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Preview: Crimson Desert – So gut ist die AAA-Hoffnung! | gamescom 2025

Wir haben ja während der gamescom das Privileg im eher gemäßigt vollen Business Bereich unsere Termine zu haben. Im Falle von Crimson Desert ging es aber einmal quer durch das Messegelände. Als ich mich durch die drängelnde Menschenmenge in Halle 6.1 kämpfte war klar: Pearl Abyss hat richtig was vor! Gleich zwei Ständen in aufwendig designten Mittelalter-Look stachen aus der Masse hervor. Aber wird das Spiel dem Ganzen auch gerecht? 

 

Imposant, mit einem „aber“

Die Demo führte mich auf den Kontinent Pywel, eine Welt gleichermaßen schön wie brutal. In der Rolle von Kliff, Anführer der Greymanes, ließ ich mich zunächst über der riesigen Welt hinabsteigen lassen. Als eine Art dunkler Vogel kann sich Kliff nämlich auch in hohen Lüften vom Wind treiben lassen. Und bereits von oben sieht der interaktive Spielplatz beeindruckend aus. Crimson Desert schwankt aber des Öftern zwischen beeindruckend und stilistisch etwas falsch abgebogen. Während sich teils unfassbare Panoramen öffnen und insbesondere Effekte wirklich hervorragend aussehen, wirkt das Spiel absolut übersättigt und viel zu hell. Das ergibt zwar einen eigenen Look, aber das ist einfach too much. Das ist aber etwas, was sich sogar leicht beheben ließe.

Crimson Desert

Bild: 2025 © Pearl Abyss

 

Komplex, brutal, herausfordernd

Im Kern geht es in Crimson Desert natürlich darum den cineastischen Erzählungen zu folgen, eine große offene Welt zu erkunden und insbesondere geht es auch um das Kämpfen. Das kampflastige Gameplay hat es ganz schön in sich: Souls‑like Parry- und Ausweichmuster treffen auf Musou‑Massenschlachten und taktische Vielfalt. Kampf gegen Gegnerhorden wechselt sich ab mit Bossgefechten, wo jeder Treffer, jeder Block zählt. Taktische Tiefe finde ich in der Button‑Flut für Kombos – sie belohnt aber auch Controller-Veteranen eindeutig, Keyboard-Nutzer müssen sich strecken. Die Angriffe haben aber ordentlich Impact und werden aufwendig inszeniert. Somit macht Crimson Desert da schon eine ganze Menge richtig, in dem es auch viele Angriffsmöglichkeiten mit an die Hand gibt. Von Elementarangriffen, bis hin zu Drop Kicks. Dadurch ist der Kampf stets abwechslungsreich. Gerade bei den Boss-Kämpfen ist jedoch der taktische Anspruch sehr hoch, weil jede Aktion wohl überlegt sein muss. Und holy moly: Sind die knackig!

Ein weiteres Highlight während der Demo: spektakuläre Schlachteninszenierungen. Ich ritt über Schlachtfelder, sah Kanonen runterkrachen, Türme einstürzen und kolossale Bosse zerbersten – überwältigend visuell, fast wie ein interaktiver Film. Die Demo erlaubte auch kleinere narrative Einblicke – Begegnungen mit NPCs, rudimentäre Dialoge – viel mehr war in der Preview aber nicht drin. Auch die Erkundung konnte ich darin nicht so wirklich austesten, bzw. wie die Welt aufgebaut ist und wie sie sich spielerisch äußert. Gerade in der Hinsicht habe ich noch viele offene Fragen.

Crimson Desert

Bild: 2025 © Pearl Abyss

 

Etwas too much?

Ein konkreter Kritikpunkt blieb mir im Gehirn: Im Tutorial musste ich acht Tasten nacheinander drücken, um ein Banner zu platzieren. Mehrmals! – das wirkt übertrieben kompliziert und entzieht der Immersion schnell die Luft. Auch die Komplexität zeigt sich in der generellen Steuerung – viel Substanz, aber teils sperrig im Handling. Wer sich darauf einlässt, bekommt ein tiefes, forderndes Erlebnis – anderen droht Frust. Die Anzahl an Doppelbelegung und Kombination mehrerer Tasten gleichzeitig wirkt etwas viel. Gerade für kurze Anspiel-Sessions. Das kann natürlich bei längeren Spiel-Sessions weniger negativ auffallen, weil man dann vielleicht mehr Eingewöhnungszeit hatte. Doch mich beschleicht das Gefühl, dass man das vollgepackte Steuerungsschema irgendwie verschlanken sollte.

Crimson Desert

Bild: 2025 © Pearl Abyss

 

Da steckt echt viel Potenzial drin

Während ich den Demo-Boss niederrang, dachte ich: Wann kommt das? Pearl Abyss hat Q1 2026 angepeilt – der Titel wurde erneut verschoben, um Qualität, Zertifizierung und Synchronarbeit sicherzustellen. Von mir aus. Besser fertig, als unfertig. Crimson Desert wirkt so ambitioniert, dass ich die Wartezeit gerne in Kauf nehme.

Für mich ist Crimson Desert auf der gamescom ein visuell atemberaubendes, narrativ angehauchtes Action‑RPG, das enormes Potenzial zeigt – wenn es seine Steuerung und Kamera nachpoliert, kann daraus ein echtes Highlight werden. Die Mischung aus epischen Belagerungen, wuchtigen Bosskämpfen und sandboxartigen Elementen (Reiten, NPC‑Interaktion, Exploration) verspricht ein immersives AAA‑Erlebnis. Ich gehe mit Vorfreude, aber auch abwartender Skepsis nach Hause – denn es gibt auch noch viele Fragezeichen. Angesichts der sehr offensichtlichen Hingabe bin ich aber optimistisch.

Bild: 2025 © Pearl Abyss

Christian Koitka
The guy who loves videogames

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