Close

Login

Close

Register

Close

Lost Password

Aktuelle News

Test: Call of Duty: Black Ops 7 Multiplayer

Der Multiplayer rettet die verkorkste Kampagne

Nach nur einem Jahr folgt mit Black Ops 7 bereits der nächste Teil der Reihe. Das ist mutig, riskant und vielleicht sogar nicht so clever. Denn bereits unser Test zur Kampagne fiel äußerst negativ aus. Wir haben aber auch den Multiplayer und den Zombie-Modus ausführlich getestet und sind überrascht: Während die Kampagne furchtbar ist, macht der Multiplayer richtig Laune!

 

Gewohnte Arcade-Kost

Das Wichtigste eines jeden Shooters vorweg: Das Schussgefühl in Black Ops 7 ist knackig und direkt. Genau so, wie man es von einem Call of Duty erwartet. Die Waffen fühlen sich durchweg kraftvoll an, wobei Treyarch diesmal etwas am Aim-Assist geschraubt hat. Nach Feedback aus der Beta wurde dieser angepasst, was sich vor allem auf größere Distanzen bemerkbar macht. Mit dem Controller fühlt sich das Zielen etwas weniger „klebrig“ an als zuvor, aber nach einer kurzen Eingewöhnung merkt man kaum noch einen Unterschied.
Die Waffenauswahl zum Launch umfasst 30 verschiedene Schießeisen, 16 davon komplett neu, 14 aus früheren Teilen zurückgekehrt. V

on Anfang an fällt auf, dass die Balance erstaunlich gut gelungen ist. Klar, es gibt bereits Meta-Waffen, aber keine davon fühlt sich komplett überpowered an. Also fast. Das M15 Assault Rifle ist ein solider Allrounder mit kaum spürbarem Rückstoß, während die Dravec 45 SMG durch Stabilität und Reichweite besticht – für eine MP ungewöhnlich stark auf mittleren bis längeren Distanzen.
Der absolute Wahnsinn ist aber die Warden 308, ein Marksman Rifle, das ehrlich gesagt ein bisschen zu stark geraten ist. Ein Treffer in Brust oder Kopf reicht aus, um Gegner zu eliminieren, natürlich je nach Distanz. Mit einem Red Dot Sight ausgerüstet wird das Ding zur Nahkampf-Schrotflinte mit maximaler Reichweite. Ein Nerf ist nur eine Frage der Zeit.

Black Ops 7

Bild: 2025 © Activision

 

Überraschend gute Maps

Black Ops 7 startet mit 16 Core-Maps für 6v6-Matches und zwei größeren Skirmish-Karten für 20v20. Das ist die größte Auswahl zum Launch in der Franchise-Geschichte. Die Qualität schwankt zwar etwas, aber insgesamt hat Treyarch hier einen echt starken Job gemacht.
Die Maps folgen meist der klassischen Three-Lane-Philosophie von Treyarch, bieten aber genug Variation in Größe und Komplexität. Drei Fan-Favoriten kehren zurück: Express, Hijacked und Raid. Alle davon sind optisch, zumindest leicht, aufpoliert und angepasst an das Jahr 2035. Express spielt sich noch immer wie ein wilder Ritt durch den Zug, während Hijacked auf der Yacht nach wie vor für chaotische Close-Quarter-Fights sorgt.

Die neuen Maps bieten einges an Vielfalt. Von Ölplattformen über Robotiklabore bis hin zu neonbeleuchteten Stadtstraßen und arktischen Absturzstellen ist alles dabei. Die Ästhetik ist durchweg futuristisch, aber nicht zu übertrieben Sci-fi.
Ein großer Pluspunkt: Die Maps fühlen sich diesmal weniger gehetzt an als im Vorgänger. Black Ops 6 hatte teils winzige, überhektische Karten, die ständiges Spawn-Chaos produzierten. Black Ops 7 findet hier eine bessere Balance – die Action ist schnell, aber nicht völlig überdreht. Es gibt auch zwei, drei Maps, die mir persönlich zu verwinkelt erschienen, aber ich muss sagen, dass mir die Map-Auswahl sehr gut gefällt und ich sie sogar als beste, der letzten Jahre bezeichnen würde. Das liegt vor allem daran, dass sie zum einen das sehr klassische 3-Lane-System verwenden, aber gleichzeitig auch das Movement intelligenter integrieren, als BO6.

