Es lag bereits in der Luft. Clair Obscure: Expedition 33 räumte auf den Game Awards 2025 ordentlich ab und brach sämtliche Rekorde. Der Sieg des kleinen Studios Sandfall Interactive gegen eine Reihe von Schwergewichtstiteln markiert einen historischen Moment. Denn so viele Awards, wie Expedition 33, wurden noch nie abgesahnt.
Award-Rekord für Clair Obscure
Das Belle-Époque-inspirierte RPG schrieb Geschichte, indem es bei der Gala in Los Angeles insgesamt neun Auszeichnungen gewann. Ursprünglich in zwölf Kategorien nominiert, triumphierte es unter anderem in den Bereichen Best Narrative, Best Art Direction, Best RPG, Best Music und die beste schauspielerische Leistung.
Der Erfolg ist umso bemerkenswerter, wenn man die starke Konkurrenz betrachtet, gegen die sich Clair Obscur durchsetzte. In der engeren Auswahl für das Spiel des Jahres befanden sich Blockbuster wie Hideo Kojimas Death Stranding 2: On The Beach, Nintendos gefeiertes Donkey Kong Bananza und die lang erwarteten Indie-Hochkaräter Hades II und Hollow Knight: Silksong. Nicht zu vergessen ist das mittelalterliche RPG Kingdom Come: Deliverance 2.
„Was für eine verrückte Zeitlinie für uns“, kommentierte der sichtlich bewegte Creative Director Guillaume Broche den Sieg. Er und sein Team betraten die Bühne in französischen Matrosenhemden und roten Baskenmützen. In seiner Dankesrede widmete Broche den Preis den „ungesungenen Helden“ der Branche: „Den Menschen, die Tutorials auf YouTube machen, wie man ein Spiel entwickelt, denn wir hatten vorher keine Ahnung, wie man das macht“.
Rundenbasierte RPG’s sind nicht tot!
Clair Obscur überzeugte Jury und Publikum mit einer emotional packenden Geschichte über eine Gruppe von Abenteurern, die versuchen, eine übernatürliche Malerin zu besiegen, die die Bevölkerung am Altern hindert. Die Charaktere, ihre ergreifenden Hintergrundgeschichten und der meisterhaft geschriebene Dialog überzeugten Jury und Publikum. Zusammen mit dem anders gedachten, rundenbasierten Kampfsystem, konnte Sandfall hier ein Spiel entwickeln, welches viele große Produktionen in den Schatten stellte.
Die Auszeichnung für die beste Leistung einer Hauptdarstellerin ging an Jennifer English für ihre Rolle als Maelle. In ihrer emotionalen Rede widmete sie den Preis „jeder neurodivergenten Person, die zuschaut“. Auch die Musik, komponiert von Lorien Testard, der über seinen SoundCloud-Account entdeckt wurde, wurde als beste des Jahres ausgezeichnet.
Passend zu den Awards: Neues kostenlose Inhalte angekündigt
Um den historischen Moment zu feiern, kündigte Broche während der Show ein kostenloses Content Update für das Spiel an, das sofort veröffentlicht wurde. Es beinhaltet neue Waffen, eine neue Quest und einen neuen Boss.
Der überwältigende Erfolg des Titels könnte eine Duftmarke in der Industrie hinterlassen, dass Passion, Kreativität und Mut durchaus noch zu schätzen gewusst werden.
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