Auf der gamescom 2025 hatte ich die Gelegenheit, in Call of the Elder Gods einzutauchen – dem Nachfolger zu Call of the Sea. Bereits der hatte mich damals sehr begeistert mit seiner Mischung aus spannender Erzählung, cleveren Rätseln und einem interessanten Art Style. Umso gespannter war ich, was Out of the Blue Games und Publisher Kwalee mit dem Nachfolger für mich bereit halten würden. Und ich kann sagen: Ich freu mich tierisch drauf!
Willkommen zurück
Schon beim ersten Schritt in die detailreichen und wunderschönen Kulissen, die in der Unreal Engine 5 zum Leben erweckt wurden, fühlt es sich irgendwie vertraut an. Nicht nur, dass bekannte Figuren auftauchen. Auch die Art wie sich das Spiel erzählt, wie es gesprochen ist, wie es sich in seiner Präsentation gibt. Spielerisch bleibt die DNA des Vorgängers erhalten, doch die Entwickler haben spürbar an den Stellschrauben gedreht. Ich konnte während meiner Anspiel-Session zwischen Harry Everhart und Evangeline Drayton wechseln, was die Rätsel abwechslungsreicher und erzählerisch vielschichtiger macht.
Der Wechsel auf zwei Hauptfiguren soll etwas mehr Variabilität und Abwechslung einbringen, vor allem auch erzählerisch. Neu ist auch, dass der Schwierigkeitsgrad sich etwas flexibler gestaltet. Denn hier hat man sehr auf das Feedback der Community geachtet und man möchte mehr Wert drauflegen, auch einsteigerfreundliche Rätsel einzubauen, ohne absolute Puristen links liegen zu lassen. In der gamescom-Demo gab, war auch die komplette Palette vertreten. Die Puzzles waren durchdacht und kreativ und gaben mir einfach das Gefühl: Auch der zweite Teil wird mich in der Hinsicht wieder voll packen!
Die Geschichte geht weiter
Erzählerisch setzt das Spiel 30 Jahre nach den Ereignissen von Call of the Sea ein. Harry, mittlerweile Professor, trifft auf die Studentin Evangeline, die von unheimlichen Visionen geplagt wird. Gemeinsam stoßen sie auf ein Artefakt, das Rätsel über menschliche Vorstellungskraft hinaus birgt. Schon jetzt ist spürbar, wie stark Lovecrafts Erzählungen – insbesondere The Shadow Out of Time – Pate gestanden haben.
Die Atmosphäre verdankt dabei viel den Sprechern: Yuri Lowenthal leiht Harry erneut seine Stimme, während Cissy Jones Evangeline mit einer Mischung aus Verletzlichkeit und Entschlossenheit zum Leben erweckt. Die Qualität der Sprecher ist, wie bereits im Vorgänger, absolut herausragend und trägt maßgeblich zur dichten Atmosphäre bei. Aber auch inszenatorisch scheint man sich seiner Stärken bewusst zu sein und weiß, wie sich die surreale und mysteriöse am besten erzählen lässt. Die Demo zeigte mir: Das Konzept geht erneut voll auf!
Clevere Lovecraft-Rätselei
Was Call of the Elder Gods für mich zu einem der spannendsten Puzzle-Adventures des kommenden Jahres macht, ist diese Mischung aus starker Inszenierung, cleverem Rätseldesign und einer Geschichte, die Lovecrafts Ideen ernst nimmt, ohne sie plump zu kopieren. Visuell trifft der Art Style voll meinen Nerv und erzählerisch zieht es mich schon nach kurzer Zeit tiefer hinein, als ich es nach dem Trailer erwartet hätte. Noch steht kein fester Releasetermin fest, doch nach meiner Anspiel-Session bin ich sicher: Da erwartet uns erneut ein richtig tolles storylastiges Puzzle-Adventure in einer absolut faszinierenden Welt. Call of the Elder Gods ist eine konsequente Fortführung des Vorgängers, aber mit genug Anpassungen, um nicht zu plump auf den vorigen Prinzipien aufzubauen. Das scheint auch voll aufzugehen! Und nun entschuldigt mich, ich habe Lust bekommen Call of the Sea nochmal zu spielen, um die Zeit zu überbrücken.
Bild: 2025 © Out of the Blue Games




