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Test: Hot Wheels Let’s Race: Ultimate Speed

Vollgas auf der Plastikpiste

Hot Wheels muss man eigentlich niemandem erklären. Die kleinen Flitzer gehören seit Jahrzehnten zum Kinderzimmer und haben dabei längst ihren Weg auf die große Leinwand, ins Fernsehen und natürlich auch auf unsere Bildschirme gefunden. Gerade die Videospiele rund um die Spielzeugautos haben in den vergangenen Jahren gezeigt, wie viel Potenzial in den orangefarbenen Plastikbahnen steckt. Hot Wheels Unleashed hat die Marke beispielsweise auch für erwachsene Rennspielfans interessant gemacht. Mit Hot Wheels Let’s Race: Ultimate Speed geht es nun allerdings wieder deutlich stärker zurück zu den jüngeren Fans. Das Spiel basiert auf der gleichnamigen Netflix-Serie, in der Mac, Brights, Coop, Spark, Axle und Cruise im Hot Wheels Ultimate Garage Racing Camp um die Vorherrschaft auf der Rennstrecke kämpfen. Und genau dieses Konzept übernimmt auch das Spiel. Eine große Geschichte sollte man dabei allerdings nicht erwarten. Vielmehr geht es darum, sich durch verschiedene Rennen zu kämpfen, neue Fahrzeuge und Streckenteile freizuschalten und dabei möglichst viel Zeit auf der Strecke zu verbringen. Das klingt zunächst ziemlich simpel – ist es auch – aber manchmal ist genau das gar nicht schlecht.

 

Rein ins Racing Camp und ab auf die Strecke

Schon beim ersten Start macht Ultimate Speed ziemlich deutlich, für wen es entwickelt wurde. Das Menü ist bunt, laut und wird von der Musik der Netflix-Serie begleitet. Statt uns mit irgendwelchen komplizierten Menüs aufzuhalten, stehen die sechs bekannten Charaktere im Mittelpunkt. Wir wählen unseren Fahrer, suchen uns ein Auto aus und können anschließend direkt loslegen. Das Spiel nimmt uns dabei angenehm an die Hand. Ein kurzes Tutorial erklärt die wichtigsten Grundlagen, bevor es ernst wird. Beschleunigen, lenken, driften, Boost einsetzen und sogar andere Fahrzeuge per Schultercheck zur Seite drängen – alles wird nach und nach erklärt. Gerade für Kinder, die noch nicht besonders viel Erfahrung mit Rennspielen haben, ist das eine gute Lösung. Wer bereits regelmäßig Rennspiele spielt, dürfte dagegen kaum etwas Neues lernen. Aber darum geht es hier auch gar nicht. Denn Hot Wheels Let’s Race: Ultimate Speed möchte keine Simulation sein. Es möchte, dass man Spaß hat. Möglichst schnell. Und Geschwindigkeit gibt es reichlich.

Ganz ohne Eingewöhnung funktioniert das allerdings nicht. Die Fahrzeuge reagieren teilweise extrem empfindlich auf unsere Eingaben. Schon eine kleine Bewegung des Sticks kann reichen, um das Auto deutlich stärker zur Seite zu bewegen als erwartet. Gerade bei hohen Geschwindigkeiten landet man deshalb nicht selten an der Streckenbegrenzung. Besonders beim Driften fällt das auf. Der Drift selbst ist schnell eingeleitet, aber das Fahrzeug anschließend wieder sauber auf die gewünschte Linie zu bringen, braucht etwas Übung. Wer zu früh gegenlenkt, schießt gerne einmal auf die andere Seite der Strecke und prallt dort erneut gegen die Bande. Für erfahrene Rennspieler wirkt das zunächst etwas unpräzise. Gleichzeitig merkt man aber schnell, dass diese sehr direkte Steuerung durchaus Teil des Konzepts ist. Das Spiel will gar nicht, dass wir jede Kurve millimetergenau fahren müssen. Zumal Fehler kaum bestraft werden. Wer beispielsweise bei einem Sprung über die Strecke hinausschießt, landet nicht irgendwo unterhalb der Rennbahn und darf anschließend einen Neustart machen. Stattdessen greift ein grüner Traktorstrahl und setzt uns kurzerhand wieder auf die Strecke. Auch die seitlichen Begrenzungen verhindern, dass wir bei einem kleinen Fahrfehler gleich komplett aus dem Rennen fliegen. Das nimmt einiges an Frust heraus. Und gerade bei einem Spiel für Kinder ist das vermutlich genau die richtige Entscheidung.