Black Ops 7

Bild: 2025 © Activision

 

Slide, Jump, Dive

Das Omnimovement aus Black Ops 6 kehrt zurück, wurde aber verfeinert. Slide, Dive und omnidirektionale Bewegung fühlen sich flüssiger an, als noch im Vorgänger. Neu hinzugekommen ist der Wall Jump, der vertikale Spielweise ermöglicht, ohne gleich in die Jetpack-Ära zurückzufallen. Mit einem Kick von der Wand kann man Gegner von oben überraschen oder Positionen erreichen, die vorher nicht zugänglich waren.
Die Bewegung ist schnell, aber nie unkontrolliert. Das zu vollends zu beherrschen ist eine Kunst für sich, aber der Einstieg ist dennoch recht zugänglich. Treyarch hat hier einen ganz guten Sweet Spot gefunden.

Eine der coolsten Neuerungen ist das Overclocking-System. Scorestreaks, Field Upgrades und Equipment können mit zwei verschiedenen Overclock-Boni versehen werden, die deren Funktion verändern. Ein Missile-Barrage kann länger dauern oder eine Fähigkeit mehr Reichweite bekommen. Das fügt eine zusätzliche Ebene der Taktik hinzu und sorgt für mehr Build-Vielfalt.
Auch das Perk-System wurde überarbeitet. Es gibt drei Kategorien: Enforcer, Recon und Strategist. Neu sind Hybrid-Spezialisierungen, die besondere Boni freischalten, wenn man Perks aus verschiedenen Kategorien mischt. Das Specialist-System kehrt ebenfalls zurück: Bei einer ausreichend langen Killstreak werden alle Perks freigeschaltet, was an MW3 erinnert.

Black Ops 7

Bild: 2025 © Activision

 

Einer für alle

Das Progression-System ist das Merkwürdigste, das Call of Duty je hatte. Multiplayer, Zombies und Kampagne teilen sich X. Was in Zombies erreicht wird, zählt auch für den Multiplayer. Multiplayer-Prestige erreichen, ohne den gespielt zu haben? Kein Problem. Es sorgt für viel zu einfachen Fortschritt und mir fehlt da ein bisschen das „Besondere“ und die Einzigartigkeit dahinter.
Ein echter Game-Changer ist der Copy-Build-Button. Jede Waffenkonfiguration hat einen Code, der geteilt werden kann. Stirbt man durch eine bestimmte Waffe, kann man direkt den Build des Gegners kopieren. Kein lästiges Nachbauen mehr, sondern einfach importieren und selbst ausprobieren. Das ist Quality of Life vom Feinsten.
Die Camo-Grinds sind wie gewohnt zeitintensiv, aber durch die geteilte Progression weniger anstrengend. Man kann zwischen Arclight (Multiplayer), Moonstone (Kampagne) und Bloodstone (Zombies) Camos wählen.

Black Ops 7

Bild: 2025 © Activision

 

Die Untoten leben wieder

Die Launch-Map „Ashes of the Damned“ ist die größte rundenbasierte Zombies-Map aller Zeiten. Das Setting im Dark Aether ist komplett surreal und präsentiert verdrehte Landschaften, gruselige Beleuchtung und eine Atmosphäre, die zwischen Horror und Sci-Fi schwankt.
Die Map ist inspiriert von TranZit aus Black Ops 2, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Diesmal fahren die Spieler den Bus, nicht umgekehrt. Ol‘ Tessie, ein riesiger Truck, ist das Herzstück der Map. Mit ihm kann man zwischen verschiedenen Locations hin- und herfahren: Vandorn Farm, Exit 115, Ashwood und weitere Bereiche. Der Truck kann sogar aufgerüstet werden, was ihn zur mobilen Festung macht.

Die Map hat eine Achtform und die Roads zwischen den Locations sind gefährlich, denn Zombies, Nebel und neue Gegnertypen lauern überall. Das erinnert an TranZit, fühlt sich aber deutlich moderner und weniger frustrierend an.
Black Ops 7 ist damit das inhaltsreichste Call of Duty zum Launch. 16 Multiplayer-Maps, eine riesige Zombies-Map mit Zusatzmodi, eine (schlechte)-Kampagne und der neue (überflüssige) Endgame-Modus bieten jede Menge zu tun. Nicht alles davon ist aber auch gelungen. Dazu kommen die üblichen Battle Passes, Seasonal Content und die Integration mit Warzone.

