Pragmata war auf der gamescom 2025 eines meiner persönlich größten Highlights. Dabei hab ich erst gar nicht verstanden, was Pragmata eigentlich für ein Spiel ist. Die Demo ermöglichte jedoch einen tiefen Einblick in die Spielmechanik und wie der Titel überhaupt aufgebaut ist. Und wow: Das könnte wirklich ein Überraschungs-Hit werden!
Verloren auf dem Mond: Der Einstieg der Demo
Ich spiele Hugh Williams, einen Astronauten, der zu einer Mondforschungsstation geschickt wird. Ein plötzliches Mondbeben vor Ort reißt Hugh jedoch von den Füßen. Als Hugh bewusstlos erwacht, findet ihn eine junge Androidin namens Diana, die ihn mit gekonnten Handgriffen heilt. Und da setzte auch die spielbare Demo ein. Hugh Williams, offenbar völlig überrumpelt von der Situation und den Fähigkeiten des kleinen Mädchens, berappelt sich langsam, aber wird gleich vor die nächste Herausforderung gestellt. Eine KI scheint die Basis im Griff zu haben und hetzt Roboter auf die beiden Protagonisten. Hugh und Diana müssen also aus der verlassenen, aber von einer feindseligen KI und ihren Roboterhorden übernommenen Station entkommen. Das ist aber gar nicht so einfach, denn die Roboter nehmen bei einem Schuss mit dem Blaster keinen Schaden. Und da kommt der spielentscheidende Kniff hinzu!
Gameplay-Mix: Hacking, Action und Erkundung
Das zentrale Element der Demo ist die perfekte Verzahnung von Echtzeit-Action und knackigen Hacking-Rätseln. Während Hugh schwer bewaffnet Gegnern gegenübersteht, sorgt Diana durch clevere Hacking-Manöver dafür, dass die Schutzschilde gelöst werden und Schwachstellen offengelegt werden, um die Roboter niederstrecken zu können. Die Hacking-Passagen werden als dynamisches Minispiel ins Gefecht eingebunden: Über die Haupttasten steuert man durch Raster, in denen gezielt Felder gemieden oder getroffen werden müssen, um Gegenangriffe abzuwehren und Kampfentscheidungen zu beeinflussen.
Besonders im Bosskampf der Demo kommt dies zur Geltung, wenn man unter Zeitdruck immer wieder zwischen dezimierenden Roboterattacken und kritischen Hack-Sequenzen wechseln muss. Das klingt vielleicht alles etwas viel – Capcom hat es aber geschafft, dass es sich einfach hervorragend anfühlt. Third-Person Shooter-Action, während man ein auf der anderen Seite des Bildschirms ein Puzzle löst? Einfach anders, aber es funktioniert! Das Konzept fühlt sich extrem unverbraucht und frisch an.
Kampf und Steuerung: Flow mit Jetpack und Dynamik
Die Steuerung fühlte sich unerwartet direkt und vielseitig an, trotz dass Hugh wegen seines Anzugs eher behäbig ist: Hugh nutzt ein Jetpack, um über Abgründe und in der Schwerelosigkeit neue Plattformen zu erreichen. Ausweichmanöver und gezielte Angriffe gehen flüssig ineinander über; der Wechsel zum Hacking läuft dabei synchron und ohne Brüche. Diana bedient sich dabei ihrer Fähigkeiten, verschlossene Türen oder Behälter zu öffnen und verborgene Ressourcen sichtbar zu machen – das macht Erkundung und Kampf spürbar miteinander verbunden. Die Puzzle waren, zumindest jetzt in der Demo, nicht allzu herausfordernd.
Da hoffe ich natürlich, dass es auch komplexere Rätseleinlagen gibt. Daneben gibt es aber auch einige Platforming-Elemente, die vor allem per Sprung, Jetpack und Hacking absolviert werden. Auch hier was das Platforming zwar noch recht einfach, aber spaßig. Auch wenn hier im Laufe des Spiels der Schwierigkeitsgrad anzieht, dürfte der Gameplay-Mix hier voll für mich aufgehen.
Bosskampf und Highlight-Momente der Demo
Am Ende der Demo trat der ikonische Bosskampf gegen einen gigantischen Roboter in den Vordergrund. Raketenbeschuss, Nahkampfangriffe und der ständige Fokus auf die Schwachpunkte forderten ein schnelles Umschalten zwischen Angriff, Bewegung und Dialog mit dem Hacking-System. Die Demo bewies, dass Pragmata mit der Kombination aus Hacking-Puzzle und Echtzeitgefecht eine frische Mixtur bietet. Von der Story konnte ich noch nicht viel mitnehmen, aber hier wird sich zeigen, wie viel Tiefe tatsächlich drin steckt. Doch spielerisch bin ich schon jetzt komplett dabei. Denn rein von den Trailern her, wollte das Konzept noch nicht richtig „Klick“ machen. Jetzt nach der Demo muss ich aber sagen: Ich freu mich nächstes Jahr richtig auf Pragmata!