Hot Wheels Let’s Race: Ultimate Speed

Bild: 2025 © Bamtang Games, GameMill Entertainment, Mattel

 

Wenn die Hot-Wheels-Bahn plötzlich riesig wird

Die größte Stärke von Ultimate Speed sind ohnehin nicht die besonders ausgefeilten Fahrmechaniken, sondern die Strecken selbst. Hier wird das Hot-Wheels-Prinzip richtig schön auf die Spitze getrieben. Die bekannten orangefarbenen Schienen hängen mitten in der Luft, winden sich durch die unterschiedlichsten Umgebungen und führen uns von einem spektakulären Streckenabschnitt zum nächsten. Loopings gehören natürlich zum Pflichtprogramm. Dazu kommen Sprünge, steile Rampen, magnetische Abschnitte und jede Menge andere Konstruktionen, die dafür sorgen, dass wir eigentlich ständig mit irgendetwas beschäftigt sind. Gerade wenn das Tempo angezogen wird, machen diese Strecken richtig Laune. Wir rasen durch einen Looping, schießen anschließend über eine Rampe und versuchen schon während des Sprungs, das Fahrzeug für die nächste Kurve auszurichten. Dazu kommen Boost-Felder, Fallen und alternative Routen, die teilweise etwas mehr Risiko verlangen. Das vermittelt tatsächlich dieses Gefühl, das man als Kind beim Spielen mit einer echten Hot-Wheels-Bahn hatte. Nur dass die Strecke hier nicht auf dem Wohnzimmerboden liegt, sondern sich über einer riesigen Spielwelt durch die Gegend schlängelt. Und plötzlich macht es auch als Erwachsener wieder Spaß, einfach nur zuzusehen, wie das kleine Auto durch den nächsten Looping fliegt.

Damit wir auf diesen verrückten Strecken nicht nur gemütlich herumrollen, spielt der Boost eine wichtige Rolle. Erfolgreiche Drifts laden unseren Boost auf, zusätzlich gibt es auf den Strecken spezielle Beschleunigungsfelder. Wer beides geschickt miteinander kombiniert, kann ordentlich Tempo aufnehmen. Das fühlt sich besonders dann gut an, wenn mehrere Mechaniken direkt hintereinander greifen. Kurve, Drift, Boost, Sprung und anschließend wieder Vollgas. Ultimate Speed lebt von solchen kleinen Momenten, in denen plötzlich alles zusammenpasst. Daneben besitzt jedes Fahrzeug eine eigene Spezialfähigkeit. Statt klassischer Power-ups, wie man sie beispielsweise aus Mario Kart kennt, unterscheiden sich die Autos dadurch voneinander. Manche Fähigkeiten verleihen einen kräftigen Geschwindigkeitsschub, andere sorgen für eine Explosion rund um das eigene Fahrzeug oder schicken eine große Welle über die Strecke. Die Idee ist passend zur Marke und sorgt zunächst für Abwechslung. Allerdings merkt man nach einigen Rennen, dass die Unterschiede spielerisch nicht ganz so groß sind, wie man vielleicht erwarten würde. Einige Fähigkeiten fühlen sich schlicht nützlicher an als andere. Das wird vor allem deshalb problematisch, weil auch die Gegner kaum Druck machen.

Hot Wheels Let’s Race: Ultimate Speed

Bild: 2025 © Bamtang Games, GameMill Entertainment, Mattel

 

Fahrer, Autos und die Suche nach der richtigen Kombination

So spektakulär die Strecken sind, so wenig spektakulär verhalten sich die Computergegner. Selbst auf höheren Geschwindigkeitsstufen und mit stärker eingestellter KI ist es erstaunlich leicht, sich vom Feld abzusetzen. Ein paar Kollisionen mit der Bande sind überhaupt kein Problem. Teilweise kann man sogar mehrfach hintereinander Fehler machen und kommt trotzdem noch mit einem komfortablen Vorsprung ins Ziel. Für Kinder ist das natürlich angenehm. Niemand möchte bei einem Familienrennen nach jedem zweiten Versuch frustriert den Controller aus der Hand legen. Für erfahrene Spieler sieht die Sache allerdings anders aus. Wer regelmäßig Rennspiele spielt, wird hier kaum gefordert. Die Zeitrennen sind ebenfalls sehr großzügig und verlangen selten nach einem zweiten Versuch. Selbst die höheren Geschwindigkeitsstufen ändern daran nur wenig. Das ist vermutlich der Punkt, an dem sich die Spreu zwischen Zielgruppe und erfahrenem Rennspieler am deutlichsten trennt. Ein Kind, das gerade erst anfängt, Rennspiele zu entdecken, dürfte sich über die vielen Erfolge freuen. Wer dagegen eine echte Herausforderung sucht, wird ziemlich schnell unterfordert sein.

