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Preview: Ground Zero – Habt ihr Lust auf ein gutes Oldschool-Resident Evil? | gamescom 2025

Ground Zero ist einer der spannendsten Retro-Survival-Horror-Titel, der auf der gamescom 2025 erstmals spielbar waren. Die Demo zeigte, dass das von Malformation Games entwickelte Abenteuer im postapokalyptischen Südkorea einen absoluten Nostalgie-Trip für Resident-Evil-Fans bietet, aber trotzdem ein paar eigene Kniffe bereit hält. Und das schöne ist: Ground Zero ist keine billige Kopie, sondern begegnet den alten Klassikern sogar auf Augenhöhe!

 

Und plötzlich sind alle infiziert

Der Auftakt hätte kaum atmosphärischer sein können. Nach einem verheerenden Meteoriteneinschlag schlüpft man in die Rolle von Seo-Yeon, einer koreanischen Elite-Agentin, die mit ihrem kanadischen Kollegen Evan das verwüstete Land durchstreift. Ziel ist die Suche nach Überlebenden und das Sammeln von Daten – doch fast sofort wird klar, dass eine dunkle Verschwörung hinter den Ereignissen lauert, während überall grotesk mutierte Kreaturen umherstreifen. Die Stadt ist eine gigantische Ruine voller Mutierter. Die postapokalyptische Kulisse ist bedrückend und glaubwürdig, und das Erzähltempo setzt früh Akzente: Durch Multiple-Choice-Entscheidungen kann der Verlauf der Geschichte stark variieren, wodurch sich das Abenteuer bei jedem Durchgang frisch und dynamisch anfühlt.

Ground Zero

Bild: 2025 © Malformation Games

 

Saubere Arbeit zahlt sich aus

Spielerisch orientiert sich Ground Zero an den Klassikern des Genres, bringt aber eigene Ideen ein. Sehr offensichtlich dienen die alten Resident Evil und Silent Hill Games hier als Inspiration und man geht auch sehr offen damit um. Knappheit bei Munition und Heilitems zwingt immer wieder zur Abwägung zwischen Kampf und Flucht. Besonders spannend ist das DNA- und Punktesystem: Je sauberer ein Gegner getötet wird – etwa mit Pistole statt Schrotflinte oder Granate – desto mehr Punkte erhält Seo-Yeon für ihre Forschung. Diese Punkte lassen sich direkt an Terminals im Spiel in Upgrades, Waffen und Zubehör investieren.

Jeder Schuss will gut überlegt sein, denn eine effektive Tötung ist entscheidend für die eigenen Fortschritte. Besonders „Clean Kills“ per Headshot werden mit mehr Ressourcen belohnt, während wildes Geballer weniger einbringt. Die Waffen kann man zu dem anpassen. Das Visier fügt beispielsweise sogar eine 3D-Ego-Perspektive hinzu. Damit spielt sich Ground Zero sehr anders, aber die Option dafür ist super! Man kann das Ganze entweder mit moderner Steuerung oder auch Tank-Steuerung angehen. Kampf und Puzzle teilen sich ihren Anteil 50/50. Rätsel dürfen eben absolut nicht fehlen. Im fertigen Spiel soll es für die Rätsel einen eigenen Schwierigkeitsgrad geben. Aktuell gibt es nur einen für die Kämpfe.

Ground Zero

Bild: 2025 © Malformation Games

 

Grübeln zum Speichern

Versperrte Kisten öffnen sich oft nur mittels cleverer Rätseleinlagen, wer es eilig hat, kann sie auch sprengen – jedoch mit der Gefahr, wertvolle Inhalte zu zerstören. Gesundheit wird klassisch mit Items (hier: Spritzen mit kombinierbaren Wirkstoffen) aufgefrischt. Auch das Speicher- und Item-Management ist wohltuend modernisiert: Für das Speichern braucht es nur ein Save-Item pro Terminal, und Zubehör wie Zielfernrohr kann flexibel an und abmontiert werden. Zudem können Save-Terminals per Rätsel einmal aktiviert werden. Das sichert meist eine schöne Belohnung. Ignoriert man das alles, gibt es eben nichts. Aber der Gedanke dahinter gefällt mir. Aber auch sonst sollen im gesamten Spiel Rätsel wie bei den geistigen Vorgängern integriert sein, um der DNA gerecht zu werden. Davon konnte ich leider noch nicht zu viel sehen, aber klar: Spoilergefahr.

Ground Zero

Bild: 2025 © Malformation Games

 

Survival-Horror goes Oldschool

Die Grafik präsentiert sich im gelungenen Low-Poly-Stil mit atmosphärischem, vorgerendertem Hintergrund. Dank Motion Capturing wirken Bewegungen überraschend lebendig für das Genre und das 12-15-stündige Abenteuer soll durch mehrere Schlüsselentscheidungen und alternative Routen einen hohen Wiederspielwert bieten. Man kann die Optik auch glücklicherweise sehr individualisieren. Soll es den PS1-Look erhalten? Kein Problem! Soll es den PS2-Stil haben? Geht auch? Soll es diverse TV-Effekte besitzen? Alles möglich? Oder doch eher schärfere Texturen? Lässt sich einrichten. Es gibt genügend Regler, sodass sich Ground Zero so ästhetisch anpassen lässt, wie man es haben möchte.

Mein Eindruck nach der Gamescom-Demo: Ground Zero ist keine plumpe Resident-Evil-Kopie, sondern legt gezielt Wert auf moderne Zugänglichkeit, intelligenten Horror und einem motivierenden Fortschrittssystem. Die DNA-Mechanik, die variable Story und das riskant-taktische Gameplay sorgen dafür, dass der Survival-Horror nicht in Routine ausartet, sondern ein neues und gleichzeitig nostalgisches Spielerlebnis bietet. Wer nervenaufreibende Mutantenjagden, clevere Ressourcenverwaltung und atmosphärischen Horror zu schätzen weiß, sollte den Release von Ground Zero unbedingt vormerken — vor allem, da bereits jetzt die Demo echtes Genre-Potenzial verspricht und man sich sehr bewusst ist, worin die Kernelemente und Stärken der damaligen Survival-Horror-Games steckt. Etwas gedulden müssen wir uns aber leider noch. Ich bin allerdings schon mehr als heiß und Ground Zero ist schon jetzt eines meiner meist erwarteten Horror Games!

 

 

Bild: 2025 © Malformation Games

Christian Koitka
The guy who loves videogames

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