Black Ops 7

Bild: 2025 © Activision

 

Es wird Zeit für die aktuelle Generation

Visuell sieht Black Ops 7 im Multiplayer solide aus, aber nicht umwerfend. Die 2035-Ästhetik ist clean und farbenfroh, Maps sind detailliert und die Beleuchtung in Ordnung. Allerdings gibt es Pop-in-Probleme. Grashalme und Schatten spawnen teils direkt vor der Kamera, was auf Max Settings schon etwas peinlich ist. Auch die Texturqualität schwankt stark: Neben hochauflösenden Assets finden sich streckenweise matschige Texturen, die wie aus der PS3-Ära wirken.
Stottern ist zum Glück kaum ein Problem, Shader-Compilation läuft größtenteils sauber ab. Das Spiel unterstützt DLSS, FSR, XeSS und hat einen Benchmark-Modus für Multiplayer, was das Tweaken erleichtert. Doch gerade, wenn man so einige Sessions Battlefield 6 hinter sich gebracht hat, dann wirkt Black Ops 7 ein wenig aus der Zeit gefallen, ohne dabei wirklich schlecht auszusehen. Aber es wäre mal ganz nett, den Sprung in die aktuelle Generation mitzunehmen.

Black Ops 7

Bild: 2025 © Activision

 

[/vc_column_text]

Fazit zum Call of Duty: Black Ops 7 Multiplayer

Die Kampagne haben wir in einem separaten Test abgestaft. Der Multiplayer allerdings ist richtig gut! Die Maps sind teils hervorragend designed, das Gunplay knackig, die neuen Mechaniken durchdacht. Da entsteht schon ein sehr guter Loop, der bei Laune hält. Klar gibt es auch ein paar Maps, die ich weniger gelungen fand, aber der positive Eindruck überwiegt klar. Zudem funktioniert das Movement hier etwas besser, als in Black Ops 6, auch wenn ich eher Fan klassischer Bewegungsoptionen bin. Der Zombie-Modus ist ambitioniert und bietet mit Ashes of the Damned die größte Map der Reihe. Die Atmosphäre stimmt, die Easter Eggs sind komplex, aber das Ganze leidet etwas unter der Multiplayer-Integration in Puncto Progression.
Technisch ist das Spiel solide, aber nicht perfekt. Pop-in, inkonsistente Texturen und die schwache RT-Performance trüben das Bild. Hier muss endlich der Generationswechsel her.
Auch der KI-Kunst-Skandal hinterlässt das einen faden Beigeschmack, bei dem man mit KI den Ghibli-Style kopiert hat, um freischaltbaren Content zu produzieren.
Trotzdem: Für Multiplayer- und Zombies-Fans bietet Black Ops 7, danke der Maps und des Movements, genug Qualität und Umfang, um dutzende Stunden zu fesseln. Es ist nicht perfekt, aber es ist ein gutes Call of Duty. Wie gesagt: Nur was den Multiplayer betrifft. Die Kampagne ist nämlich leider ganz großer Unsinn, für den allein sich Black Ops 7 nicht lohnt. Der Multiplayer rettet das neue Call of Duty. Das ist gut für MP-Fans, weniger für Singleplayer-Liebhaber.

Christian Koitka (Redakteur)

Positiv:

Meistens sehr spaßiges Map-Design, dank 3-Lane-Laylout
Gewohnt zugängliches Gunplay
Movement funktioniert etwas knackiger als noch in BO6
Zombie-Modus macht Laune und bietet bereits vorab einiges an Inhalt
Matchmaking funktionierte stets sauber
Trotz der kurzen Entwicklungszeit steckt hier enorm viel Content drin!

Negativ:

Technisch altbacken
Ein Progressionssystem für alle drei Modi ist zu einfach
Einige Freischaltobjekte sind einfach nur KI-generiert
Ihr kennt es: Leider wieder Gelddruckmechanismen dank Battle Pass und Mikrotransaktionen

Online Multiplayer

Couch-Koop / Splitscreen

Mikrotransaktionen

Lootboxen

Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs

Ab in die Sammlung?

Wenn du immer nur die Call of Duty Kampagne spielst, dann tu dir was Gutes und spar dein Geld. Bist du Multiplayer-Fan? Dann dürftest du sogar recht viel Spaß mit dem aktuellen Teil haben.

[/vc_column][/vc_row]
Christian Koitka
The guy who loves videogames

Teile diesen Beitrag

Like diesen Beitrag

0

Ähnliche Beiträge

    Hinterlasse eine Antwort

    Deine E-Mail wird nicht veröffentlicht Required fields are marked *

    Danke für deinen Kommentar!

    Die aktuelle Podcast Folge

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

    Die letzten Beiträge