Ein bisschen mehr Beschäftigung bietet dafür die Auswahl aus Fahrern und Fahrzeugen. Die sechs Charaktere unterscheiden sich bei Geschwindigkeit, Handling und Akrobatik. Mac, Coop, Axle und Cruise sind beispielsweise schneller unterwegs, während Brights und Spark etwas besser zu kontrollieren sind. Das klingt zunächst nach einer kleinen Nebensache, macht sich aber tatsächlich bemerkbar. Wer ein Fahrzeug mit schlechterem Handling erwischt, merkt gerade am Anfang, dass die Kurven plötzlich etwas schwieriger werden. Wer dagegen auf eine handlichere Kombination setzt, kommt deutlich entspannter durch die Strecke. Dazu kommt eine ziemlich große Auswahl an Hot-Wheels-Fahrzeugen. Bekannte Klassiker wie Twin Mill, Roger Dodger oder GT-Scorcher stehen ebenso zur Verfügung wie deutlich verrücktere Modelle. Duck N‘ Roll gehört dabei sicherlich zu den Fahrzeugen, die sofort ins Auge fallen. Das Schöne daran: Die Autos sehen nicht nur unterschiedlich aus, sondern bringen ebenfalls eigene Eigenschaften und Fähigkeiten mit. Dadurch entsteht ein kleines Experimentierspiel. Welcher Fahrer passt zu welchem Auto? Welches Fahrzeug funktioniert besser auf einer kurvenreichen Strecke? Und welches Setup fühlt sich einfach am besten an? Gerade für jüngere Spieler ist das eine nette Möglichkeit, langsam herauszufinden, welche Kombination ihnen am meisten liegt.

Hot Wheels Let’s Race: Ultimate Speed

Bild: 2025 © Bamtang Games, GameMill Entertainment, Mattel

 

Der Track Builder ist mehr als nur ein Bonus

Für zusätzliche Motivation sorgt das Fortschrittssystem. Wer Rennen gewinnt und in den verschiedenen Wettbewerben vorankommt, sammelt Flame Badges. Diese schalten nach und nach neue Fahrzeuge, Decals und weitere Streckenteile frei. Auch die Decals sind dabei nicht ausschließlich optischer Schnickschnack. Einige verleihen zusätzliche Boni, etwa einen längeren Drift-Boost oder eine verlängerte Fahrzeugfähigkeit. Das Ganze bleibt bewusst überschaubar. Hier wird kein kompliziertes Tuning-System aufgebaut, bei dem man erst einmal mehrere Stunden im Menü verbringen muss. Stattdessen gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken und freizuschalten. Für die Zielgruppe funktioniert das gut. Ein Rennen gewinnen, eine Belohnung bekommen, das neue Auto ausprobieren und anschließend noch eine Runde fahren. Viel mehr braucht es gar nicht.

Eine Überraschung ist der Strecken-Editor. Nach einem kurzen Tutorial dürfen wir unsere eigenen Rennbahnen bauen. Dafür steht uns ein Raster zur Verfügung, auf dem verschiedene Elemente platziert werden können. Geraden, Kurven, Loopings, Rampen und weitere Bauteile lassen sich einsetzen, drehen und teilweise in unterschiedliche Richtungen ausrichten. Das Spiel übernimmt anschließend die Verbindungen zwischen den einzelnen Abschnitten automatisch. Natürlich ist das System deutlich eingeschränkter als ein professioneller Streckeneditor. Wir haben nicht die Freiheit, jeden einzelnen Meter selbst zu bestimmen. Für ein Spiel dieser Zielgruppe ist das aber vielleicht sogar ein Vorteil. Man kann relativ schnell eine Strecke zusammenbauen, sie ausprobieren und anschließend wieder verändern. Genau dieses „Mal schauen, was daraus wird“-Prinzip funktioniert überraschend gut. Besonders schön: Die eigene Strecke kann anschließend direkt ausprobiert werden. Bis zu acht selbst gebaute Kurse lassen sich speichern und für lokale Rennen verwenden. Zusätzlich gibt es spezielle Building Challenges, die uns beim Streckenbau bestimmte Aufgaben stellen. Damit bekommt Ultimate Speed tatsächlich einen kleinen kreativen Bereich, der über das reine Rennen hinausgeht.

