Ich konnte auf der gamescom 2025 das neue Star Trek: Voyager – Across the Unknown in einer ausgiebigen Präsentation begutachten! Aber eines vorweg: Nein, ich habe absolut keine Ahnung von Star Trek. Ich kenne mich mit dem Universum nicht aus und ich kenne die Figuren nahezu überhaupt nicht. Aber: Warum finde ich Voyager – Across the Unknown trotzdem so spannend?
Bastel dir dein Schiff
Ihr übernehmt das Kommando über die legendäre U.S.S. Voyager mit einem klaren Ziel: Heimreise aus dem Delta-Quadranten. Doch die Bedingungen sind düster, strategisch fordernd und emotional gewichtig. Es gibt keine klaren Wege – statt Missionskette präsentiert sich das Spiel als Survival-Strategie mit narrativer Tiefe. Entscheidungen und deren Konsequenzen stehen im Zentrum, und man übernimmt Verantwortung für die Crew.
Dementsprechend steht der Fokus ganz klar auf: Management. In einer Seitenansicht stattet ihr das Schiff mit neuen Räumen aus: Messe, Labor, Waffenkammer – jede Station beeinflusst Moral, Forschung oder Verteidigungswert. In welche Richtung man sich entwickelt? Das bleibt einem selbst überlassen. Es soll sich jedoch sehr individuell anfühlen, auch weil man sich aussuchen kann, ob man sich eher auf eine militärische Entwicklung fokussiert oder eben andere Bereiche. Hierfür kann man in die Richtung forschen, die einem eher zusagt. Das erinnert an Fallout Shelter, aber im Star-Trek-Universum und mit handfesterem narrativen Mehrwert.
Jeder Charakter hat besonderen Einfluss
Das Spiel verwebt Survival-Strategie mit Roguelite-Mechanismen. Jede Reise durch die 12 Sektoren des Delta-Quadranten ist einzigartig; ein verfehlter Strang, verlorene Crewmitglieder oder zerstörte Systeme verändern das Schiff dauerhaft. So entsteht eine dynamische Geschichte, in der jede Entscheidung zählt.
In der Demo bekamen wir Einblick in Begegnungen mit Borg, Kazon und anderen Bedrohungen. Das Spiel mixt Echtzeit-Kämpfe mit diplomatischen Momenten. Ihr könnt verhandeln oder schießen – beides beeinflusst Widerstand, Technologien und das Verhältnis zu fremden Spezies. Wer taktischer agiert, fährt besser – und zerstört sich nicht gleich ein Überlebensnetz. Das wirkt sich ggf. auch auf die Moral eurer Crew aus, mit der ihr es euch nicht verscherzen dürft!
Für Veteranen und Neulinge?
Die Entwickler setzen nicht nur auf Nostalgie. Bewährte Figuren wie Janeway, Tuvok oder Seven of Nine sind an Bord, aber eure Entscheidungen können ihren Weg verändern. Was wäre, wenn bestimmte Crewmitglieder nicht überleben? Oder wenn Bosse andere Befehle erhalten? Diese What-if-Variante soll Serienfans genauso abholen wie Strategie-Fans, die einen neuen Perspektivwechsel suchen. Die Herausforderungsmissionen sind etwa vergleichbar mit Text-based-Adventures. Hier gilt es auch die Fähigkeiten eurer Charaktere auszuspielen, um die Missionen auf individuelle Art und Weise bewältigen zu können.
Star Trek: Voyager – Across the Unknown wirkt wie ein tatsächlich ambitioniertes Strategie-Roguelite mit narrativer Tiefe, Crew-Management und variabler Spielerfahrung. Die gamescom-Demo zeigte, dass GameXcite und Daedalic mehr wollen als klassischen Voyager-Fanservice – sie wollen das Kommando zurückgeben. Die Mischung wirkt vielversprechend, innovativ und im Einklang mit dem Trek-Geist (soweit ich das beurteilen kann). Ob das Konzept über mehrere Stunden getragen wird, bleibt abzuwarten – aber die erste Route durch den Delta-Quadranten macht Lust auf mehr, sogar einem Star Trek Muffel wie mir!




