Der saudische Public Investment Fund (PIF) gehört bereits zu den finanzstärksten und einflussreichsten Investoren der Welt. Seit Monaten kursieren Gerüchte über sein Interesse an einer bedeutenden Beteiligung am Spielepublisher Electronic Arts (EA). Nun gibt es neue, konkrete Informationen, die das gewaltige Ausmaß einer möglichen Übernahme verdeutlichen.
PIF würde über 93 % der Anteile an EA halten
Dieser Schritt ist Teil einer breiteren Strategie Saudi-Arabiens, durch große Investitionen seine globale Präsenz auszubauen. Der PIF hat in den letzten Jahren Milliarden in Sport, Gaming, Unterhaltung und Medien gepumpt und EA scheint nun der nächste große Name auf seiner Liste zu sein.
Wie von Football Gaming Zone unter Berufung auf einen paywall-geschützten Bericht des Wall Street Journal gemeldet wurde, würde der saudische Fonds im Falle eines Dealsatzes satte 93,4 % der EA-Anteile übernehmen. Die verbleibenden Anteile würden sich auf Silver Lake (5,5 %) und Affinity (1,1 %) aufteilen, was den PIF mit riesigem Abstand zum beherrschenden Mehrheitseigner machen würde.
Laut WSJ müsste der Fonds für die Vollendung der Übernahme rund 29 Milliarden US-Dollar aufbringen. Eine gigantische Summe, selbst nach den heutigen Maßstäben.
Versprechen kreativer Unabhängigkeit
Trotz der dominanten Kontrolle durch den PIF deuten Anmeldeunterlagen darauf hin, dass EA seine volle kreative Unabhängigkeit bewahren soll. Theoretisch sollen EA und seine verschiedenen Studios weiterhin ohne Einmischung in Entwicklungsentscheidungen, künftige Titel oder die interne Strategie operieren können.
Ob dieses Versprechen auf lange Sicht Bestand haben wird, bleibt abzuwarten. Eigentümerwechsel dieses Kalibers formen Unternehmen oft auf Arten um, die nicht sofort offensichtlich sind. Vorerst werden wir gespannt verfolgen, wie EA den Übergang so handhaben wird und welchen Einfluss sein neuer Mehrheitseigner letztendlich ausüben wird.
Quelle: Insider Gaming
Bild: 2025 © Public Investment Fund/ Electronic Arts