Hot Wheels Let’s Race: Ultimate Speed

Bild: 2025 © Bamtang Games, GameMill Entertainment, Mattel

 

Wenn plötzlich ein Drache auf der Rennstrecke steht

Für etwas Abwechslung sorgen die Bosskämpfe. Professor Rearview schickt im Verlauf des Spiels riesige Kreaturen auf die Strecke, darunter gewaltige Schlangen und feuerspeiende Drachen. Die Kämpfe funktionieren dabei etwas anders als normale Rennen. Während wir versuchen, mit dem Boss Schritt zu halten, sammeln wir Gegenstände ein und schleudern sie anschließend auf das Monster. Gleichzeitig müssen wir seinen Angriffen ausweichen und Boosts einsammeln, um am Ende die entscheidende Attacke auszuführen. Das Ganze ist spielerisch ziemlich simpel, aber optisch nett inszeniert. Vor allem sorgen die Bosskämpfe dafür, dass sich die Rennen zwischendurch nicht ganz gleich anfühlen. Allerdings gilt auch hier: Eine wirkliche Herausforderung stellen die Begegnungen nicht dar. Selbst Treffer haben nur geringe Konsequenzen und am Ende zählt ohnehin der gemeinsame Erfolg. Für ein Kinderspiel passt das aber wieder ganz gut.

Wer Ultimate Speed wirklich ausreizen möchte, sollte nicht alleine spielen. Bis zu vier Spieler können lokal gegeneinander antreten. Und plötzlich bekommt die eigentlich viel zu harmlose KI doch noch einen Sinn: Die wirklichen Gegner sitzen nämlich neben euch auf der Couch. Gerade hier entwickelt das Spiel seinen eigenen Charme. Wenn vier Spieler gleichzeitig über Loopings rasen, sich gegenseitig anrempeln und versuchen, im richtigen Moment den Boost zu zünden, entsteht deutlich mehr Spannung als in den Rennen gegen den Computer. Für Familien oder Geschwister ist das vermutlich einer der stärksten Aspekte des Spiels. Schade ist nur, dass es überhaupt keinen Online-Multiplayer gibt. Gerade ein Spiel mit vier Spielern hätte sich für eine Online-Option angeboten. Andererseits dürfte die eigentliche Zielgruppe ohnehin eher gemeinsam vor dem Fernseher sitzen, weshalb dieser fehlende Modus vermutlich weniger schwer wiegt als bei einem ausgewachsenen Rennspiel.

Hot Wheels Let’s Race: Ultimate Speed

Bild: 2025 © Bamtang Games, GameMill Entertainment, Mattel

 

Bunt, schnell und ganz nah an der Serie

Auch optisch macht Ultimate Speed genau das, was man von einem Spiel zur Netflix-Serie erwartet. Alles ist bunt, hell und bewusst überdreht. Die orangefarbenen Hot-Wheels-Strecken stechen sofort hervor, während die Fahrzeuge ihren Vorbildern und den Designs aus der Serie ziemlich treu bleiben. Technisch ist das Ganze sicherlich kein großes Showcase. Dafür läuft das Spiel angenehm flüssig und erfüllt seinen Zweck. Gerade die Geschwindigkeit kommt gut zur Geltung. Auch die Musik passt hervorragend zum Geschehen. Die Stücke sind flott und energiegeladen und unterstützen das typische Seriengefühl. Bei den Motorengeräuschen sieht es dagegen etwas weniger spektakulär aus, da viele Fahrzeuge ziemlich ähnlich klingen. Die Charaktere haben zahlreiche Sprachzeilen spendiert bekommen und kommentieren beispielsweise Fahrzeuge, Fähigkeiten oder Zusammenstöße. Nach einigen Rennen wiederholen sich die Sprüche allerdings deutlich hörbar. Gerade beim Boost hätte etwas mehr Abwechslung nicht geschadet. Die Zwischensequenzen fallen ebenfalls eher kurz aus und sind teilweise nur eingeschränkt vertont. Hier merkt man dem Spiel an, dass es nicht mit einem riesigen Budget entwickelt wurde. Das fällt aber weniger ins Gewicht, sobald man wieder auf der Strecke ist.

