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Preview: REANIMAL – Das wahre Little Nightmares 3? | gamescom 2025

Warum REANIMAL stark an Little Nightmares erinnert? – kein Wunder, schließlich ist das gleiche Team, welches Littlenightmares 1 & 2 auch entwickelt hat. Bereits auf der letzten gamescom habe ich einen guten Eindrück über das Spiel gewinnen können. Ebenso in diesem Jahr. Die Demo hat gezeigt:  REANIMAL ist keine bloße Wiederholung, sondern ein konsequenter, noch viel groteskerer geistiger Nachfolger in Richtung Koop-Horror.

 

Gekonnter Koop-Überlebenskampf

Das Herzstück von REANIMAL ist der Koop-Modus. Zusammen mit einem zweiten Spieler erkunde ich enge Korridore, klettere über brüchige Gerüste und verstecke mich vor Kreaturen, die aussehen, als wären sie direkt aus einem Körperhorror-Film entsprungen. Der Moment, in dem wir gemeinsam einem heranrasenden Zug entkommen mussten, hat gezeigt, wie effektiv das Zusammenspiel funktioniert: Einer zieht am Schalter, der andere schiebt die Kiste, beide rennen im letzten Moment los. Diese Art von koordiniertem Gameplay erzeugt einen ganz eigenen Nervenkitzel, der weit über das hinausgeht, was klassische Solo-Horror-Spiele bieten. Man teilt die Angst, man spürt die Anspannung des anderen, und das macht die Situation noch intensiver. Natürlich lässt sich REANIMAL auch allein spielen, dann übernimmt die KI den Partner. Das funktioniert technisch überraschend gut, ersetzt aber nie das echte Gefühl, gemeinsam in einer Falle zu sitzen. Immerhin hat man aber auch als Solo-Player eine sehr saubere Erfahrung, da das KI-Verhalten des anderen Charakters durchaus natürlich agiert.

REANIMAL

Bild © 2025 THQ Nordic

 

Jumpscares? Braucht man nicht!

Was mir besonders gefällt, ist das Artdesign. Tarsier Studios inszenieren eine Welt, die gleichermaßen vertraut und abstoßend wirkt. Es gibt Szenen, in denen sich Haut wie ein eigenständiges Wesen über den Boden schlängelt – herrlich surreal. Alles ist bewusst unangenehm gestaltet: zu groß geratene Räume, unnatürliche Proportionen, groteske Gegner. Der Horror kommt hier nicht von lauten Effekten oder Jumpscares, sondern von Details, die das Unterbewusstsein fluten. Das Spiel erzeugt ein Gefühl von Hilflosigkeit, weil ich mich nie sicher fühle, selbst wenn gerade keine Gefahr im Raum lauert. Ähnlich wie eben auch in Little Nigttmares. Das liegt auch daran, dass man hier ebenfalls keinerlei Möglichkeiten hat sich zu verteidigen oder Monster anzugreifen. Waffen oder Attacken gibt es hier eben nicht. Aber das erzeugt auch eben die Atmosphäre und das Gefühl der Machtlosigkeit.

REANIMAL

Bild © 2025 THQ Nordic

 

Ein groteske Horror-Reise

Die Demo lief flüssig und überzeugte mit dynamischer Kameraarbeit, die das Ganze filmreif in Szene setzt. Statt starrer Perspektiven bewegt sich die Kamera mit, zoomt hinein, wenn es eng wird, und sorgt so für ein ständiges Gefühl der Beklemmung. Insbesondere in Bezug auf die Koop-Mechanik habe man die letzten Monate sehr stark daran gearbeitet, dass die Kamerapositionierung immer on point ist. Das merkt man auch. Man hat stets vollen Überblick und on top wirkt REANIMAL stets absolut cineastisch. Auch das Sounddesign verdient ein Lob: Jeder Schritt hallte durch die verfallenen Räume, jede Bewegung der Monster ließ meinen Controller vibrieren. Allerdings bleibt abzuwarten, wie stabil das Ganze in der fertigen Version läuft, vor allem auf schwächeren Plattformen wie der Nintendo Switch 2, die ebenfalls zum Launch unterstützt werden soll. Außerdem ist noch unklar, wie abwechslungsreich die Rätsel und Mechaniken über mehrere Stunden hinweg sein werden. Die Demo deutete viel an, ließ aber auch noch Fragen offen.

Geplant ist der Release für das erste Quartal 2026 auf PC, PS5, Xbox Series X|S und Switch 2. Nach dem, was ich gesehen habe, könnte REANIMAL einer der spannendsten Horror-Titel des Jahres werden. Nicht nur, weil er optisch verstörend ist, sondern weil es einen Koop-Modus bietet,. Für mich war es eines der atmosphärisch dichtesten Spiele auf der Messe – und gleichzeitig eines der verstörendsten.

REANIMAL

Bild © 2025 THQ Nordic

Christian Koitka
The guy who loves videogames

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