Das Prince of Persia Remake ist offiziell tot. Ubisoft hat eine komplette Umstrukturierung des Unternehmens angekündigt, welches die Einstellung etlicher sich in Entwicklung bestehender Spiele befindet. Darunter befindet sich auch das von vielen Fans sehnsüchtig erwartete Remake des 2003 erschienenen Sands of Time.
Das Prince of Persia Remake gibt es nicht mehr, stattdessen fünf „Creative Houses“
Eigentlich gab es in letzter Zeit viele Gerüchte, dass das Remake noch in diesem Monat erscheinen könnte. Das ist nun allerdings komplett vom Tisch, neben dem Remake wurden die Entwicklungen von vier weiteren Titeln und einem Mobile Game eingestellt. Die Entwicklung von sieben weiteren Spielen wurde durch die Umstrukturierung verlegt.
Als Grund für die Einstellung der Titel sagt man, diese Spiele treffen nicht den Standard für die neue Qualität und das mehr ausgewählte Portfolio-Kriterium. Das Studio in Stockholm sowie Ubisoft Halifax, hauptsächlich für Mobile Games verantwortlich, werden geschlossen. Zu weiteren Entlassungen wird es sicher noch kommen, doch genauere Details nannte man bei Ubisoft nicht.
Das sind die „Creative House“-Pläne von Ubisoft
Die Umstrukturierung erfolgt in fünf dezentralisierten Standorten, den sogenannten „Creative Houses“. Jedes davon soll sich auf ein bestimmtes Genre fokussieren. Aufgeteilt sind sie in diese Abschnitte:
- CH1 (Vantage Studios), zuständig für Ubisofts größte und etablierteste Franchises, um sie in Milliardenmarken zu verwandeln. Dazu zählen Assassin’s Creed, Far Cry und Rainbow Six.
- CH2 ist für kompetitive und kooperative Shooter zuständig. Beispielmarken sind The Division, Ghost Recon und Splinter Cell.
- CH3 soll sich auf Live-Erlebnisse fokussieren, u.a. mit Spielen wie For Honor, The Crew, Riders Republic, Brawlhalla, Skull & Bones.
- CH4 konzentriert sich auf Fantasy-Welten und Narrativen, die genannten Marken sind hier: Anno, Might & Magic, Rayman, Beyond Good & Evil und tatsächlich auch Prince of Persia, obwohl das Sands of Time Remake das einzige eingestellte Spiel ist, welches bisher namentlich genannt wurde.
- CH5 macht familienfreundliche Casual-Erlebnisse. Dazu zählen Just Dance, Idle Miner Tycoon, Ketchapp, Hungry Shark, Invincible: Guarding the Globe, Uno, Hasbro.
Ubisoft-Boss Yves Guillemot hat folgendes Statement zur Umstrukturierung verfasst:
„Einerseits ist die AAA-Branche aufgrund steigender Entwicklungskosten und zunehmender Herausforderungen beim Markenaufbau immer selektiver und wettbewerbsintensiver geworden. Andererseits bieten herausragende AAA-Spiele im Erfolgsfall mehr finanzielles Potenzial als je zuvor. Vor diesem Hintergrund kündigen wir heute einen grundlegenden Neustart an, der die Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum schaffen soll. Wir transformieren Ubisofts Geschäftsmodell, um auf den beiden Kernsäulen unserer Strategie – Open-World-Abenteuern und GaaS-nativen Erlebnissen, Spiele von außergewöhnlicher Qualität zu produzieren. Im Zentrum dieser Transformation stehen unsere Creative Houses, integrierte Geschäftseinheiten, die Produktion und Publishing vereinen und so die Beziehung zu den Spielern vereinheitlichen. Jedes Creative House ist auf ein klares Genre und eine Marke fokussiert und trägt die volle Verantwortung und finanzielle Kontrolle. Es wird von engagierten Führungsteams geleitet. Dieser radikale Schritt setzt auf eine dezentralere kreative Organisation mit schnelleren Entscheidungsfindungen und erstklassigen, funktionsübergreifenden Kernservices, die jedes Creative House unterstützen.
Um die Kreativstudios optimal für ihren Erfolg aufzustellen, haben wir beschlossen, unser Portfolio mit einer grundlegend überarbeiteten 3-Jahres-Roadmap neu auszurichten und unsere Kostensenkungsmaßnahmen zu beschleunigen, um die Organisation zu optimieren. Wir werden einige laufende Projekte einstellen und bestimmten Spielen mehr Zeit einräumen, um die Qualität zu steigern und den langfristigen Wert zu maximieren. Zudem werden wir einige Studios schließen und die Restrukturierung im gesamten Konzern fortsetzen. Diese Entscheidungen sind zwar schwierig, aber notwendig, um langfristig eine fokussiertere, effizientere und nachhaltigere Organisation aufzubauen. Zusammengenommen markieren diese Maßnahmen einen entscheidenden Wendepunkt für Ubisoft und spiegeln unsere Entschlossenheit wider, Herausforderungen direkt anzugehen und den Konzern langfristig neu zu gestalten. Die Portfolio-Neuausrichtung wird die kurzfristige Finanzentwicklung des Konzerns, insbesondere in den Geschäftsjahren 2026 und 2027, erheblich beeinflussen. Dieser Neustart wird den Konzern jedoch stärken und ihm nachhaltiges Wachstum sowie eine starke Cashflow-Generierung ermöglichen. Ubisoft tritt in eine neue Phase ein – eine Phase, die darauf abzielt, die kreative Führungsrolle zurückzugewinnen und langfristig Wert für Spieler und Stakeholder zu schaffen.“
Quelle: variety