Und damit sind wir eigentlich beim Kern von Hot Wheels Let’s Race: Ultimate Speed angekommen. Es wäre ziemlich unfair, das Spiel ausschließlich danach zu beurteilen, wie gut es einem erfahrenen Rennspieler gefällt. Denn Ultimate Speed wurde ganz offensichtlich nicht für diejenigen entwickelt, die auf der Suche nach der nächsten großen Rennsimulation sind. Hier soll niemand zehn Minuten lang eine Kurve studieren, um anschließend wegen eines kleinen Fehlers das komplette Rennen zu verlieren. Stattdessen darf man Vollgas geben. Man darf gegen die Bande krachen. Man darf einen Sprung völlig vergeigen. Man darf sich mit Boost durch einen Looping schießen. Und wenn man dann doch einmal von der Strecke fliegt, holt einen eben der grüne Traktorstrahl wieder zurück. Genau diese unkomplizierte Herangehensweise macht das Spiel für seine Zielgruppe interessant. Kinder können schnell einsteigen, Erfolge feiern und sich Stück für Stück mit den verschiedenen Fahrzeugen und Mechaniken beschäftigen. Für Erwachsene ist das Ganze dagegen eher ein kleiner Ausflug in die eigene Kindheit. Wer Hot Wheels mag und sich auf den bewusst simplen Ansatz einlassen kann, wird durchaus seinen Spaß haben. Wer dagegen nach einem anspruchsvollen Racer sucht, dürfte bereits nach wenigen Stunden nach einer größeren Herausforderung verlangen.

Fazit zu Hot Wheels Let’s Race: Ultimate Speed

Kleine Autos, großer Fahrspaß

Hot Wheels Let’s Race: Ultimate Speed ist kein besonders tiefgründiges Rennspiel. Das muss es aber auch nicht sein. Stattdessen konzentriert sich der Titel auf das, was Hot Wheels seit jeher ausmacht: schnelle Autos, spektakuläre Strecken und möglichst wenig Zeit zum Durchatmen. Die Rennen machen vor allem dann Spaß, wenn das Tempo hochgeschraubt wird und wir durch Loopings, Sprünge und Kurven rasen. Der Track Builder sorgt für eine willkommene kreative Abwechslung, während die große Auswahl an Fahrzeugen und die unterschiedlichen Kombinationen aus Fahrer, Auto und Decal zumindest ein wenig zum Experimentieren einladen. Die Bosskämpfe bringen ebenfalls etwas Farbe ins Geschehen. Auf der anderen Seite steht eine KI, die selbst auf höheren Schwierigkeitsstufen kaum ernsthafte Gegenwehr leistet.

Dazu kommen die teilweise sehr nervöse Steuerung, kleinere Physikprobleme und der fehlende Online-Multiplayer. Auch die Spezialfähigkeiten könnten abwechslungsreicher ausfallen. Für Kinder sind diese Schwächen allerdings weniger problematisch. Im Gegenteil: Die großzügigen Streckenbegrenzungen und das fehlende Bestrafen von Fehlern sorgen dafür, dass der Spaß im Vordergrund bleibt. Wer also ein unkompliziertes Rennspiel für Kinder oder gemeinsame Familienabende sucht, bekommt mit Hot Wheels Let’s Race: Ultimate Speed einen durchaus gelungenen Arcade-Racer. Erwachsene Rennspielfans sollten dagegen nicht mit falschen Erwartungen an den Start gehen. Denn hier geht es nicht darum, der perfekte Rennfahrer zu werden. Hier geht es darum, einfach aufs Gaspedal zu drücken und zu schauen, wie lange man braucht, bis der nächste Looping kommt.

Tobias Liesenhoff (Chefredakteur)

Positiv:

Spektakuläre und abwechslungsreiche Strecken mit zugänglichem Gameplay
Gutes Geschwindigkeitsgefühl und große Auswahl an Hot-Wheels-Fahrzeugen
Fahrer, Autos und Decals lassen sich kombinieren
Unterhaltsamer Strecken-Editor
Vier Spieler im lokalen Multiplayer
Gute kinderfreundliche und frustarme Umsetzung der Netflix-Serie

Negativ:

KI deutlich zu einfach und bietet für erfahrene Spieler kaum Herausforderung
Kamera kann auf einigen Strecken problematisch sein
Spezialfähigkeiten nicht immer gut ausbalanciert
Teilweise sehr nervöse Steuerung und eine Physik, die nicht immer sauber ist

Online Multiplayer

Couch-Koop / Splitscreen

Mikrotransaktionen

Lootboxen

Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs

Ab in die Sammlung?

Wer ein unkompliziertes und frustfreies Rennspiel für Kinder oder gemeinsame Familienrunden sucht, darf bei Hot Wheels Let’s Race: Ultimate Speed bedenkenlos aufs Gaspedal treten – erfahrene Rennspielfans sollten dagegen lieber auf eine größere Herausforderung warten.

Tobias
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