Kämpfe sind rasant und actionlastig. | Bild: 2026 © Evil Empire

 

Dein Teint sieht gesünder aus

Als The Rogue Prince of Persia im Early Access erschien, fiel vor allem ein Merkmal ins Auge: Der Prinz ist lila. Der Stil des Spiels war definitiv gewöhnungsbedürftig, konnte aber auch als interessantes Alleinstellungsmerkmal aufgefasst werden. Nun, mit der 1.0 Version und der auch nun veröffentlichten Retail-Fassung hat sich an der Optik ein bisschen was getan. Der Prinz hat nun eine menschliche Hautfarbe, die Charaktere wurden ein wenig mehr designed und die Hintergründe sind deutlich imposanter geworden. Auch wenn die Level an sich mit der Zeit repetitiv wirken, sie sind wunderschön anzuschauen.

Richtig mitreißend ist vor allem der Soundtrack, der orientalische Klänge mit Trap- und HipHop-Beats vermischt. Und so hat The Rogue Prince of Persia, auch wenn der Prinz seinen violetten Teint verloren hat, trotzdem eine ganz einzigartige Identität geschaffen. Und vor allem beweist es eines: Der persische Prinz funktioniert sehr gut in 2D und ich hoffe, dass Ubisoft das vielleicht für die Zukunft weiterhin beherzigen wird.

 

Titelbild: 2026 © Evil Empire

Fazit zu The Rogue Prince of Persia

The Rogue Prince of Persia ist vielleicht nicht das intensivste Roguelite, aber es ist immer für einen unterhaltsamen Run gut. Die Bewegungen gehen extrem flüssig von der Hand, die non-lineare Struktur der Levelwahl erlaubt für etwas Abwechslung und die Kämpfe sind rasant und actionlastig. Es ist ein kleines bisschen schade, dass die Story nur grob angekratzt wird, denn hier sind auch durch die Zeitschleife interessante Aspekte vorhanden. Doch so tief kann ein Spiel in diesem Genre vielleicht auch einfach nicht gehen, dafür bietet es spaßigen Parkour mit frischen Beats im Hintergrund.

Maarten Cherek (Redakteur)

Positiv:

Wunderbarer Stil, sowohl optisch als auch akkustisch
Extrem flüssiges Parkour-Gameplay
Kämpfe fühlen sich rasant und abwechslungsreich an
Die Bosse sind super in Szene gesetzt und fordern euch einiges ab

Negativ:

Story nicht so tiefgehend, wie sie hätte sein können
Selbst für ein Roguelite wird dieses Spiel mit der Zeit ein klein wenig zu repetitiv

Online Multiplayer

Couch-Koop / Splitscreen

Mikrotransaktionen

Lootboxen

Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs

Ab in die Sammlung?

Prince of Persia-Fans freuen sich, dass das Franchise lebt, Roguelite freuen sich über einen soliden Genrevertreter mit flüssigem Platforming.

Avatar-Foto
isst nichts so heiß, wie es gekocht wird!

Teile diesen Beitrag

Like diesen Beitrag

0

Ähnliche Beiträge

    Hinterlasse eine Antwort

    Deine E-Mail wird nicht veröffentlicht Required fields are marked *

    Danke für deinen Kommentar!

    Die aktuelle Podcast Folge

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

    Die letzten Beiträge